Reise durch Bolivien "Das ist mein Liebesbrief an das Land"

Einen Monat lang ist der Fotograf Kevin Faingnaert durch Bolivien gereist, um Menschen, Städte und Landschaften zu porträtieren. Seine Bilder zeigen ein Land der Extreme.

Kevin Faingnaert

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Bunte Lagunen mit Flamingos, ein Dschungel voll unterschiedlicher Kreaturen, eine Kaktusinsel inmitten einer Salzwüste, hoch gelegene Städte und indigene Frauen: Der Fotograf Kevin Faingnaert ist einen Monat lang durch Bolivien gereist, um dieses abwechslungsreiche südamerikanische Land zu dokumentieren.

"Bolivien hat unglaublich schlechte Straßen, sehr trockene Landschaften, ab und an eisiges Wetter und große Höhenunterschiede, an die man sich erst einmal gewöhnen muss. Aber es sind gerade diese Extreme, die Bolivien für abenteuerlustige Reisende so großartig machen", sagt Faingnaert.

Es sei aber auch ein Land voller Gegensätze - sowohl die Gesellschaft, die Politik, als auch die Natur betreffend. "Auffallend ist auch der Kontrast zwischen den kleinen Dörfern mit Lehmhäusern, dem kolonialen Charme von Sucre und der riesigen Metropole La Paz, die gleichzeitig modern und traditionell ist."

La Paz ist der weltweit höchstgelegene Regierungssitz und beeindruckte Faingnaert besonders. Er wollte sich eigentlich nur kurz dort aufhalten, blieb dann aber zehn Tage: "Die Aussicht vom oberen Teil der Stadt ist unglaublich. Und ich liebe die pulsierenden Straßen, die Märkte und das Chaos."

Fotostrecke

15  Bilder
Salzwüste, Dschungel und Schluchten: Boliviens Vielfalt

Unterwegs war der Fotograf fast immer mit Bussen: vom Titicacasee über La Paz, Potosí, die Salar de Uyuni bis in die Kleinstadt Tupiza. Er wollte dabei sowohl die Naturwunder als auch die kleinen Momente des Alltags festhalten: "Das ist mein Liebesbrief an das Land."

Die meiste Zeit fotografierte Faingnaert nicht und redete stattdessen mit den Einheimischen. Da er allein unterwegs war, kam er schnell mit Menschen ins Gespräch. Vor allem die indigenen Frauen mit ihrer traditionellen Kleidung wie den Bowlerhüten interessierten den Fotografen: "Es ist diese Art von Tradition und Stolz, die ich sonst nirgendwo gespürt habe - und die mich an der bolivianischen Kultur fasziniert."

Eines Tages will Faingnaert nach Bolivien zurückkehren, sagt er, denn es gebe noch viel mehr zu sehen. Vorher aber möchte er noch weitere Länder Südamerikas erkunden.

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