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08.10.2008
 

Unruhen in Bangkok

Thailänder fürchten Tourismuseinbruch

Wieder tobte eine Schlacht im Regierungsbezirk von Bangkok: Die thailändischen Tourismusbranche fürchtet, dass die Bilder Touristen abschrecken und die Buchungszahlen einbrechen. Das Auswärtige Amt rät bisher nur zur Vorsicht.

Bangkok - Nach den schweren Straßenschlachten in Bangkok fürchtet die Tourismusindustrie vor der kommenden Hochsaison über Weihnachten schwere Einbrüche. "Ich kann nur beten, dass sich die Situation so schnell wie möglich bessert", sagte der Präsident des Reiseveranstalter-Verbandes, Apichart Sankary, der "Bangkok Post". "Wer dieses Land wirklich liebt, sollte die Gewalt beenden."

Straßenschlacht in Bangkok: Vorsicht im Regierungsbezirk
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AP

Straßenschlacht in Bangkok: Vorsicht im Regierungsbezirk

Die Branche fürchtet nach dem Bericht Einnahmeausfälle von mehr als 200 Millionen Euro in den letzten drei Monaten des Jahres. "Nach Aufhebung des Ausnahmezustands haben sich die Buchungszahlen sich gerade erst erholt", sagte Apichart der Nachrichtenagentur Reuters. "Doch es hat schon Stornierungen von asiatischen Reisenden seit den Vorfällen gestern gegeben."

Die Fluglinie Thai Airways hat am Mittwoch angekündigt, die Anzahl der innerasiatischen Flüge am kommender Woche zu verringern. Die Buchungen hätten aufgrund der Unruhen und der globalen Finanzkrise abgenommen

Die Vorsitzende der Tourismusbehörde zeigte sich dagegen optimistisch. Die Auswirkungen seien wahrscheinlich unbedeutend, weil die Unruhen ja nur einen drei Quadratkilometer-Bereich in Bangkok beträfen, sagte Phornsiri Manoharn der "Bangkok Post".

In Bangkoks berühmtester Touristenstraße Khao San Road schien das Geschäft am Mittwoch normal zu laufen, dabei liegt die Straße in der Nähe des Parlament. "Es ist nicht so voll wie sonst", sagte ein Guesthouse-Besitzer zu Reuters, "doch es läuft ok. Wir haben zwar ein paar Absagen, aber immer noch neue Buchungen."

23 Länder warnen bereits seit den letzten Unruhen vor Reisen nach Thailand. Das Auswärtige Amt mahnt bislang nur zur Vorsicht. "In den nächsten Wochen muss in Bangkok weiter mit großen Demonstrationen gerechnet werden. Das alltägliche Leben in Bangkok dürfte kaum beeinträchtigt werden, es wird aber dringend empfohlen, Demonstrationen und sonstige größere Menschenansammlungen zu meiden, auch um sich nicht dem Risiko eventueller Sprengstoffanschläge auszusetzen", heißt es in seinem Sicherheitshinweis.

Seit Wochen demonstriert in Bangkok eine außerparlamentarische Oppositionsbewegung gegen die Regierung. Sie hält den Regierungssitz besetzt. Als sie am Dienstag auf das Parlament marschierte, schritt die Polizei mit Tränengas ein. In dem blutigen Chaos kamen zwei Menschen ums Leben, mehr als 450 wurden verletzt.

abl/dpa/Reuters

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