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04.07.2005
 

Naturdenkmal in Australien

Ein Teil der Zwölf Apostel kollabierte

Es gab einen Krach wie bei einem Hausabriss: Vor den Augen entsetzter Touristen sank einer der neun Sandsteinkolosse der Zwölf Apostel in sich zusammen. Die Formation an der spektakulären Küstenstraße Great Ocean Road ist eine der meistfotografierten Attraktionen Australiens.

Zwölf Apostel vor dem Zusammenbruch: Neun Säulen bilden die Formation an der Great Ocean Road
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AFP

Zwölf Apostel vor dem Zusammenbruch: Neun Säulen bilden die Formation an der Great Ocean Road

Sydney - Es dauerte nur Sekunden: Erst zeigte sich ein großer Riss in der Seite, dann zitterte der 45 Meter hohe Felsen etwas, brach auseinander, kollabierte und versank sofort im Meer. Dabei habe es ein Geräusch wie bei einem Hausabriss gegeben. Augenzeuge wurde eine Familie, berichtete Park Ranger Alex Green dem Radiosender Australien Broadcasting Corperation. Nur ein etwa zehn Meter über die Wasseroberfläche aufragender Haufen von Schutt sei nach dem Schauspiel am Sonntagmorgen übrig geblieben.

Damit verlor Australien eines seiner schönsten und beliebtesten Naturdenkmäler. Der Koloss war einer der größeren der uralten Formation, die das Küstenpanorama zwischen Princetown und Port Campbell im Bundesstaat Victoria prägte, und einer der Höhepunkte an der spektakulären Küstenstraße Great Ocean Road.

Sekunden nach dem Kollaps: Nur zehn Meter hoch  Schutt übrig
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AFP

Sekunden nach dem Kollaps: Nur zehn Meter hoch Schutt übrig

Der natürliche Prozess der Erosion habe den Zusammenbruch verursacht, sagte Green. Die Säulen aus weichem Sandstein sind über Millionen von Jahren durch Wind und Wellen geformt worden. Höhlen wurden zu Bögen, die zusammenbrachen, bis die Pfeiler übrig blieben. An der Küste im Südosten Australiens ist im Januar 1990 zuletzt eine Formation zerstört worden: die sogenannte London Bridge.

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