Weltenbummler des Mittelalters Zehn Dinge, die Reisende von Ibn Battuta lernen können

Geschenke? Einfordern! Frauen? Verführen! Ibn Battuta, der große Weltenbummler des Mittelalters, hatte klare Vorstellungen, wie man das Unterwegssein genießt. Hier sind seine besten Reisetipps.

Der Weltreisende Ibn Battuta
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Der Weltreisende Ibn Battuta

Von Erich Follath


Im Westen, wo er lange unbekannt geblieben ist, nennt man ihn den "orientalischen Marco Polo". Ibn Battuta hat im 14. Jahrhundert bei seiner über 30-jährigen Weltreise wohl mehr als 110.000 Kilometer zurückgelegt. Der Mann aus dem Maghreb, der mit seinem Reisebuch "Rihla" eines der bedeutendsten Werke des Mittelalters schrieb, war Abenteurer, Forscher, Gelehrter, Diplomat und Reporter in einem.

Als überzeugter Muslim bewegte er sich vorwiegend unter Glaubensbrüdern, was nicht allzu schwer war in der damals weitgehend vom Islam beherrschten, schon erstaunlich globalisierten Welt. Aber mit jedem Satz in seinen Memoiren zeugt Ibn Battuta von einer erstaunlichen Toleranz und Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Kulturen und jenseits aller Grenzen.

Was können heutige Globetrotter von dem historischen Weltreisenden lernen? Zehn Ideen, die überraschend zeitgemäß wirken - aber nicht allesamt zum Nachahmen empfohlen sind.

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insgesamt 2 Beiträge
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pecos 06.04.2016
1. Nicht nur im Westen ...
... sondern auch in seiner Heimatstadt Tanger ist Ibn Battouta so gut wie unbekannt. Zwar wurde der dortige Flughafen nach ihm benannt, aber in den Schulen wird er nicht erwähnt. Nur wenige Tanjawis wissen, wer der Mann war.
Miere 07.04.2016
2. Ich hatte schon von ihm gehört,
aber noch nie längere Originalpassagen gelesen. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe müsste er für die Geschichte Afrikas, wo ja insgesamt nicht so viel aufgeschrieben ist, sehr wichtig sein, aber auch für die Geschichte der Naturwissenschaften, wegen Aussagen zum damaligen Stand von Navigation und sowas. Schön, dass es jetzt ein umfassendes Buch dazu gibt. Werde ich mir holen (inschallah).
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