Sydney - Es dauerte nur Sekunden: Erst zeigte sich ein großer Riss in der Seite, dann zitterte der 45 Meter hohe Felsen etwas, brach auseinander, kollabierte und versank sofort im Meer. Dabei habe es ein Geräusch wie bei einem Hausabriss gegeben. Augenzeuge wurde eine Familie, berichtete Park Ranger Alex Green dem Radiosender Australien Broadcasting Corperation. Nur ein etwa zehn Meter über die Wasseroberfläche aufragender Haufen von Schutt sei nach dem Schauspiel am Sonntagmorgen übrig geblieben.
Damit verlor Australien eines seiner schönsten und beliebtesten Naturdenkmäler. Der Koloss war einer der größeren der uralten Formation, die das Küstenpanorama zwischen Princetown und Port Campbell im Bundesstaat Victoria prägte, und einer der Höhepunkte an der spektakulären Küstenstraße Great Ocean Road.
Der natürliche Prozess der Erosion habe den Zusammenbruch verursacht, sagte Green. Die Säulen aus weichem Sandstein sind über Millionen von Jahren durch Wind und Wellen geformt worden. Höhlen wurden zu Bögen, die zusammenbrachen, bis die Pfeiler übrig blieben. An der Küste im Südosten Australiens ist im Januar 1990 zuletzt eine Formation zerstört worden: die sogenannte London Bridge.
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