Wie von einem anderen Planeten wirken die sechs Mineralseen von Band-e Amir mit ihren intensiven Farben, am Horizont zeichnen sich dahinter die Schneegipfel des Hindukusch ab. Die Region westlich von Kabul wurde jetzt zum ersten Nationalpark Afghanistans erklärt.
Die staatliche afghanische Umweltschutzorganisation Nepa hofft, dass dadurch die Region besser geschützt werden kann und künftig mehr Touristen angelockt werden, wie die BBC berichtet. Auch vereinfache das eine zukünftige Anerkennung als Weltnaturerbe der Unesco.
Spiegelglatt wie Glas ist das Wasser häufig, so dass sich die umliegenden Berge an der Oberfläche spiegeln. Doch gelegentlich zerstören Explosionen von Handgranaten die Stille, weil hier Fischer immer noch mit Sprengungen ihre Beute töten. Die Natur soll nach Angaben der US-Naturschutzorganisation Wildlife Conservation Society bereits stark geschädigt sein. Der Park ist Lebensraum von Wölfen, Füchsen sowie wilden Ziegen und Schafen.
In dem kriegsgeplagten Land soll der neue Nationalpark zum Symbol einer besseren Zukunft werden. In den fünfziger bis siebziger Jahren war die Region ein beliebtes Touristenziel auch für Ausländer, doch mit dem Einmarsch sowjetischer Truppen verringerte sich ab 1979 die Besucherzahl erheblich.
sto
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