Potala-Palast
Mit seinen 13 Stockwerken gilt der Potala-Palast zu den größten Attraktionen Tibets. Auf einer Fläche von 130.000 Quadratmetern thront er auf dem "Roten Berg" von Lhasa. In seiner heutigen Form entstand der Palast im 17. Jahrhundert unter dem 5. Dalai Lama. Den Hauptteil der Anlage nimmt der "Weiße Palast" ein, in dessen Mitte sich der "Rote Palast" mit den Privatgemächern der Dalai Lamas erhebt. Zahllose Kapellen, große Zeremonienhallen und Graborten verstorbener Dalai Lamas befinden sich im "Roten Palast". Beeindruckend ist der Blick von den begehbaren Dächern des Potala über das Tal von Lhasa.
Vor einem Jahr hatten die Chinesen angekündigt, den Palast im Miniformat am Fuße des Originals nachzubauen. Ausgestattet mit einem Hightech-Soundsystem und Lichteffekten sollte es das unter dem Besucheransturm leidende, alte Gebäude entlasten. Bisher ist von dem Plan jedoch nichts mehr bekannt geworden.
Jokhang-Tempel
Der Jokhang-Tempel ist der heiligste Tempel der Tibeter im Zentrum der Altstadt von Lhasa. Die Kernbauten des Jokhang gehen auf das 7. Jahrhundert zurück. Im Zentrum der Anlage befindet sich ein Lichthof, um den sich die Hallen mit vergoldeten Dächern gruppieren.
Saga-Dawa-Festival
Einmal jährlich wird das Saga-Dawa-Fest gefeiert: Es markiert den 1. Tag des vierten Monat des tibetischen Kalenders und dauert bis zum Monatsende. Das Fest wird zu Ehren der Geburt und zugleich des Ablebens des Religionsgründers Buddha Sakyamuni gefeiert. Vor allem am 15. Tag (Ende Mai / Anfang Juni) finden in den Klöstern und Tempeln Zeremonien statt, zum Beispiel das Aufstellen von Masten, die mit Gebetstüchern behängt sind.
Mount Everest / Qomolangma-Berg
Der Mount Everest ist mit 8846 Metern der höchste Berg der Erde. Er liegt im östlichen Himalaja, an der Grenze zwischen Nepal und Tibet. 1953 wurde der Berg vom Neuseeländer Edmund Hillary und seinem Sherpa Tenzing Norgay erstmalig bestiegen. 1978 erreichten Reinhold Messner und Peter Habeler den Gipfel erstmals ohne zusätzlichen Sauerstoff. Bis heute haben rund 2250 Menschen den Gipfel erklommen - etwa 180 Menschen sind im ewigen Eis umgekommen. Jedes Jahr treffen am Everest die wohlhabendsten Abenteurer der Welt auf die ärmsten Menschen der Welt.
Die Tibet-Bahn
Mit der Eröffnung der Bahnlinie zum "Dach der Welt" hat China bereits im Juli 2006 eine Verbindung in das tibetische Hochland vollzogen. Die Züge pendeln auf der 1142 Kilometer langen Strecke zwischen der Stadt Golmud in der Provinz Qinghai und Lhasa. Die Fahrt von Golmud nach Lhasa dauert zwölf Stunden, von Peking nach Lhasa 48 Stunden. Im vergangenen Jahr transportierte die Bahn 1,5 Millionen Passagiere.
Noch nie wurde eine Eisenbahn in so großer Höhe auf so schwierigem Terrain gebaut. Fast die gesamte Route liegt über 4000 Meter hoch, an einem Punkt erreichen die Gleise sogar 5072 Meter über dem Meeresspiegel. Der höchste Bahnhof - einer von 29 - wird in der Ortschaft Nagqu auf 4500 Metern errichtet. Auf knapp der Hälfte der Strecke herrscht Permafrost: Der Untergrund ist ständig gefroren, im Sommer allerdings taut er an der Oberfläche auf - die Gleise könnten ins Schwimmen geraten.
Nicht nur für die Arbeiter war das Unterfangen wegen des geringen Sauerstoffs gefährlich, auch für die Passagiere könnte es riskant werden. Die Waggons der kanadischen Firma Bombardier werden deshalb wie ein Flugzeug abgedichtet, um die Fahrgäste vor der gefährlichen Höhenkrankheit zu schützen. Zudem sollen in jedem der täglich acht Züge Mediziner mitreisen.
"Ein noch nie dagewesener Triumph des Eisenbahnbaus", jubelte Staats- und Parteichef Hu Jintao, als vor wenigen Tagen die letzte Schwelle gelegt wurde. Für Peking ist das Unternehmen ein neuer Beweis, dass es nur das Beste für Tibet im Sinn hat, das Maos Truppen 1951 besetzten.
Einmal wöchentlich soll ab Herbst 2008 ein Fünf-Sterne-Zug auf den Weg in Richtung Lhasa starten. Pro Passagier steht ein zehn Quadratmeter großes Abteil zur Verfügung, mit einer Doppelbett-Suite, einem Wohnzimmer und einem Badezimmer. Vier Personen teilen sich einen Waggon.
Kloster Kumbum (Ta'er)
Das Kloster Kumbum in der Provinz Qingha ist das tibetische Heiligtum, das zu den bedeutendsten außerhalb Tibets gehört und Ziel zahlloser Pilger ist. Kumbum war eine der Residenzen des Dalai Lama und darüber hinaus Geburtsort von Tsongkhapa, dem Begründer der einflussreichen "Gelbmützen-Sekte".
reh
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