Hannover-Kopie in Changde Da staunen Chinesen wie Deutsche

Zuhause eher unter-, in China hochgeschätzt: Hannover hat die Architekten der Provinzstadt Changde zu einem Viertel im norddeutschen Backsteinstil inspiriert.

Wolf Loebel/RhineScheme GmbH/DPA

Hannover hat durchaus seine hübschen Ecken. Die Herrenhäuser Gärten etwa. Oder das Rathaus. (Oder hier). Im Allgemeinen aber ist die niedersächsische Landeshauptstadt nicht gerade als architektonische Perle berühmt. In China ließ sich die Regierung einer Provinzstadt dennoch begeistern - so sehr, dass sie eine Hannover-Kopie direkt vor ihrer Haustür erbauen ließ.

Am Dienstag wird nun das von Hannover inspirierte deutsche Viertel in Changde eröffnet. Die Besucher können auf der Hannoverschen Straße zwischen Backsteinhäusern im norddeutschen Stil flanieren und zum Beispiel im "Deutsch"-Restaurant oder in einer Kaffeemanufaktur einkehren. Das Ambiente soll aber nicht nur Touristen, sondern auch deutsche Unternehmen nach Fernost locken.

Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) reiste zur Eröffnung des Viertels eigens nach Changde. Das Projekt zeige das große Interesse in China an Deutschland, sagte er. "Deshalb werben wir im Hannover-Haus für unsere Stadt und unsere Region als Ziel für Touristen, aber auch für weitere Wirtschaftskontakte."

Damit ist in China auch eine deutsche Stadt verewigt worden. Bisher gibt es eine Kopie von Paris, die 2007 unter dem Namen Tianducheng außerhalb von Hangzhou im Osten des Landes eröffnet wurde - mit einem 108 Meter hohen Eiffelturm-Nachbau. Im Süden Chinas wurde das österreichische Dorf Halstatt kopiert und 2012 in Betrieb genommen - wie es aussieht, sehen Sie in dieser Bildergalerie:

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13  Bilder
Hallstatt-Double eröffnet: Chinas neues Alpenidyll

abl/dpa



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