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Hotels in der Einsamkeit: Völlig ab vom Schuss

Eisberg-Watching in der Arktis, Wüstenromantik in Namibia: In Hotels fernab der Zivilisation erleben Gäste, wie sich völlige Abgeschiedenheit anfühlt. Fünf Ideen für wirklich abgelegene Unterkünfte - in denen man auf Luxus nicht verzichten muss.

Einmal allein auf einer einsamen Insel wohnen, für ein paar Tage völlig isoliert am Rande der Welt leben oder sein Bett mitten in der Wüste aufschlagen: Viele träumen seit ihrer Kindheit davon. Wirklich einsame Orte sind rar geworden, die Zivilisation rückt immer weiter in die Natur vor.

Doch es gibt sie noch, diese Orte - an einigen von ihnen wurden sogar Hotels gebaut. Im vergangenen Jahr wählte der US-amerikanische Fernsehsender Fox News die abgelegensten Hotels der Welt. Wir stellen fünf davon vor: Diese Unterkünfte bieten absolute Abgeschiedenheit - auf den Komfort der Zivilisation müssen ihre Gäste jedoch trotzdem nicht verzichten.

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Allein im Pazifik: Explora-Hotel, Osterinsel, Chile
Völlig ab vom Schuss: Das gilt für das Explora-Hotel auf Rapa Nui wie für kaum ein anderes Hotel auf diesem Erdball. Die nur 12 mal 24 Kilometer große Osterinsel gilt als einer der abgelegensten Orte der Erde. Bis nach Chile sind es 3500 Kilometer, nach Tahiti 4200. Die nächstgelegene Insel, Pitcairn, ist mehr als 2000 Kilometer entfernt.

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Auf der politisch zu Chile gehörenden Insel finden sich nicht nur die Überreste einer rätselhaften Kultur: rund 900 Steinfiguren, die so genannten Moais. Bis heute ist nicht ganz klar, wann sie errichtet wurden und zu welchem Zweck. Auch sonst gleicht die Osterinsel, die seit 1995 zum Weltkulturerbe der Unesco gehört, mit ihren Höhlen und Fossilien einem Freilichtmuseum.

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2007 eröffnete die Explora-Gruppe an diesem abgeschiedenen Ort das Hotel Posada de Mike Rapu mit 26 Zimmern und vier Suiten. Architektur und Interieur erinnern an die einheimische Kultur (www.explora.com).

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Eisberge vor dem Schlafzimmer:
Fogo Island Inn, Neufundland, Kanada

Die Szene ist unwirklich: Im weiß getünchten Speisesaal mit seinen riesigen Panoramafenstern sitzen die Gäste beim Mittagessen - und draußen schwimmen Eisberge in Hochhausgröße vorbei. Das Hotel steht auf der nur 254 Quadratkilometer großen Insel Fogo liegt direkt an der "Iceberg Alley", der Straße der Eisberge.

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Jedes Jahr im Frühjahr ziehen viele hundert Eisberge von Norden kommend an Neufundland vorbei. Nach Fogo, das 15 Kilometer vor der Nordküste Neufundlands entfernt liegt, gelangt man ausschließlich mit der Fähre oder per Kleinflugzeug. In einer einsamen Bucht steht eines der abgelegensten Hotels der Welt. Die 29 Zimmer des Fogo Island Inn verfügen über Fenster, die vom Boden bis zur Decke reichen, damit man das Naturschauspiel besser beobachten kann.

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Jedes Bild, jedes Stück Stoff, jedes Möbelstück wurde aus einheimischen Materialien hergestellt. Durch das geometrische Design sieht das Hotel gerade im Morgen- und Abendlicht beinahe selbst aus wie ein Eisberg (www.fogoislandinn.ca).

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Ein Bett in der Wüste: Wolwedans Private Camp, Namibia
Nichts ist zu hören außer dem Zirpen der Grillen, nichts zu sehen außer ein paar Felsen und den Hunderte Meter hohen Dünen: In einem abgeschiedenen Tal im Namib-Rand-Naturschutzgebiet liegen die vier Camps der "Wolwedans Collection". Die sind inzwischen bis nach Hollywood bekannt - Brat Pitt, Angelina Jolie und viele andere Prominente waren schon dort.

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Schicht für Schicht krabbeln am Morgen die Sonnenstrahlen die Sandberge hinauf und sorgen in der Wüste für ein Feuerwerk der Farben - und man selbst liegt mittendrin. Ohne Türen, ohne Fenster, nur mit einem dünnen Dach aus Zeltstoff über den Kopf.

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Das abgelegenste der vier Camps ist das Private Camp. Es liegt völlig isoliert in der Wüste und bietet Platz für maximal vier Gäste. Wer dort unterkommt, der sieht oft Tage lang niemanden außer den Bediensteten (www.wolwedans.com).

