Curry-Restaurant in Tokio: Das Rezept des Bombenbauers

Von Sonja Blaschke

2. Teil: Curry-Rezept für 4 Personen

Japan: Curry-Palast in Tokio
Fotos
Sonja Blaschk

Zutaten:

2 mittelgroße Zwiebeln, 600 g Hühnerfleisch inklusive Knochen, 200 g ungesüßter Joghurt, 140 g ungesalzene Butter, 600 ml Hühnerbrühe, eine mittelgroße Kartoffel, 30 g Curry-Gewürzmischung, 2 g Garam Masala-Gewürzmischung, 3-4 g Steinsalz (Körner), japanischer Reis (alternativ: Risotto-/ Milchreis).

Zubereitung:

Zwiebeln klein schneiden und hacken. 120 g ungesalzene Butter in einem Topf zerlaufen lassen und die Zwiebeln darin sehr langsam anschwitzen, bis sie braun werden. Hühnerfleisch mit den Knochen, die für den Geschmack wichtig sind, hinzugeben. Joghurt schnell unterrühren, um Klümpchen zu vermeiden. Curry-Gewürzmischung (siehe unten) hinzugeben und etwas köcheln lassen. Kartoffel in drei Zentimeter große Stücke schneiden und in Butter leicht anschwitzen. Kartoffel und Hühnerbrühe in den Topf geben und alles so lange köcheln lassen, bis die Sauce eingedickt ist. Nicht mit Mehl nachhelfen! Mit Garam-Masala-Gewürzmischung und Steinsalz abschmecken. Dazu Reis servieren.

Zutaten für die Curry-Gewürzmischung:

Kreuzkümmel (Kumin), Koriander, Zimt, Grüner Kardamom, Gewürznelke, schwarzer, roter und weißer Pfeffer, Anis, Gelbwurzel (Kurkuma) und Bockshornklee (Fenegriek). Eine praktische Alternative ist eine - möglichst hochwertige - Fertigmischung aus dem Supermarkt. Fürs Nakamuraya-Curry ungeeignet sind jedoch die in Japan beliebten Curry-Würfel ("Curry Roux")!

Restaurant & Feinbäckerei Nakamuraya (Hauptgeschäft)

Shinjuku-ku, Shinjuku 3-26-13, 160-0022 Tokyo, Japan Telefon: +81 (0)3-3352-6161 (Zentrale), FAX: +81 (0)3-3226-7959.

