Der Helikopter flog so dicht über das Mannschaftszelt der deutsch-schweizerischen Mount-Everest-Jubiläums-Expedition, dass die Wände vibrierten. Wenige Sekunden später gab es einen Knall und es zischte.
Nach Aussagen der Küchenjungen bekam der Helikopter beim Landeanflug Seitenlage und berührte mit dem Rotor einen der Gletschertisch und stürzte ab. Von dem Unfall betroffen waren auch Trekker, die den Helikopter fotografieren wollten. Zwei der Helikopterinsassen starben, unter ihnen vermutlich der Pilot. Einer der Helfer, die die Verletzten aus dem Wrack bargen berichtete, dass zwei der Insassen nach Alkohol rochen und im Cockpit Bierdosen gefunden wurden.
Das halbe Basecamp half mit, die Verletzten zu versorgen. Besonders die Basecampärzte spielten eine wichtige Rolle bei der Rettung. Rettungs- und Transporthubschrauber der indischen Armee konnten die Verletzten sofort nach Katmandu ausfliegen.
Bei den Bergsteigern im Basislager des Mount Everest wird es immer beliebter, sich nach der Expedition ausfliegen zu lassen, anstatt den dreitägigen Fußmarsch nach Lukla anzutreten. Die Helikopterflüge in das 5400 Meter hohe Basislager sind riskant, da die Luft sehr dünn ist. Besonders die schweren Transporthubschrauber fliegen auf dieser Höhe unsicher.
Die Bergsteiger der deutsch-schweizerischen Expedition befanden sich zu dieser Zeit im Eisfall im Abstieg vom Lager 2. Morgen früh wird das Team nach Lukla laufen, um am 1. Juni den Rückflug nach Katmandu zu erreichen.
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