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Zwischen Wombats und Teufeln: Saffire Freycinet, Tasmanien, Australien
Weit weg von allem: Das gilt auch für das Saffire Freycinet auf der etwa 240 Kilometer südlich des australischen Festlands gelegenen Insel Tasmanien. Von der Inselhauptstadt Hobart sind es rund zwei Autostunden über einsame Küstenstraßen an die wilde Ostküste mit ihrer atemberaubenden Natur. Dort erwarten einen feine Sandstrände wie in der Südsee, gepaart mit immergrünem Regenwald im Hinterland.

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Zur Fauna gehören verschiedene Känguru-Arten, Wombats, kleine Wallabys und der seltene Tasmanische Teufel. Mitten in dieser unberührten Landschaft liegt das "Saffire Freycinet". Von den 20 Suiten bietet sich ein grandioser Blick über die Great Oyster Bay und die bewaldeten Kuppen der Hazard Range.

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Auf den Tisch im Restaurant kommen frischer Fisch aus dem Indischen Ozean und exzellente einheimische Weine. Trauben gedeihen bestens im mediterranen Klima der Insel (www.saffire-freycinet.com.au).

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Am Rande des Ewigen Eises: Hotel Arctic, Ilulissat, Grönland
Geologisch gehört Grönland zu Nordamerika, politisch jedoch zu Dänemark. Eines der abgeschiedensten Hotels auf der größten Insel der Erde liegt ganz im Westen: das Hotel Arctic bei Ilulissat. Von der grönländischen Hauptstadt Nuuk fliegt man etwa eine Stunde bis nach Kangerlussuaq. Von dort sind es weitere 45 Minuten im Minijet bis nach Ilulissat.

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Das Hotel mit seinen 87 Zimmern liegt direkt am Ilulissat-Eisfjord in der Diskobucht, der seit 2004 zum Welterbe der Unesco gehört. Der gigantische Jakobshavn-Gletscher, der das Eis in den Ilulissat-Eisfjord schiebt, ist mit mehr als 20 Metern am Tag einer der am schnellsten wachsenden Gletscher der Erde.

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Der Blick von den Zimmern bleibt wohl jedem Gast unvergesslich: Vor den Eisbergen leuchten in Rot, Gelb, Grün und Blau die bunten Fassaden der 4600-Einwohner-Stadt. Vor vielen Häusern stehen Hundeschlitten. Sogar Hotelchef Erik Bjerregaard hält stets zwölf der Tiere für Besorgungen und die Ausflüge seiner Gäste bereit (www.hotel-arctic.gl).

Fabian von Poser/srt/sto

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insgesamt 9 Beiträge
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1. Eisberg-Watching...
mÔRIWUTZ 10.03.2014
Das erste Wort dieses Artikels hat mir schon gründlich die Lust geraubt, diesen Artikel überhaupt zu lesen. Tipp: "Eisberge beobachten" würde das Ganze wohl auf Deutsch heißen.
2.
Tiananmen 10.03.2014
Ich finde das eine wunderbare Idee: einsam und allein dem Stürzen der Eistrümmer ins Meer zuzusehen oder dem kaum hörbaren Rollen des Sandes zuzuhören. Ausgesetzt der gleichgültigen unbarmherzigen Natur in ihrer ganzen Größe. Auf sich selbst gestellt. Allein. Einsam. Bis auf die 500 anderen Hotelgäste und die Service-Mannschaft und das Animationsteam und die Lieferfahrzeuge und die Müllabführ und den Shuttleservice. Einfach völlig ab vom Schuss. Bei Schuss fällt mir doch was ein...
3. völlig ab vom Schuss...
katinka70 10.03.2014
nicht mehr lange, wenn nach den Hollywoodstars auch noch die verwöhnten russischen Milliardäre kommen. Die müllen dann schön alles zu. Ottonormalverbraucher, der sich wirklich für unberührte Natur interessiert, hätte weder Geld noch Lust, sich in diesen energiefressenden Tophotels einzumieten.
4. Geht fast / ging in Europa
uhu_13 10.03.2014
Zitat von sysopSRT-ArchivbildEisberg-Watching in der Arktis, Wüstenromantik in Namibia: In Hotels fernab der Zivilisation erleben Gäste, wie sich völlige Abgeschiedenheit anfühlt. Fünf Ideen für wirklich abgelegene Unterkünfte - in denen man auf Luxus nicht verzichten muss. http://www.spiegel.de/reise/fernweh/hotels-in-kanada-groenland-osterinsel-voellig-ab-vom-schuss-a-955851.html
Die Elbe (Labska) - Baude kam dem ersten Bild schon ganz nahe.
5. Wozu so weit weg und auch noch ins Hotel?
klafuenf 10.03.2014
Einfach in den Nordosten Íslands nach Bakkagerði. Die Übernachtung kann per Jugendherbergwerk gebucht werden und kostet unter 20 EUR. Und man ist komplett alleine. An manchen Tagen ist der Gemüseladen offen. Sonst ist mensch da im Nichts. Richtig im Nichts.
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