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Wenn Westler über Japan schreiben, kann einfach nichts Gutes dabei herauskommen. Wie in jedem anderen Artikel auch werden absolute Randerscheinungen, die in Japan kaum jemand kennt, zum absoluten Knüller aufgeblasen, nur damit [...]
Wenn Westler über Japan schreiben, kann einfach nichts Gutes dabei herauskommen. Wie in jedem anderen Artikel auch werden absolute Randerscheinungen, die in Japan kaum jemand kennt, zum absoluten Knüller aufgeblasen, nur damit wieder eine Seite im SPIEGEL gefüllt ist. Was ist der Grund, um über ein Curry-Restaurant in Tokyo zu berichten? Weil die Autorin es schon für eine Leistung hält, in Tokyo mal was Anderes gegessen zu haben als Sushi? Liegt die Latte wirklich so niedrig?
FastFertig 05.07.2010
"Eine praktische Alternative ist eine - möglichst hochwertige - Fertigmischung aus dem Supermarkt." Vielleicht in Japan, nicht in Deutschland. Ich weiß nicht, was in dem Curry aus dem Supermarkt drin ist, aber es hat [...]
"Eine praktische Alternative ist eine - möglichst hochwertige - Fertigmischung aus dem Supermarkt." Vielleicht in Japan, nicht in Deutschland. Ich weiß nicht, was in dem Curry aus dem Supermarkt drin ist, aber es hat eher mit Sägemehl als mit Curry zu tun. Es ist leider so, dass alles was in Deutschland als "scharf, feurig, pikant" angeboten wird, nicht über den Geschmack von ausgekochten Socken hinauskommt. Es ist auch so, dass so gut wie alle Restaurants in Deutschland mit diesem Curry kochen. Denn egal welches Gericht (vorsicht scharf) man bestellt, jeder der Curry mag würde das Fehlen desselben bemängeln. So ist eine Mehrheit der Deutschen mit ihrem ungewürtzen Essgewohnheiten im allgemeinen daran Schuld, dass Leute wie ich, die Curry gerne scharf essen, dieses hier in Restaurants nur beim dritten Besuch bekommen, wenn der Koch einem das Überleben zutraut oder man muss sich das Curry in versteckten Ecken auf den Märkten bei einem richtigen Curry-Dealer selbst besorgen. Von daher lässt die Empfehlung "eine Fertigmischung aus dem Supermarkt" darauf schließen, dass hier jemand einen Artikel über Curry geschrieben hat, ohne zu wissen was ein Curry ist.
johndoe2 05.07.2010
Wie gut, das Sie wissen, was man in Japan kennt! Und was ist mit der SPON Leserschaft? Natürlich war auch vor Erscheinen des Artikels jedem und jeder der Stellenwert von Curry in der japanischen Ess-Kultur bewusst? Ich habe [...]
Zitat von Ein netter NetterWenn Westler über Japan schreiben, kann einfach nichts Gutes dabei herauskommen. Wie in jedem anderen Artikel auch werden absolute Randerscheinungen, die in Japan kaum jemand kennt, zum absoluten Knüller aufgeblasen, nur damit wieder eine Seite im SPIEGEL......
Wie gut, das Sie wissen, was man in Japan kennt! Und was ist mit der SPON Leserschaft? Natürlich war auch vor Erscheinen des Artikels jedem und jeder der Stellenwert von Curry in der japanischen Ess-Kultur bewusst? Ich habe mich und Japaner schon lange gefragt, was die Ursache für die Curry Popularität hier ist und fand den Artikel informativ und ansprechend. Jede Wette, das es Japaner ebenso sehen. Wenn Sie welche kennen, fragen Sie mal...
ozu 05.07.2010
Wie bitte? Beinahe jede Restaurantkette, jedes noch so kleine Teishoku-ya, ja selbst französische Restaurants haben hier Curry auf der Karte und ich habe noch keine Bäckerei ohne das obligatorische Karei-pan zu Gesicht [...]
Zitat von Ein netter NetterWenn Westler über Japan schreiben, kann einfach nichts Gutes dabei herauskommen. Wie in jedem anderen Artikel auch werden absolute Randerscheinungen, die in Japan kaum jemand kennt, zum absoluten Knüller aufgeblasen, nur damit wieder eine Seite im SPIEGEL gefüllt ist. Was ist der Grund, um über ein Curry-Restaurant in Tokyo zu berichten? Weil die Autorin es schon für eine Leistung hält, in Tokyo mal was Anderes gegessen zu haben als Sushi? Liegt die Latte wirklich so niedrig?
Wie bitte? Beinahe jede Restaurantkette, jedes noch so kleine Teishoku-ya, ja selbst französische Restaurants haben hier Curry auf der Karte und ich habe noch keine Bäckerei ohne das obligatorische Karei-pan zu Gesicht bekommen. Vielleicht selbst nochmal ein bisschen recherchieren, bevor man der Autorin an die Gurgel springt. Zumal dieser Artikel tatsächlich KEINER derjenigen ist, die sich belanglose Kuriositäten herauspicken und aufblasen, was Ihnen zu recht als unangenehmer Standard der Japanberichterstattung aufgefallen zu sein scheint. Ich frage mich trotzdem warum aus Tetsuko plötzlich Toshiko wurde.
DerZauberer 05.07.2010
Ich will und muss in dasselbe Horn blasen - der deutsche Supermarkt-Curry hat mit Indien und dem Geschmack des indischen Curry (was ja Ausgangspunkt für das Rezept ist) GAR NICHTS und zwar wirklich GAR NICHTS zu tun. Deutsches [...]
Zitat von FastFertig"Eine praktische Alternative ist eine - möglichst hochwertige - Fertigmischung aus dem Supermarkt."
Ich will und muss in dasselbe Horn blasen - der deutsche Supermarkt-Curry hat mit Indien und dem Geschmack des indischen Curry (was ja Ausgangspunkt für das Rezept ist) GAR NICHTS und zwar wirklich GAR NICHTS zu tun. Deutsches Supermarkt-Curry ist der extremst milden und eingeenglischten britischen Curry-Variante nachempfunden. Wer es halbwegs richtig machen will und nicht selber Gewürze einzeln kaufen, rösten und mörsern will, der verwendet indische Currypaste (!) aus dem Asia-Laden. Dann schmeckt's. Mir das Rezept mit Currypulver vorzustellen, erweckt hingegen schlichtweg kaltes Grausen.
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  • Datum: Montag 05.07.2010 | 06:44 Uhr
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[M] DDP/ DPA/ SPIEGEL ONLINE
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