Tipps für Island So reisen Sie günstiger

Vulkane, Geysire, Wasserfälle: Island ist beliebter denn je - doch ein Urlaub auf der Insel meist auch teuer. Sechs Tipps, wo Sie Geld sparen können.

Inspired by Iceland / TMN

Ein Bier für acht Euro? In Island ist das ein normaler Preis. Die Insel im Atlantik mit ihren Vulkanen und Gletschern ist ein teures Reiseziel, nicht nur in Sachen Alkohol. Die Hotel- und Pauschalreisepreise sind noch einmal gestiegen, seit das Land in den vergangenen Jahren einen Touristenboom erlebt. Besonders die Deutschen zieht es nach Island. Doch bei einer Rundreise über die Insel können hohe Kosten zusammenkommen.

Individualreisende hingegen können mit diesen Tipps und Tricks sparen:

  • Die Anreise: Ziel ist stets der Flughafen Keflavík südwestlich von Reykjavík. Die Ticketpreise variieren je nach Flugtag, Flugzeit und Reisemonat. Der isländische Low-Cost-Carrier Wow Air wirbt mit besonders günstigen Flügen. In der Nebensaison gibt es Flüge schon ab rund 100 Euro pro Strecke inklusive Gepäck. In der Hauptsaison im Sommer ist es oft das Doppelte und mehr. Ratschlag: Am besten dann fliegen, wenn es nicht alle anderen tun. Verschiedene Reisedaten ausprobieren und die Preise für einen anderen Abflughafen prüfen.
  • Reisezeit: Das gilt für den ganzen Urlaub. Von Vorteil ist, wenn man zeitlich nicht an die Sommerferien gebunden ist und die Nebensaison nutzen kann. Die Reisebloggerin Inka Chall hat damit gute Erfahrungen gemacht: "Wir hatten im Oktober 20 Grad. Es hätte natürlich auch Schneesturm sein können." Das Wetter ist in Island nahezu unkalkulierbar, besonders im Winter. Andererseits besteht zwischen Oktober und April die Chance, Nordlichter zu sehen. Und in der kalten Jahreszeit sind die Eishöhlen begehbar.
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Eisberge und Nordlichter: So schön ist Islands Natur
  • Übernachtung: Besonders günstig reist, wer ein gutes Zelt und gute Kleidung mitbringt. Doch Achtung! Im vergangenen Jahr hat Island das Wildcampen im Süden der Insel verboten. Viele Reisende bevorzugen ohnehin ein festes Dach über dem Kopf. Hier gilt: "Wer Hotels auf eigene Faust bucht, sollte früh im Voraus planen, nicht nur wegen der Preise, sondern auch wegen der Verfügbarkeit", sagt Rebecca Schnobl vom Internetbuchungsportal "Guide to Iceland". "Island hat in manchen Gebieten auf dem Land immer noch sehr wenige Hotels, und vor allem im Südosten und rund um Mývatn ist es schnell ausgebucht." Bloggerin Chall schwört auf Ferienhäuser, weil man dort selbst kochen kann. Ihrer Erfahrung nach ist der Standard der Ferienhäuser sogar besser als der in Hotels. Als Selbstversorgerin hält sie immer Ausschau nach "Bonus", Islands günstigstem Supermarkt.
  • Aktivurlaub: Wie viel Geld vor Ort fällig wird, hängt stark von der Reiseform ab. "Wanderer und Radfahrer können immer noch einen preiswerten Urlaub in wunderbarer Landschaft erleben", sagt Island-Expertin Sabine Barth. Die Kölnerin kehrt seit den Achtzigerjahren immer wieder auf die Insel zurück und hat mehrere Reiseführer über das Land geschrieben. Wer Island aktiv und somit preiswerter erleben möchte, muss aber etwas mitbringen: "Erfahrung und eine exzellente Ausrüstung", sagt Barth.
  • Region: Nicht mit der Masse schwimmen empfiehlt sich auch geografisch: Orte, die in jedem Reiseführer stehen, sind oft überlaufen und teuer. Und das sind in Island die, die nur ein bis zwei Tage vom Flughafen Keflavík entfernt liegen. "Wer Island ursprünglicher und weniger überlaufen kennenlernen möchte, der sollte schnell den Großraum Reykjavík und den Südwesten verlassen", sagt Sabine Barth.
  • Fortbewegung: Die meisten Islandurlauber mieten ein Auto, um das Land flexibel bereisen zu können. Dabei kostet der Geländewagen mit Allradantrieb natürlich mehr als der einfache Pkw. "Wer im Sommer unterwegs ist und nicht ins Hochland will, der braucht keinen Allradwagen", sagt Rebecca Schnobl. Im Winter sei der allerdings empfehlenswert und für manche Strecken auch Pflicht. Die Hochlandstraßen, die überhaupt nur im Sommer geöffnet sind, lassen sich nur mit Allradantrieb befahren. Damit die Tour hinterher nicht teurer wird als geplant, sollte man eine Versicherung abschließen: "Die Chance, dass man sich unterwegs einen Schaden am Auto holt, ist größer als bei anderen Zielen", sagt Wagner. Wer keine Erfahrung im Gelände hat, sollte einen Ausflug mit den speziell dafür ausgerüsteten öffentlichen Bussen einbauen, die im Sommer fahren. "Besser als liegen bleiben!"
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Islandurlaub: Tipps zum Geld sparen

Wer rechtzeitig mit der Vorbereitung beginnt und etwas flexibel ist, kann die "Insel aus Feuer und Eis" also immer noch verhältnismäßig günstig erleben. Auch für die berühmte Blaue Lagune, berüchtigt für ihre hohen Eintrittspreise, gibt es Alternativen: "Ein Bad in Hofsós mit Blick aufs Meer ist nicht weniger genussvoll und vor allem deutlich preiswerter", sagt Sabine Barth.

