Tourismuswerbung Fidschi-Inseln blamieren sich mit Video

Klo und Kirche - zwei Orte, die man besser nicht verwechselt. Das musste auch der Tourismusverband der Fidschi-Inseln einsehen und zog eilig ein misslungenes Video zurück.

Fidschi-Inseln
Getty Images/iStockphoto

Fidschi-Inseln


Der Versuch, ausländischen Touristen die Landessprache näherzubringen, ist auf den Fidschi-Inseln gründlich daneben gegangen. Der Fremdenverkehrsverband des Pazifikstaats, Fiji Tourism, brachte für eine neue Imagekampagne ein Video mit den wichtigsten Begriffen auf Fidschi heraus, in dem Toilette mit dem Wort "Vale ni Lotu" übersetzt wurde. Dazu erläuterte ein freundlicher Insulaner auch noch die korrekte Aussprache. Tatsächlich bedeutet "Valu ni Lotu" aber keineswegs Klo, sondern Gotteshaus oder Kirche.

Nach heftigen Protesten zog der Verband das Video inzwischen zurück und entschuldigte sich am Mittwoch dafür. Der Fehler wurde mit einem Missverständnis in der Grafik-Abteilung erklärt.

Trotzdem ließ die Kritik nicht nach. Die Oppositionsführerin Ro Teimumu Kepa twitterte empört: "Eine große Beleidigung für die ersten Siedler dieses Landes und für das Volk von Fidschi."

Auf den Fidschi-Inseln leben knapp 900.000 Menschen. Davon gehört mehr als die Hälfte zur indigenen Bevölkerung, den iTaukei. Ihre Sprache ist neben Englisch und Hindustani auch offizielle Amtssprache. Der Fremdenverkehr gehört zu den wichtigsten Geldquellen.

ele/dpa



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