Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Designerhotels in Miami: Du bist ein Star, gib hier Geld aus!

Von Tobias Käufer

Hier treffen sich Filmstars und Drogenbosse, Popsänger und Models: Wer Geld hat und Glamour sucht, findet in Miami Designhotels für höchste Ansprüche. Jetzt buhlen die Betreiber um den Nachwuchs der Promi-Szene - um Teeniehelden und berühmte DJs.

Miami: Luxushotels für die Reichen und Schönen Fotos
Gaansevoort-Hotels /Claudia Uribe Touri

Mit der Einsendung erklärt der Absender, dass er die Rechte an den Fotos besitzt, mit der Veröffentlichung einverstanden ist und die Allgemeinen Nutzungsbedingungen akzeptiert.

* optional

Vielen Dank!
Ihr Tipp wurde gespeichert - in wenigen Minuten können Sie ihn auf der Karte sehen.

Tipp mitteilen

Facebook Twitter Tipp versenden
Beitrag melden

Begründen Sie knapp, warum es mit diesem Beitrag ein Problem gibt.

Hier geht's zur großen Reise-Weltkarte

Teenieschwarm Justin Bieber war schon da. Auch Reality-Soap-Star Kim Kardashian, Playboy-Model Kendra Wilkinson oder Basketballprofi Lebron James erholten sich über den Dächern der pulsierenden Metropole Floridas vom Stress des Promi-Lebens. Die Dachterrasse des Hotels Gansevoort in Miami Beach ist einer der Hotspots für Prominente, aber auch für Touristen mit besonders gut gefüllter Brieftasche. Hübsche Kellnerinnen in engen Hotpants lesen den betuchten Gästen die Wünsche von den Lippen ab.

Damit trifft das Luxushotel an der Collins Avenue in Miami Beach genau den Geschmack einer Zielgruppe, um die in der US-Metropole mit Latino-Charme besonders hart gekämpft wird: Models, DJs oder Rockstars suchen in Miami Beach eine adäquate Kulisse. Es ist die perfekte Kombination aus diskreter Privatsphäre und der notwendigen Bühne für die mediale Selbstdarstellung.

Unterkünfte wie das Gansevoort, Z-Ocean, W-Hotel oder Loews sind Nobelhotels für die Facebook-Generation. Sie bieten nicht nur Luxus mit modernem Anspruch, sondern sind auch der ideale Hintergrund für Bildergalerien und private Videodrehs, die anschließend bei Facebook oder Twitter verschickt werden.

"Miami Beach war schon immer ein Treffpunkt für die Prominenz aus Europa, Lateinamerika und den USA", sagt Frank Fuentes vom Z-Ocean in Miami South Beach. "Die sozialen Netzwerke haben jetzt eine neue Generation von Celebritys hervorgebracht, und Miami ist erneut zu einem Paradies für Musikstars und DJs aus der ganzen Welt geworden. Die neuen Clubs und Hotels bemühen sich um diese Talente." Fuentes' Hotel ist zu so etwas wie der DJ-Absteige in Miami Beach avanciert. Plattenteller-Virtuosen wie der Engländer Paul Oakenfold oder der Spanier Alex Guerrero halten hier Hof, ehe sie in den exklusiven Clubs Miamis die Tanzfläche zum Kochen bringen.

Jede Menge Bedarf an Designerhotels

Im Gegenzug dürfen sie sich in 26 Suiten zurückziehen, allesamt mit privater Dachterrasse, einem vier Personen fassenden Hot Tub und einem exklusiven Soundsystem. Vielleicht auch deshalb wählen viele Musiker während der traditionellen Winter-Musikmessen das Z-Ocean zu ihrem Hauptquartier. Nur ausgerechnet beim Thema Internet zeigt das Hotel Schwächen: Wer drahtlos online gehen will, hat mit Verbindungsproblemen zu kämpfen. Denn die Metall-Konstruktion des Gebäudes behindert manchmal eine reibungslose Datenübertragung - Design um jeden Preis hat eben auch seine Schattenseiten.

Die Dachterrasse des Hotels Gansevoort ließ sich erst im März ein US-Bademodenmagazin reservieren, um die neue Ausgabe zu zelebrieren. Aus gutem Grund: Unzählige Modelagenturen haben ihren Sitz in Miami, an kaum einem anderen Ort gibt es so viele durchtrainierte Körper zu sehen wie in der heimlichen Hauptstadt des Sunshine-State. Ein Blick ins sündhaft teure Fitnessstudio des Gansevoort bietet ähnliche Eindrücke wie das Durchblättern eines Katalogs einer Modelagentur.