Andrea Seliger, dpa

insgesamt 19 Beiträge
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zila 19.04.2018
1.
Ich denke, es ist Blödsinn, den Südwesten auszuSPAREN, da wird einem landschaftlich mit Abstand das meiste geboten, ein Dutzend Wasserfälle, def Strokkur-Geysir, Küstenformationen, Puffins, Vulkane, Thermalbäder. Allrad ist im Sommer entlang der Ringstrasse nicht nötig, und Offroad ist eh verboten. Auch einfache Schotterpisten sind machbar, wenn nicht gerade starker Regen war (Matsch am Hügel). Die Blaue Lagune ist kein Muss, wir sind in der "Secret Lagoon" gelandet. Bei Hveragerdi gibt's auch einen warmen Fluss mit kleiner Wandertour zu erreichen, empfehlenswert! Whalewatching und Pferdereiten sind auch nicht viel teurer als woanders in der Welt. Unterkünfte kann man via Airbnb buchen. Und Essen gehen absolut vermeiden -- 15 Euro für einen Hamburger an der Tanke sind schon heftig. Bonus hat sehr preiswertes deutsches Supermarkt-Brot, auf Obst muss man halt verzichten, dafür sollte man unbedingt Skyr probieren. Kreditkartenbetrug ist leider weitverbreitet, etwas Bargeldreserve ist da gar nicht so dumm, wenn die Karten gesperrt wurden, und eine Tankkarte, da in Island oft 18:00h Ladenschluss ist und ausländische Kreditkarten an der Zapfsäule meist nicht funktionieren. Trotz aller Spartips, auf den Tag umgelegt der mit Abstand teuerste Urlaub meines Lebens (besonders teuer: Allrad-Mietwagen/Sprit und Unterkünfte)
odenkirchener 19.04.2018
2. Reiseführer
Allein der „Geheimtip" nach einem BONUS Markt Ausschau zu halten ist lächerlich. Wer die nicht findet, sollte seine Sonnenbrille absetzen. Insgesamt „Tips" der Qualität und Art, wie ich sie in der Apotheken-Rundschau erwarten würde. Billig.
cindy2009 19.04.2018
3. Nicht erwähnt?
Man kann auch Island mit dem eigenen Auto bereisen.
Jens Gibolde 19.04.2018
4. Viele Fehler und Verdrehungen
Der Text ist nicht gerade eine Glanzleistung. Die Isländer hadern mittlerweile immens mit ihrem Touristenboom. Immer mehr "Attraktionen" im Süden des Landes werden geschlossen wegen massiver Umweltschäden. Der Boom kommt auch wegen der hier beworbenen Billigflüge zustande. Wenn die Leute dann auf der Insel stehen, kommt der Schlag. Denn was bringt einem der 100€ Flug, wenn selbst eine Nacht im Hotel mehr als der ganze Flug kostet. Artikel wie diese tun dafür ihr Übriges die Situation zu verschlechtern. Wer einmal in den letzten drei Jahren im Süden Islands war, wird wissen, was ich meine. WOW Air ist des Weiteren sowieso meistens nicht der billigste Anbieter. Da man auf dieser rauhen Insel meist ein wenig mehr als Handgepäck benötigt, wird es sehr schnell teuer. Und: Bei WOW Air ist nicht mal Handgepäck kostenlos. Also vielleicht mal recherchieren bevor sowas hier vom Marketing einer Airline abgetippt wird. Ruhige Ecken gibt es auf Island sowieso nicht mehr. Außer den Nordwesten und der äußerste(!) Nordosten ist quasi die ganze Insel überlaufen. Auf der ganzen Insel ist übrigens wild campen außer für reine Wanderer verboten. Auf Privatland sowieso für alle, solange ein Haus zu sehen ist. Und dann noch zu empfehlen, dass man im Winter kommen solle ohne zu sagen, dass die Wahrscheinlichkeit des "touristischen Totalausfalls" recht hoch ist, ist ebenfalls absolut fahrlässig. Stattdessen werden die Ausnahmen des tollen Wetters genannt. Die REGEL sind Sturm und "schlechtes Wetter" für den Normaltouristen.
Ryker 19.04.2018
5. Ich bin beeindruckt!
Ich plane tatsächlich einen Islandurlaub und habe den Artikel daher mit Interesse gelesen. Von den Tipps bin ich begeistert! In der Nebensaison fahren, Billigflieger nehmen, im Discounter einkaufen, touristische Ballungszentren meiden - echt jetzt? Wäre ich nicht drauf gekommen! Was noch fehlt ist: Zigaretten nicht mit Geldscheinen anzünden und Auto nicht mit Mineralwasser waschen - da spart man auch enorm.
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