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Spektakuläres Foto vom Grand Canyon: Tanz der Blitze

Die USA leiden unter dem Shutdown, und aus dem zurzeit geschlossenen Grand-Canyon-Nationalpark dringt ein großartiges Foto: Einem US-Schweizer ist das beeindruckende Bild während eines Gewitters gelungen - zur Nachahmung nicht empfohlen.

Wie ein leuchtender Baum scheint der Blitz aus den Felsen zu wachsen, blendend hell und mit der Urgewalt der Natur. Rolf Maeder, einem in die USA eingewanderten Schweizer, gelang das beeindruckende Foto Ende August im Grand Canyon in Arizona - und damit in einem der Nationalparks, die zurzeit wegen des Shutdowns in den USA für Touristen unzugänglich sind.

Maeder wohnt seit 15 Jahren in Sedona, nur zwei Stunden Autofahrt von der Schlucht entfernt. Der ehemalige Musiker machte sich am 30. August mit zwei Freunden auf, um im Grand Canyon den Sonnenuntergang zu fotografieren. Doch dafür war es zu diesig, schreibt Rolf Maeder in seinem Blog. Die drei entschlossen sich, wieder nach Hause zu fahren und unterwegs mehrere Aussichtspunkte zu besuchen.

"Und dann - am Moran Point - konnten wir dieses erstaunliche Gewitter beobachten, das sich am östlichen Ende der Schlucht aufbaute", bloggt der Fotograf. Sie stellten ihre Stative auf und machten ein Bild nach dem anderen. Um 21 Uhr entstand das Foto mit einer Belichtungszeit von 25 Sekunden: "Die lange Belichtung machte es möglich, alle Blitze auf einmal zu erwischen."

Das Fotografieren am Moran Point bei Gewitter ist allerdings nicht zur Nachahmung empfohlen - und würde wohl jeden Nationalpark-Ranger entsetzen, der nicht gerade wegen des politischen Zanks in Washington freigestellt ist. Denn der 2182 Meter hohe und exponierte Aussichtspunkt am südlichen Rand des Canyons ist einer der Orte, die man bei drohenden Blitzen sofort verlassen sollte.

Die Nationalparkbehörde warnt in einem Merkblatt: "Falls Sie sich rund zehn Kilometer entfernt vom Gewitter befinden - also nur 30 Sekunden vom Blitz bis zum Donner vergehen - befinden Sie sich in der Zone großer Gefahr" und "Verlassen Sie den Canyon-Rand". Falls es zu spät dafür ist, sollte man sich auf offener Fläche - wie auf dem Moran-Felsen - hinhocken, zusammenkrümmen und mit den Händen die Ohren abdecken.

Auf keinen Fall jedoch sollte man wohl Stative aufstellen und großartige, international beachtete Fotos schießen.

abl

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insgesamt 8 Beiträge
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1. Ich denke...
artusdanielhoerfeld 11.10.2013
...dass Blitze immer an der höchsten Stelle einschlagen. Wieso tut dies der mittlere Blitz auf dem Bild stattdessen in der Hangmitte? Die Aufnahme scheint mir eine Fotomontage zu sein.
2. optional
xxbigj 11.10.2013
WOW! Picture of the year Award verdächtig. Super Foto!!!!!!
3. 80:20 für real
collapsar 11.10.2013
Zitat von artusdanielhoerfeld...dass Blitze immer an der höchsten Stelle einschlagen. Wieso tut dies der mittlere Blitz auf dem Bild stattdessen in der Hangmitte? Die Aufnahme scheint mir eine Fotomontage zu sein.
weitere parameter dürften eine rolle spielen, insbesondere die leitfähigkeit des bodens und die ladungsverteilung an der unterseite der wolkendecke. mit weiteren einflußfaktoren kann nan sich vorstellen, daß die es eine (statistische) verteilung der einschlagorte gibt. dafür wirkt die ausleuchtung schon sehr natürlich; den effekt überzeugend in handarbeit zu imitieren erfordert einen enormen bearbeitungsaufwand. ich weiß allerdings zugegebenermaßen nicht, ob inwieweit state-of-the-art - software evtl. ivm topographischem datenmaterial diese arbeit abnehmen kann.
4. Vor Verdächtigung Annahmen prüfen
Habakuk Tibatong 11.10.2013
Zitat von artusdanielhoerfeld...dass Blitze immer an der höchsten Stelle einschlagen. Wieso tut dies der mittlere Blitz auf dem Bild stattdessen in der Hangmitte? Die Aufnahme scheint mir eine Fotomontage zu sein.
Keine vorschnellen Verdächtigungen! Ihre Annahme, dass Blitze immer in der höchsten Stelle einschlagen ist natürlich falsch. Mythos 3: Blitze schlagen in die höchste Erhebung ein - Wettermythen - FOCUS Online - Nachrichten (http://www.focus.de/wissen/natur/tid-14808/wettermythen-mythos-3-blitze-schlagen-in-die-hoechste-erhebung-ein_aid_415383.html) Vor dem eigentlichen Blitz werden dünne, unsichtbare "Fühler" ausgestreckt, die sozusagen erspüren, wie ein rascher Ladungsausgleich zwischen Wolken und Erdboden erzielt werden kann. Da wo diese Testladungen am schnellsten abfließen, geht die meißte Energie hin. Dann schlägt beispielsweise ein Blitz nicht in einen hohen Kunststoffmast, sondern lieber in einen kleinen Brunnen daneben ein.
5. Die Bildunterschrift...
prüderiegegner 11.10.2013
Zitat von sysopREX / Rolf MaederDie USA leiden unter dem Shutdown und aus dem zurzeit geschlossenen Grand-Canyon-Nationalpark dringt ein großartiges Foto: Einem US-Schweizer ist das beeindruckende Bild während eines Gewitters gelungen - zur Nachahmung nicht empfohlen. http://www.spiegel.de/reise/fernweh/grand-canyon-a-927116.html
...soll ja wohl heißen: "die Nationalparkbehörde warnt ausdrücklich vor Blitzeinschlägen", oder? *kopfschüttel*
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