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23.07.2010
 

Freizeitparks in Florida

Elvis und die Meerjungfrauen

Von Angelika Franz

Freizeitparks in Florida: Blubbernde Nixen, gähnende Alligatoren
Fotos
John Athanason

2. Teil: Gatorland: Mischung aus Cowboy-Show und Top-Forschung

Nach so viel christlichem Vergnügen lechzt die Seele geradezu nach der Einsamkeit der Wildnis, von der Florida mehr als genug hat. Die berühmten Everglades bestehen nicht nur aus dem Nationalpark im Süden, sondern umfassen 10.000 Quadratkilometer Sumpf und Prärie zwischen Orlando und der Südspitze des Staates. Hier leben Flamingos, Ibisse, Pelikane, Kormorane und Störche. Bären, Pumas, Schlangen, Spinnen - und natürlich Alligatoren und Krokodile.

Wie Jesus haben auch die Alligatoren ihren eigenen Themenpark in Florida. Und zwar schon seit den dreißiger Jahren - rund 40 Jahre bevor Walt Disney seinen Park rund um das Nagetier in roter Hose eröffnete. Gatorland begann als Nistgrube für Alligatoren im Hinterhof von Owen Godwin. Während der Schlachter und Postbeamte neugierigen Touristen von seinen Beobachtungen der Tiere erzählte, verkaufte seine Frau Pearl in der Küche des Hauses Alligatoren-Souvenirs. Am Anfang glaubte niemand an Godwins Vision von einem Alligatoren-Park. Wer sich das denn anschauen wolle, fragten seine Kritiker. Schließlich brauche man in Florida ja nur vor die Tür zu treten, um die Tiere in freier Natur zu sehen.

Alligatorkampf in der Sandarena

Heute aber leben - rund 20 Kilometer südlich von Orlando - auf 44 Hektar über hundert Alligatoren und Krokodile. Der größte Teil des Geländes ist ein Brutsumpf. Und da Alligatoren Waschbären und Opossums auf dem Speiseplan stehen haben, können hier auch Wasservögel ungestört ihre Nester bauen. Die Vögel, viele davon bedrohte Arten, zogen ganz von allein in Godwins Refugium. Sie nisten nur wenige Meter von den Holzstegen entfernt, auf denen die Besucher den Sumpf durchwandern.

Für das Unterhaltungsprogramm sorgen Rob, Morgan, George, Brandon, Bret, Mark, Chris, Donny und Kenny. Ihre offizielle Berufsbezeichnung: "Alligatoren-Ringer". In der Sandarena und der Show-Lagune zeigen sie, wie nahe sich Reptil und Mensch ohne größeren Schaden kommen können und vermitteln dem Publikum nebenbei noch geschickt verpackt Hintergrundwissen über Alligatoren, Krokodile, Schlangen und Spinnen. Denn für den auch heute noch familiengeführten Park steht die Wissensvermittlung um Floridas Tierwelt immer noch weit oben auf der Prioritäten-Liste.

Genauso wie die Forschung. Seit Ende der siebziger Jahre schon arbeitet Gatorland eng mit der University of Florida und der Florida Wildlife Commission zusammen, um den Erhalt der Tiere auch in freier Wildbahn zu sichern. Und die Tiere fühlen sich sichtlich wohl in der Obhut der Alligatoren-Ringer. Der Park ist bisher der einzige Ort der Welt, an dem Alligatoren in Gefangenschaft erfolgreich mit Hilfe von künstlicher Befruchtung vermehrt werden konnten. Die charmante Mischung aus Südstaaten-Cowboy-Show und Top-Forschung macht Gatorland definitiv zu einem der besten Parks im ganzen Staat.

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insgesamt 3 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
23.07.2010 von gsm900: Das Ende der Vierziger

autos in den USA eine Seltnheit waren ist wohl eher Ulbricht Propaganda, war doch die Massenmotoriesierung breits in den Zwanzigern recht hoch (besonders verglichen mit Deutschland) mehr...

23.07.2010 von orlando_blume:

Leider muss ich immer wieder, wenn ich mich mit einem Artikelthema ausnahmsweise auskenne, feststellen, dass die Autoren es anscheinend NICHT tun, denn die Beiträge strotzen dann immer von falschen Informationen. In diesem Fall [...] mehr...

23.07.2010 von Faust007: Hunger

Das Lamm Gottes würde ich gerne mit Preiselbeeren verspeisen. :-D mehr...

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