British Colonial Hilton Nassau Zeitlos und stilsicher

Mit seiner imposanten Fassade im kolonialen Stil trotzt das British Colonial in Downtown Nassau seit 1900 allen neumodischen Architekturen der Herbergen im Umkreis. Als ältestes Hotel der Bahamas behauptet es den einzigen privaten Strand der Stadt. Seit 1999 firmiert das Haus unter dem Dach der Hilton-Kette.

Von Frank und Uschi Schneider


Unübersehbar und quittegelb steht der Bau direkt im Zentrum von Nassau. Selbst die Vorzeige- und Einkaufsmeile, die Bay Street, muss sich um den Bau herumwinden.

British Colonial Hilton: luxuriöse Suiten mit Meerblick
Frank Schneider

British Colonial Hilton: luxuriöse Suiten mit Meerblick

Gegen alle Strömungen des Zeitgeistes erfuhr das Äußere des Hauses, das an der Stelle errichtet wurde, wo ab 1697 Fort Nassau den Hafen sicherte, lediglich kosmetische Auffrischungen. Abgesehen vom Wiederaufbau in Stein 1922 als "New Colonial Hotel", nachdem der Holzbau von 1900 vom Feuer zerstört wurde. An die Geschichte des Ortes erinnert ein monumentales Wandgemälde über der großen Freitreppe der eindrucksvollen Lobby des British Colonial Hilton.

Heute lebt das "BCH", nach einer 68 Millionen Dollar Renovierung 1997 hinter der Kolonialfassade mit allen Segnungen eines modernen 5-Sterne-Hotels ausgestattet, zum großen Teil von Geschäftsleuten, die seine Atmosphäre den lebhaften Urlauberherbergen vorziehen.

Die gründliche Renovierung schloss alle 291 Zimmer (darunter drei für Rollstuhlfahrer) mit 20 verschiedenen Grundrissen und meist Edelholzmöbeln, Meeting-Räume, den Ballsaal und die Restaurants, sowie den letztes Jahr fertiggestellten Ostflügel ein. Der beherbergt ein Finanzzentrum und das "Spa Center". Die 46 Zimmer der fünften Etage sind mit übergroßen Schreibtischen auf Geschäftsleute ausgerichtet und sämtlich mit Fax- und Internet-Anschlüssen ausgestattet.

Das älteste betriebene Hotel auf den Bahamas
Frank Schneider

Das älteste betriebene Hotel auf den Bahamas

Noch nobler geht es im sechsten Stock zu. Dessen Bewohnern steht eine Lounge zur Verfügung, wo es Frühstück, gepflegte Drinks auf dem Balkon, abendliche Hors d'Oeuvres und einen Check-In/Out Service gibt. Die "Winston Churchill-Suite" hat gar ein Konferenzzimmer, das auch separat zu buchen ist, falls das Treffen zu diskret für einen der Multifunktionsräume im ersten Stock ist. Wer die "Prime Minister's Suite" im siebten Stock bucht, thront über allen anderen Räumen und herrscht gleich über vier Schlafzimmer mit eigenen Jacuzzis und separaten Bädern.

Reist der Premier Minister nicht geschäftlich, sondern als Urlauber an, könnte er das Familienarrangement wahrnehmen. Kinder unter 18 Jahren wohnen im Zimmer der Eltern generell kostenlos. Und obwohl das British Colonial Hilton heute zu rund 60 bis 70 Prozent Klientel aus dem Geschäftsleben anspricht, empfiehlt sich das Haus auch Urlaubern, die die vornehme Ruhe eines stilvollen 5-Sterne Hotels zu schätzen wissen.

Die Lobby erinnert an europäische Bahnhöfe der Jugendstilzeit
Frank Schneider

Die Lobby erinnert an europäische Bahnhöfe der Jugendstilzeit

Der einzige private Strand von Downtown Nassau gehört ebenso zum Haus wie der Pool im Palmengarten, und ein Golfplatz ist auch ganz in der Nähe. Wer sich etwas besonderes gönnen will, genießt das "Spa Kombi": neben der Unterbringung in einer Ocean View Suite ist ein umfangreiches Körperpflegeprogramm enthalten.

Blackbeard's Cove Bar oder die elegante Palm Court Lounge halten den passenden Drink parat. Auch den berühmten "Wodka Martini, geschüttelt - nicht gerührt". Immerhin wohnte nicht nur Sean Connery hier, sondern das Hotel taucht in den James Bond-Filmen "Feuerball" und "Sag niemals Nie" auf.

Kein Wunder also, das es im British Colonial Hilton auch eine "James Bond Suite" gibt. Für deren Gäste liegen dann bei rechtzeitiger Buchung mit den Initialen bestickte 007-Bademäntel bereit. Außerdem gehören eine Auswahl an Bond-Filmen und CDs zur Suite. Das 007-Kombi-Paket beinhaltet zudem einen Schnorchelausflug oder Tauchgang mit der Basis von Stuart Cove zu den Wracks, an denen Sean Connery unter Wasser gedreht hat.

Zimmer gibt es im British Colonial Hilton ab rund 120 Dollar pro Person, für Suiten darf man ab 500 Dollar aufwärts rechnen. Sonderangebote oder Kombi-Pakete sind günstiger.

Und egal ob man nun im Armani-Anzug oder mit Bermuda-Shorts im British Colonial Hilton logiert, der Portier wird respektvoll wie immer die Türen öffnen und das Taxi mit einer Trillerpfeife herbeirufen. Gäste des British Colonial sind nun mal Gäste des British Colonial.



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