Alaska-Expedition Flug durch die Eishöhle

Mit Skiern und Snowkites durch Alaska: Eine deutsch-amerikanische Expedition reiste zweieinhalb Monate durch die eisige Einöde - und brachte einmalige Fotos mit. Jetzt zeigen die Teilnehmer erstmals die besten Bilder der Tour.

Nicolas Chibac

Die Höhle ist etwa 300 Meter lang und zehn Meter hoch, ihre Wände sind komplett aus Eis. Nicht unbedingt der Ort, an dem man normalerweise auf die Idee kommt, einen Gleitschirm als Fortbewegungsmittel zu nutzen. Doch genau das taten die Extremsportler der Ataraxia-Expedition in der Valdez-Schneehöhle in Alaska. Mit Skiern und Schirm - Speedflying nennt sich diese Disziplin - rasten sie durch die Engstelle. Die Fotos, die dabei entstanden, sind spektakulär.

Ungefährlich war dieser Stunt in der unterirdischen Enge nicht. "Ich habe den Fotografen umgeflogen und an der Schulter erwischt", berichtet der Münchner Philip Kuchelmeister, einer der sieben Teilnehmer der Expedition. Zum Glück konnte der Fotograf weitermachen: Insgesamt 25.000 Bilder entstanden auf der zweieinhalb Monate dauernden Tour mit Teilnehmern aus Deutschland und den USA, die von Anchorage aus in die eisige Wildnis führte.

Die Idee war, verschiedene Disziplinen des modernen Outdoor-Sports zu kombinieren: Snowkiten, Speedflying, Paragliding, Skitour und Gletscherüberquerung. Höhepunkt sollte im Mai eine Besteigung des Mount Marcus Baker (4016 Meter) werden. Auf Skiern wollte die Gruppe sich von Snowkites bis zum Gipfel ziehen lassen und den Rückweg ebenfalls mit Kites in großem Tempo schaffen.

Das allerdings stellte sich als enorm schwierig heraus. "Bergsteiger brauchen nur gutes Wetter, mit den Kites brauchten wir zusätzlich noch guten Wind - und der kam meistens leider aus der falschen Richtung", berichtet Kuchelmeister, der schon als Kind seine Liebe zum Skifahren entdeckte. Selbst sein Mitstreiter Sebastian Bubmann, ehemaliger Junior-Weltmeister im Snowkiten, musste bei diesen Bedingungen passen. Immer wieder harrten die Extremsportler tagelang in ihren Zelten aus, weil die Sicht draußen quasi bei Null war und heftige Stürme und Schneefälle einen Aufstiegsversuch unmöglich machten.

Schließlich gab die Gruppe das Vorhaben auf. Einige bestiegen den Gipfel schließlich auf dem konventionellen Weg mit Tourenskiern und Eiskletterausrüstung. Der Plan vom Kiten zum Viertausendergipfel besteht jedoch weiterhin. "Wir gehen dahin zurück", verspricht Kuchelmeister.

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insgesamt 3 Beiträge
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Seite 1
gulo-gulo 02.07.2012
1. Expedition?
Zitat von sysopNicolas Chibac Mit Skiern und Snowkites durch Alaska: Eine deutsch-amerikanische Expedition reiste zweieinhalb Monate durch die eisige Einöde - und brachte einmalige Fotos mit. Jetzt zeigen die Teilnehmer erstmals die besten Bilder der Tour. http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,841274,00.html
Ich würde es Marketingreise oder Spassevent nennen, vielleicht Urlaub. Aber Expedition? ;-)
krawatz 02.07.2012
2. Schoene Bilder
Wahnsinn! Das seh ich auch zum ersten Mal, mit einem Schirm durch eine Hoehle fliegen. Bin mir sicher da hatten die Jungs auch ein bischen Muffensausen...Schoen das alles gut alles gut gegangen ist, ist ja nicht grad ein ungefaehrliches Terrain... Wann kommt der Film in die Kinos? :)
Cedric Noles 02.07.2012
3. Hubschrauber in der Eiswüste
Zitat von gulo-guloIch würde es Marketingreise oder Spassevent nennen, vielleicht Urlaub. Aber Expedition? ;-)
Ich würde es eher Umweltzerstörung nennen.
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