Australiens Touristenmagnet: Felsbogen an der Great Ocean Road eingestürzt

Aus dem Felsentor wurden zwei Felsnadeln: Eine der bekanntesten Gesteinsformationen Australiens, der Island Archway, ist auseinandergebrochen. Zu der Kette von Kalksteingebilden an der Great Ocean Road gehören auch die Zwölf Apostel.

Sydney - Der Island Archway ist Vergangenheit. Der mehr als 25 Meter hohe Bogen vor der Südost-Küste Australiens ist eingestürzt. Die ungewöhnliche Gesteinsformation ist auf dem fünften Kontinent so bekannt wie die Lange Anna auf Helgoland in Deutschland und war ein Touristenmagnet.

Am Mittwoch waren nur noch zwei hohe Pfeiler an der Great Ocean Road zu sehen. Die zerborstenen Stücke des Verbindungsstücks lagen unter der Wasseroberfläche im Meer. "Wir bekamen am Mittwochmorgen einen Bericht von einem unserer Helikopter-Piloten, dass die Formation zerbrochen war", sagte Rangerin Natasha Johnson vom Port Campbell National Park der australischen Nachrichtenagentur AAP. "Es gab eine Menge Dreck im Wasser. Der Bogen war zusammengestürzt, und nun haben wir zwei Inseln."

Schon 2005 war in der Nähe ein Gesteinsturm aus der Zwölf-Apostel-Reihe ebenfalls an der Küstenstraße westlich von Melbourne eingestürzt. Es handelt sich um relativ weichen Kalkstein, der jedes Jahr durch Wind und Wetter an Masse verliert. "Daran sieht man, wie zerbrechlich die Küste ist", berichtete Peter Abbott, der in der Nähe wohnt, im Rundfunk. "Wenn das einmal ins Wasser fällt, löst es sich wohl fast wie Zucker auf."

"Es ist zwar sehr traurig", sagte Johnson, "zur gleichen Zeit finde ich es auch sehr aufregend." Der Zusammenbruch sei ein sehr gutes Beispiel für die Gewalten der Natur. "Die Küstenlinie entwickelt sich immer weiter ... und wird neu gestaltet." Der Island Archway werde höchstwahrscheinlich seinen Namen behalten, aber vermutlich werde mit einer Dokumentation erklärt, wie die Formation ursprünglich aussah.

abl/dpa

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