Die Designerhotels in Miami Beach bieten der neuen Stargeneration eine viel versprechende Kombination. Einerseits liefern sie durch ihre in sich geschlossene Konstruktion Schutz vor unliebsamen Paparazzi, anderseits kann sich die Prominenz bei Bedarf jederzeit den Fotografen präsentieren, die sich in Laufnähe am berühmten Beachwalk aufhalten.

Nicht wenige Luxusyachten schippern genau hier gemächlich über die Wellen an der Küste unmittelbar vor der Stadt, wohlwissend, dass die Kameras auf sie gerichtet sind. Hinter den Sträuchern des Strandstegs versteckt, lauert so mancher Paparazzo. Am Strand von Miami Beach gibt es ebenfalls täglich diese Jagdszenen. Auch auf europäische Promis haben es die Knipser abgesehen: Mal ist es Boris Becker, mal Michelle Hunziker, die beim Sonnenbaden abgelichtet werden. Wollen sie unbeobachtet sein, ziehen sie sich in die wenige Meter entfernten Hotelanlagen zurück.

Die Nähe von Stars zu ihren Fans kann aber auch mal zu handfesten Konflikten führen. So wie im Luxushotel Fontaine Bleau, wo Oscar-Preisträger Sean Penn vor wenigen Wochen einem allzu aufdringlichen Fan die Kamera aus der Hand schlug und damit einen kleinen Skandal auslöste.

Attraktiv auch für Drogenbosse

Der Luxus hat seinen Preis. Unter 350 Euro ist in der Regel kein Standardzimmer in den Nobelhotels zu haben, nach oben sind den Kosten keine Grenzen gesetzt, insbesondere wenn es darum geht, eine der begehrten und noch exklusiveren VIP-Suiten zu ergattern. Um in die integrierten Clubs und Restaurants zu gelangen, ist oft viel Geduld nötig. Eine Woche kann schnell 6000 bis 7000 Euro kosten - und damit liegen die Gäste noch im unteren Bereich der Preiskategorie.

Die Mischung aus Prominenz, Exklusivität und gewünschter Diskretion zieht aber nicht nur Geschäftsleute und Stars an. Miami Beach ist auch zum Tummelplatz von führenden Köpfen der lateinamerikanischen Drogenkartelle geworden. Deren Bosse verfügen über die notwendigen Mittel, um in diesem Ambiente gerne auch mal ganze Hoteletagen für private Feiern anzumieten.

Nicht wenige Luxushotels schalten deshalb auch gezielt Anzeigen in Mexiko oder Kolumbien. Sie wissen, dass dort eine Klientel sitzt, die bereit und in der Lage ist, die Preise zu zahlen. Stars und Wirtschaftsbosse alleine reichen eben nicht aus, um die millionenschweren Investitionen zu refinanzieren. Egal, wo es herkommt: Geld ist die einzige Eintrittskarte in diese Glamourwelt von Miami Beach, die alles möglich macht und alles verzeiht - außer einer nicht gedeckten Kreditkarte.

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 6 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. ...
666slayer 23.04.2011
Was bringt das Thema. HAt es irgendeine Frage an uns. Mir ist das s****** egal.
2. ....
666slayer 23.04.2011
Wayne
3. ...
thelix 23.04.2011
Ganz genau! Wayne... interessiert DEINE Meinung?
4. Ratlos
spon-1247816947957 23.04.2011
Den Artikel habe ich gelesen, aber ich habe nicht kapiert, was ein Designer-Hotel ist? Worin unterscheidet es sich von einem "normalen" Luxus-Hotel?
5. ...
Undead 23.04.2011
Zitat von spon-1247816947957Den Artikel habe ich gelesen, aber ich habe nicht kapiert, was ein Designer-Hotel ist? Worin unterscheidet es sich von einem "normalen" Luxus-Hotel?
Der Kitsch hat mehr Style als Stil
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Florida-Quiz
Sie tragen gerne Ray Ban und hellblaue Sakkos zu Lederslippern à la Miami Vice? Oder doch lieber das Mauskostüm mit den großen Ohren? Sie denken, Sie seien der wahre Florida-Kenner - doch wie gut kennen Sie sich wirklich aus im Sunshine State?!

Fläche: 9.833.517 km²

Bevölkerung: 318,857 Mio.

Hauptstadt: Washington, D.C.

Staats- und Regierungschef: Barack Obama

Vizepräsident: Joseph R. Biden

Mehr auf der Themenseite | Wikipedia | USA-Reiseseite

Reiseziele

Welche Weltregion interessiert Sie? Wählen Sie einen Kontinent oder ein Land:

Der benötigte Flash Player 8 wurde nicht gefunden. mehr...