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Rishikesh in Indien: Meditationszentrum der Beatles öffnet für Besucher

Der Ashram, in dem die Beatles monatelang meditierten und Songs schrieben, ist ein Pilgerziel für Musikfans. Jahrzehntelang waren Besuche offiziell nicht zugelassen. Nun wurde die Anlage aufgeräumt, bald soll der erste Souvenirladen entstehen.

Rishikesh: Meditieren wie die Beatles Fotos
AFP

Das einstige Meditationszentrum der Beatles in der indischen Pilgerstadt Rishikesh ist wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Die vier Musiker der britischen Popband hatten sich 1968 für mehrere Monate dorthin zurückgezogen. Der Maharishi-Mahesh-Yogi-Ashram am Fuße des Himalaya stand seit Jahrzehnten leer und war zuletzt zugewuchert. Nun seien die Büsche geschnitten und Schlingpflanzen entfernt worden, sagte Vijay Singh von der zuständigen Waldbehörde.

Die Beatles lebten damals in dem etwa sieben Hektar großen Ashram mitten im Wald, dessen höhlenartige Meditationshütten und Vortragshallen zum Großteil noch stehen. Die Gruppe soll einen großen Teil ihres neunten Albums, das "The Beatles" oder inoffiziell "The White Album" heißt, in dem klosterähnlichen Zentrum geschrieben haben. Unter anderem entstanden hier "Ob-La-Di, Ob-La-Da", "Dear Prudence" und "Mother Nature's Song", dessen Text von Maharishi Maheshs Lehren inspiriert war.

Für Musikfans aus der ganzen Welt ist der Ort ein Pilgerziel. An den Wänden der Gebäude haben sich zahlreiche Graffiti-Künstler verewigt. "Die Kunstwerke bleiben", sagte Singh, "da sie eine der Hauptattraktionen sind. Aber neue Malereien werden nicht erlaubt."

Der Ashram liegt im Tigerreservat Rajaji, weswegen er offiziell nicht für Besucher zugänglich war. Trotzdem schauten sich in den vergangenen Jahren Tausende Touristen die Gebäude an - meist gegen einen kleinen Obulus, den sie beim Wachmann entrichteten.

In den kommenden Jahren sollen die bröckelnden Gebäude renoviert werden, sagte Singh weiter. Außerdem soll ein Naturpfad durch den Wald entstehen sowie ein Souvenirladen und ein Café gebaut werden. Ein Ticket kostet für Ausländer 600 Rupien (acht Euro).

sto/dpa

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Zu spät
feinmechaniker 09.12.2015
1985 stand ich vor diesem Ashram und wurde wegen meiner weisen Haut nicht eingelassen, scheinbar braucht die Restgemeinde Geld denn der Maharischi ist im Nirwana und der Geldfluss gestoppt.
2. In der 70er Jahren
spon_3064063 09.12.2015
habe auch ich Rishikesh besucht. Der Ashram Klamauk hat mich aber nicht interessiert!
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