Freizeitpark: Malaysia eröffnet das erste Legoland Asiens

Das Taj Mahal steht, mehrere Achterbahnen warten auf abenteuerlustige Gäste: In Malaysia nimmt Mitte September das erste Legoland Asiens den Betrieb auf. 50 Millionen Steine wurden in dem Freizeitpark verbaut.

Legoland in Malaysia: 50 Millionen Steine Fotos
LEGO

Nusajaya - Feuerspeiende Drachen, meterhohe Dinosaurier, Achterbahnen - und natürlich Legosteine soweit das Auge reicht. Mitte September eröffnet in Malaysia das erste Legoland Asiens. Bisher gab es Freizeitparks rund um die Kunststoffbausteine nur in Dänemark, Deutschland, Großbritannien und den USA.

"Rund 50 Millionen Steine sind hier verbaut", sagt Siegfried Börst, der deutsche Manager des Parks. Drei Jahre haben Arbeiter aus Europa und Malaysia gebraucht, bis alle Modelle fertig waren. Entstanden sind unter anderem Nachbauten der Petronas Twin Towers in Kuala Lumpur, der Merlion-Statue in Singapur und des Taj Mahals in Indien.

Zu den Attraktionen des rund 50 Fußballfelder großen Parks zählt aber auch ein Testzentrum, wo Besucher den ganzen Tag lang mit Legosteinen bauen können. Daneben gibt es mehrere Achterbahnen. Die Drachenachterbahn nimmt Gäste zum Beispiel mit auf eine Reise durch das Mittelalter.

"Ich fühle mich, als ob ich wieder ein kleines Kind wäre", sagt Mahmood Rahman, 67, der seine beiden Enkel bei einer Vorabbesichtigung des Parks auf einer Bootsfahrt begleitet.

Phriya Velusamy ist nicht so begeistert. Sie ärgert sich über eine fehlende Anbindung des Parks an den öffentlichen Nahverkehr. "Es sollte zumindest genügend Taxis geben, damit junge Leute, die sich noch kein eigenes Auto leisten können, auch hierherkommen", sagt die 17-Jährige. "Keine Frage: Das ist ein sehr schöner Park. Die Angebote sind prima, aber wenn wir nicht hinkommen, nützt das alles nichts."

Suzanna Bain, Sprecherin des Parks, erklärt, dass zur Eröffnung die Verkehrsanbindung besser sein wird. So soll es eine direkte Busverbindung in umliegende Städte sowie in das gut 300 Kilometer entfernte Kuala Lumpur und nach Singapur geben, das nur wenige Kilometer entfernt liegt. Denn neben Besuchern aus Malaysia will der Park auch Gäste aus ganz Asien ansprechen.

Ganz billig ist das Vergnügen nicht. Umgerechnet rund 36 Euro müssen Erwachsene für eine Eintrittskarte auf den Tisch legen. Kinder und Senioren zahlen 28 Euro. Damit kostet der Eintritt ins Legoland Malaysia fast genauso viel wie in den anderen fünf Lego-Parks.

John Grafilo und Michael Zehender/dpa/jus

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insgesamt 4 Beiträge
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1.
achras 08.09.2012
Zitat von sysopTMNDas Taj Mahal steht, mehrere Achterbahnen warten auf abenteuerlustige Gäste: In Malaysia nimmt Mitte September das erste Legoland Asiens den Betrieb auf. 50 Millionen Steine wurden in dem Freizeitpark verbaut. http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,854355,00.html
Ihren Fotos nach zu urteilen ist bei den Attraktionen aber kein LEGO-Stein zu erkennen; auch die Führungsschienen der Achterbahnen sehen nach Fotomontage aus, weil sie sich nirgendwo abzustützen scheinen. Zudem ist die Frage, inwiefern sich der angeblich befragte Besucher Mahmood Rahman an seine Kindheit erinnert fühlen kann, erst ab 1971 erfolgte der Export erster Lego-Artikel nach Fernost (http://aboutus.lego.com/de-de/lego-group/the_lego_history/1970/) - und es wird einige Jahre gedauert haben, bis dieses Spielzeug flächendeckend verbreitet gewesen sein dürfte.
2. Oh, toll, Legoland in Malaysia
neu_ab 09.09.2012
einem islamischen Hinrichtungsstaat. Gibt es da auch Enthaupter-Legomännchen & Legofrauen im Kartoffelsack? Nee, dann lieber doch das Original im christlichen Dänemark. Da bleibt die Hand dran, sogar bei einer weniger geringfügigen Verfehlung.
3. japan nicht in asien?!
KAGAMI 09.09.2012
In tokyo gibt es schon laenger ein legoland aber einen inhaltlicher fehler in einer ueberschrift ist ja auch nur halb so wild...
4. 36 Euro sind bereits viel Geld ...
Jay Huber 09.09.2012
... doch kostet der Eintritt ins Legoland Carlsbad 59 US-Dollar für Erwachsene sowie Kinder ab drei Jahren, das Parken nochmal 12 Dollar. Besonders bitter in den beiden Legoland-Parks, die ich bislang besuchte (Günzburg und Carlsbad): Die Attraktionen sind weitenteils selbst für Kinder öde, das Essen elend, das Personal unmotiviert. Statt Werbung für Lego und Legoland zu machen, sollten an dieser Stelle vermehrt die kleineren europäischen Freizeitparks vorgestellt werden, welche die jeweilige örtliche Landschaft und Kultur aufgreifen und einem ökologischem Tourismus verpflichtet sind. Insofern passt das neue Legoland zu Singapur: Eine weitere Plastikwelt aus der globalen Retorte ...
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