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26.09.2007
 

Mount Ruapehu

Vulkanausbruch verletzt Bergsteiger schwer

Eruption auf Neuseelands Nordinsel: Der Mount Ruapehu hat wieder gespuckt. Zehn Minuten lang flogen auf Neuseelands Nordinsel Steine bis zu zwei Meter Durchmesser durch die Luft. Ein Kletterer in einer Berghütte wurde verletzt, die Skihütten wurden evakuiert.

Wellington - Der steinerne Star der "Herr der Ringe"-Filmtrilogie hat sich überraschend gerührt. Am Dienstagabend Ortszeit brach Neuseelands Vulkan Ruapehu aus, der einer der aktivsten der Welt ist. Piloten berichteten, vom Krater steige eine Rauchwolke vier Kilometer in den Himmel. Gesteinsbrocken von ein bis zwei Metern flogen rund zwei Kilometer weit, wie die Behörden mitteilten. Die Zehn-Minuten-Eruption löste zwei Schlammlawinen aus. Ein Vulkanologe teilte mit, der Ausbruch sei auf einer Skala von eins bis fünf mit der moderaten Stärke zwei eingestuft worden.

Ostseite von Mount Ruapehu: Nach Eruption von Asche und Schlamm bedeckt
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AP

Ostseite von Mount Ruapehu: Nach Eruption von Asche und Schlamm bedeckt

Die Steine trafen auch eine Berghütte, in der sich vier Bergsteiger aufhielten. Einer davon, ein 22-jähriger Lehrer, wurde dabei schwer an den Beinen verletzt. Der junge Mann ist per Helikopter geborgen worden. Außerdem erlitten zwei Arbeiter in einem Skigebiet laut den Behörden leichtere Verletzungen. Aus den Ski-Lodges auf dem Berg wurden rund 60 Menschen evakuiert. Straßen und Bahnstrecken in der Region wurden kurzzeitig geschlossen.

"Die Spitze des Berges ist schwarz, bedeckt von Kratersee-Schlamm und Asche", sagte der Vulkanologe Brad Scot zu Radio New Zealand, nachdem er nach dem Ausbruch über den 2797 Meter hohen Ruapehu geflogen war. Die Eruption sei eher durch den aufgestauten Dampf unter dem Kratersee als durch neuen Lavaeinfluss in den Vulkan hervorgerufen worden. "Ich denke, wir werden in den nächsten zwei, drei oder vier Tagen, vielleicht noch eine Woche lang vorsichtig sein müssen", sagte der Sprecher der Nationalpark-Behörde DOC, Dave Wakelin, zur Agentur Reuters.

1953 war die Region um den Ruapehu Schauplatz einer Katastrophe: Eine Schlammlawine vom Vulkan riss eine Bahnbrücke über einem Fluss weg, ein Zug stürzte ins Wasser und 151 Menschen starben. Seit 1969 ist der Ruapehu fünfmal ausgebrochen. 1995 entstanden größere Schäden, als Gesteinsbrocken in der Größe von Autos aus dem Krater geschleudert wurden. Im März dieses Jahres sorgte eine Schlammfluss aus dem überfließenden Kratersee für spektakuläre Bilder.

abl/AP/Reuters

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