Englands mobile Imbissbuden: Helden der Landstraße

Herzhaftes für Trucker und Touristen: An britischen Fernstraßen buhlen alle paar Kilometer mobile Imbissbuden um Kundschaft. Ein Fotograf hat die schönsten von ihnen besucht - besonders gesund lebte er während der Recherche nicht.

Roadside Dinner: Mobile Imbissbuden in England Fotos
REUTERS

Ständig Bohnen, Ei und Speck: Die kulinarische Abwechslung kam bei dem Roadtrip von Fotograf Stefan Wermuth ein bisschen zu kurz. Neun Tage lang reiste er durch England, um den ganz eigenen Charme und die Individualität mobiler Imbissbuden festzuhalten.

Er suchte nach Kleinst-Restaurants in Wohnwagen und Trucks und lernte die Menschen kennen, die hinter den individuellen Küchen-Konzepten stehen. Ehemalige Banker, Lastwagenfahrer, Krankenschwestern und Rockmusiker waren darunter. Manche hatten erst vor wenigen Wochen mit diesem Geschäft begonnen, andere waren schon seit 20 Jahren dabei.

Als Kunde dieser Buden muss man oft schnell reagieren, um sich an den Kalorienbomben am Straßenrand ergötzen zu können. "Manchmal schafft man es nur mit Stuntfahrer-Manövern, rechtzeitig zu bremsen", berichtet Wermuth im Foto-Blog der Agentur Reuters. Denn nicht immer sind die Snack-Verkaufsstellen gut ausgeschildert, auf den Straßen ist jedoch oft ein Tempo von 70 Meilen pro Stunde (112 km/h) erlaubt.

Doch der Zwischenstopp mit quietschenden Reifen lohnt sich: "Ich habe so viele freundliche und lustige Menschen kennengelernt, die einen tollen Service bieten und immer Zeit für ein Gespräch haben", sagt Wermuth. An jeder Snackbude trank er zumindest einen Tee, zwei warme Mahlzeiten pro Tag gönnte er sich während der Recherchetour. "Mehr habe ich leider nicht geschafft", sagt Wermuth.

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1.
z_beeblebrox 27.09.2013
Zitat von sysopHerzhaftes für Trucker und Touristen: An britischen Fernstraßen buhlen alle paar Kilometer mobile Imbissbuden um Kundschaft. Ein Fotograf hat die schönsten von ihnen besucht - besonders gesund lebte er während der Recherche nicht.
Bis auf zwei Imbissbunden sind die anderen eher 08/15 und ziemlich hässlich. Aber beim Anblick der "Speisen" ist es mir echt hochgekommen. Musste beinahe nen Schnaps trinken. Die Ess-Unkultur der Engländer / Britten ist wahrlich umfassend. Und im Ausland werden noch die dortigen, einheimischen Restaurants versaut, weil immer und überall (sogar zu Spaghettis) die ollen fettigen Chips (=Pommes) drauf müssen. Vom berühmt berüchtigen "porridge" mal ganz zu schwiegen.
2. Rule Britannia
historyheidelberg 27.09.2013
Ich liebe Brittanien und die Britten für Ihre Lebenslust, Lebensfreude, für ihre Abenteuerlust und ihren Humor. Denen fehlt so ganz das mokante, überhebliche und belehrende. Zugegeben, das Essen ist alles andere als erhebend (außer in London vielleicht). Aber die Leute und ihre Art machen das mehr als Wett. Manchmal wünsche ich mir mehr Lebenslust und weniger "Motzki"-Haltung für unsere Landleute.
3. Sehr freundlich!
artusdanielhoerfeld 27.09.2013
Imbiss-Schild auf Foto 2 (frei übersetzt): "Das hier ist nicht Burger-King Du bekommst nicht, was du willst. Du bekommst, was ich dir gebe. Oder du kriegst gar nichts." Dann lieber nichts, vielen Dank!
4. Schon mal dagewesen?
Campioni 27.09.2013
@ z_beeblebrox: Erst einmal sind das immer noch Briten und keine Britten und zur Info: Spaghetti ist schon ein Plural und braucht kein 's' mehr. Außerdem bist Du offensichtlich noch nie dagewesen. Ja die Speisen (!) sind einfach, aber eine gute deutsche (!?) Currywurst ist mindestens genauso Fett und ungesund. Von triefenden Schweinshaxen und fettigen Kartoffelpuffern ganz zu schweigen. Ein Tipp: Anstatt sich arrogant über Dinge zu mockieren, von denen man ausser billigen Klischees offenbar keine Ahnung hat, empfehle ich ein günstiges Ticket auf die Insel und z.B. das King's Arms in Rotherfield, den Imbiss am Sevenoakes Bypass oder Fish&Chips im Holiday Inn Restaurant (hat mit den Hotels nichts zu tun) in Eastbourne zu probieren. Dann weißt Du was gute, leckere Küche ist. Dreck gibt's überall. Auch in England. Aber da muss man ja nicht hingehen....
5.
MacKernobst 27.09.2013
Zitat von sysop...Englands mobile Imbissbuden: Helden der Landstraße
...ein netter Bericht. Der leider von "England" spricht, gemeint ist aber sicher das gesamte UK. Natürlich war abzusehen, dass die "Feinschmecker" hier im Forum sich mit sinnreichen Beiträgen zu Wort melden. Sicher sind auch einige Dauerkunden bei der Dönerbude/Currywurstbude um die Ecke dabei. UK: Nun, wer sich auf eine Speise an einer dieser (meist nicht mehr) mobilen "Frittenbuden" einlässt, erwartet sicher keine 5-Sterne-Küche. Erhält aber zB an der Westküste von Wales in Hafenstädten frischesten Fisch mit Chips. In einem Fett gebraten, jedem Standard widersprechend. Aber sehr lecker. Wenn man/frau weiß das man sich auf ehrliche working class Mahlzeiten einlässt. Allen Feinschmeckern sei allerdings weiterhin die 1.49Euro Lasagne für die Mircowelle empfohlen. Pferdefleisch ist bei unseren westlichen Nachbarn ... Aber das ist ein anderes Thema.
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