Instagram-Leserfotos Ain't no sunshine...

Auch im Urlaub scheint nicht immer die Sonne. Und das ist sehr schön so. Unsere Leser zeigen, wie sehenswert auch vermeintlich triste Reisemomente zwischen Berlin und Neuseeland sind.


Dunkle Orte haben ihren eigenen Reiz. Ob nachts in der New Yorker U-Bahn. Tief unter der Erde in einer neuseeländischen Höhle. Mitten in einem gewaltigen Sturm, der das Meer aufwühlt. Oder bei einer Ai-Weiwei-Ausstellung in Prag. Auf Instagram zeigen SPIEGEL-ONLINE-Leser ihre schönsten, düsteren Reisemomente.

Für die gebürtige Färöerin Kirstin Vang ist Tristesse Alltag. "Das Meer ist rau, das Wetter wild. Manchmal sind wir tagelang gezwungen, in unseren Häusern zu bleiben, weil draußen ein Sturm wütet", sagt die 21-Jährige. Ihr Medizinstudium in Kopenhagen hat sie unterbrochen, um ihre Heimat zu fotografieren.

"Ich habe mich oft gewundert, warum die Menschen hier so isoliert mitten im Atlantik leben, in ständiger Erinnerung daran, wie klein sie im Vergleich zu den Urgewalten der Natur sind", sagt Vang. "Doch das Lustige ist, sobald die Sonne wieder scheint, verschwindet jede Skepsis. Das ganze Land verwandelt sich in einen glücklichen Ort und ich denke daran, wie dankbar ich bin, ihn mein Zuhause zu nennen!"

Fotostrecke

16  Bilder
Leserfotos auf Instagram: Tristesse Royal

Auch Alina Kondrat hat ein Faible für düstere Momente. Die 26-jährige Fotografin aus Polen seilte sich im vergangenem Dezember in die Finsternis der neuseeländischen Waitomo-Höhlen ab. "Das war eine der besten Erfahrungen meines Lebens!", sagt sie über ihre Tour in die "Lost Worlds". "Diese mythische Atmosphäre und komplette Dunkelheit hat uns dazu gebracht, unsere Angst vor dem Unbekannten zu überwinden."

Schönheit in der Tristesse der New Yorker U-Bahn entdeckte Jörg Farys im letzten November. "Sie ist genauso wie in den Filmen: grau und laut. In den Waggons friert man, und auf dem Bahnsteig schwitzt man", sagt der 44-jährige Medienwissenschaftler aus Berlin. "Die Menschen lächeln eher wenig, und man fährt hier scheinbar genauso ungern U-Bahn wie in Berlin."

Leseraufruf: "Mit Instagram um die Welt"
    Eine Nacht in einem Spukschloss, im Beduinenzelt oder hoch oben auf dem Wipfel eines Baumhauses? Zeigen Sie uns Ihre ungewöhnlichsten Unterkünfte auf Reisen. Taggen Sie Ihre Fotos mit #SpOn_Reise_Unterkunft. Die besten Aufnahmen stellen wir bald vor!

In der Hitze von Botswana fotografierte Carsten Krüger einen seltenen Weißrückengeier in Schwarz-Weiß. "An diesem Tag zeigte das Thermometer am Chobe-Fluss wieder über 38 Grad Celsius", sagt der 38-jährige Hobbyfotograf aus Stuttgart. "Der Geier saß bewegungslos in einem abstrakt anmutenden Geäst. Seit Oktober 2015 stuft die Weltnaturschutzunion den Weißrückengeier als eine vom Aussterben bedrohte Art ein."

Wie Vang, Kondrat, Farys und Krüger haben auch weitere SPIEGEL-ONLINE-Leser ihre Fotos auf Instagram zum Thema "Tristesse" gepostet. Klicken Sie auf die Fotostrecke und lassen Sie sich inspirieren.

Mehr zum Thema
Newsletter
Die schönsten Reiseziele: Nah und Fern


insgesamt 2 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
troy_mcclure 25.01.2018
1. Wow
Teilweise schon schöne Fotos dabei, das von den Färöern ist mein Favorit.
Papazaca 25.01.2018
2. Romantik und Drama
Das muß man einfach kommentieren: Foto 1 erinnert mich an Casper David Friedrich, sehr dramatisch. Das Foto Nr.6 , in dem sich in den Wasserpfützen die Wolken spiegeln ist so unwirklich, das man es nur mittels Erklärung versteht. Auch das Foto Nr. 8 wirkt wie aus der Zeit gefallen. Ich mache eher Fotos mit und über Menschen, hier haben mich aber besonders die Naturaufnahmen beeindruckt.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.