Trekking in Nordpakistan Im Herzen des Karakorums

Der "Königssaal der Berggötter" findet sich hoch oben im Karakorum-Gebirge: der Concordiaplatz am K2. Ein Traumziel für Bergsteiger - wenn nicht gerade ein 60-stündiger Schneesturm herrscht, wie Fotograf Wolfgang Rattay ihn erlebt hat.

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"Ich bin süchtig nach Bergen", beginnt Wolfgang Rattay seinen Blog-Eintrag. "Wann immer möglich, verbringe ich jede freie Minute beim Klettern oder Wandern." Der in Düsseldorf wohnende Fotograf entschloss sich, gemeinsam mit seinem Sohn im August eine Klettertour im Karakorum-Gebirge zu unternehmen - um den zweithöchsten Berg der Welt zu sehen, den K2 (8611 Meter).

Der Plan: zum Concordiaplatz auf 4600 Meter und weiter zum K2-Basecamp. Von dem Platz aus, an dem sich die großen Baltoro- und Godwin-Austen-Gletscher und einige kleinere Eisströme treffen, sind vier der 14 Achttausender zu sehen: neben dem K2 die Gasherbrum I und II, dazu der Broad Peak und sechs Siebentausender. "Herz des Karakorums" oder "Königssaal der Berggötter" wird der Ort auch genannt. Er gilt unter Bergsteigern als ein Sehnsuchtsort.

Lebender Proviant unter dem Arm: Rattay startete seine Tour Richtung Basecamp im August
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Lebender Proviant unter dem Arm: Rattay startete seine Tour Richtung Basecamp im August

Rattay startete seinen Trek in Askole, einem kleinen pakistanischen Dorf im Shigar-Tal auf rund 3000 Meter Höhe. Begleitet wurde er von seinem 31-jährigen Sohn Jan, dem Bergführer Altaf Hussein, 64, dem Koch Shukrallah Baig, 52, sieben Trägern und sieben Maultieren. "Das Klettern war einfach", schreibt der Fotograf im Blog der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir hatten keine größeren Probleme, da wir uns gut akklimatisiert hatten. Das Einzige war, dass ein fieses Tragetier mich beim Vorübergehen in die Rippen trat."

Doch dann begann der Schneesturm. Und er schien nicht enden zu wollen. Was Wolfgang Rattay erlebte und die Fotos, die er von seiner Tour mitbrachte, finden Sie hier.

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erlenstein 25.10.2014
1. umgerechnet
Begleitet wurde er von seinem 31-jährigen Sohn Jan, dem Bergführer Altaf Hussein, 64, dem Koch Shukrallah Baig, 52, sieben Trägern und sieben Maultieren. Man betrachte sich die Ausrüstung der Träger und ihr Schuhwerk. Wieviel erhalten die Männer täglich für ihre Mühe, umgerechnet?
larry_lustig 25.10.2014
2. Klettern?
Zum K2-Basiscamp muss niemand klettern, dass ist ein einfacher Treckking-Weg. (Wandern teils über lockeres Gestein) Das Hauptproblem ist die Aklimatisierung. Das Basislager liegt aber 'nur' auf 5200m und da der Kilimandscharo 600m höher ist, aber eigentlich von jedem gesunden bestiegen werden kann, sehe ich das jetzt nicht als Herausforderung. (Schon gar nicht für jemand alpin erfahrenen) Schön ist es sicher....
artjoel 25.10.2014
3. Der thema ist nicht wieviel die Träger verdienen sonst....
Es ist klar dass diese Gruppen von TRECKING LEUTE" sich nicht scheren die Träger ein Paar Schuhe oder irgendwas sonst zu geben als Zeichnung Dankbarkeit und Freundschaft, schauen Sie in Nepal (Seit 35 Jahren reise ich in das Land), "Bergsteiger" oder "Alpinisten" oder Einfache Trecker die Hauptsache umsonst oder billig wie möglich ein Träger engagieren wollen und nicht aber gar nicht für die Träger tun, wie vielen mal Täglich erlebe ich wie diese Leute bis 6 Euro pro tag runterhandeln, und wer das Gegenteil behauptet dann hat nicht wahrgenommen in Nepal. Und noch dazu kommen Sie zurück und erzählen stolz über ihre Träger die Sie begleiten hat um Annapurna oder Everest oder Mustang oder egal wo , nur mit Flip-Flops an, mit Fotos dazu. Und dann die "WELTREKORDE" auf kosten von Sherpas und Trägers, , einfach lächerlich, bringen nicht, sind Überflüssig und helfen der Bevölkerung in Nepal nicht. Apropos Spiegel liebt auch über diese ganze überflüssigen Rekorde zu berichten.
patras 25.10.2014
4. reine Ausbeutung
Ich möchte artjoel aus vollem Herzen zustimmen. Auf meinen Reisen nach Nepal und in Nepal habe ich zum Teil unvorstellbare Kaltschnäuzigkeit der Trekking Gruppen erlebt. Man lässt sich sein Gepäck schleppen und fragt nicht nach dem Alter der Träger. Um den Preis zu drücken ist ein Träger oft für drei Trekker zuständig, die mit den besten Schuhen und bester Ausrüstung leicht dahinlaufen. Es kümmert kaum jemanden, dass die Träger im besten Fall Sandalen an den Füßen haben, viel zu dünn gekleidet sind. Ich habe erlebt, wie die gesamte Ausrüstung eines Rekordversuchs "Wer ist die Frau, die als erste alle 8000 er besteigt" von z.T.14 jährigen Jungen barfuß hochgeschleppt wurde. Karawanen von Trägern, die 70 Kilo auf dem Rücken hatten. Da werden solche "Leistungen" schal. Auf meine Fragen an Trekker bekomme ich oft die Antwort: Ah, die sind das gewohnt, die frieren nicht. Das regelt das Trekkingbüro. Ich habe Blutspuren im Schnee gesehen von den Füßen von Trägern, die noch nicht mal Sandalen trugen. Es geht auch anders. Es gibt eine Bewegung "One Trekker, One Porter", die sich auch um eine vernünftige Bezahlung und Ausrüstung kümmert. Die findet man direkt in Kathmandu. Jeder ist verantwortlich, das kann man nicht abschieben auf den Veranstalter. Man darf schlechte Zustände nicht akzeptieren. Und: Wer in den Himalaja reist, soll sich auch des Risikos bewusst sein. Nepal gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und da existiert keine organisierte Bergrettung. Wer in den Himalaja fährt und glaubt, bei Unwetter oder Unfall existiert ein System nach 1. Welt Anspruch - der bleibt besser in den Alpen, die auch wunderschön sind. Wenn oben was passiert, dann ist man auf sich gestellt und mit viel Glück wird geholfen, kann geholfen werden. Aber das ist nicht die Regel.
artjoel 26.10.2014
5. artjoel
Am Patras: Vielen dank. Man darf nicht vergessen auch die viele Menschen die Nepal und überhaupt in Himalaya gebiet mit soviel Engagement sich an die Entwicklung und Wohlbefinden der Einwohner leidenschaftlich und mit ganze Herzen engagieren, diese Menschen wissen dass sie Freunden für das Leben haben und dass Sie immer bewundert werden von Uns.
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