Legendäre Reiserouten: In 74 Touren um die Welt

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Unterwegs auf den Spuren der Händler und Entdecker: Ein neuer Bildband stellt berühmte Reiserouten vor, von Klassikern wie Seidenstraße oder Hippie-Trail bis hin zu weniger bekannten Touren. Fernweh ist bei der Lektüre garantiert - für manche der Reisen braucht man allerdings sehr viel Zeit.

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Legendäre Reiserouten: Von Seidenstraße bis Route 66
Auf der Route 66 die USA durchqueren, dem Inka-Trail zum Machu Picchu folgen, Pilgern auf dem Jakobsweg - es gibt viele Gründe, warum Straßen und Strecken wie diese zu legendären Touristenpfaden mutiert sind. Man sieht spektakuläre Landschaften, trifft Gleichgesinnte, atmet Freiheit, erlebt Spiritualität und Geschichte. Der Nachteil: Aus vielen historischen Wegen sind wegen ihrer Bekanntheit ausgetrampelte Marschrouten geworden.

Doch es gibt auch unzählige spannende Touren mit interessanter Geschichte, die durch Wüsten, Gebirge und entlang reißender Ströme führen - und die noch nicht größere Menschenmassen anziehen. Wer noch eine gute Idee für seinen Jahresurlaub 2012 sucht, findet die vielleicht beim Blättern des neuen "Lonely Planet"-Buchs "Berühmte Reiserouten".

Der großformatige Bildband entführt Weltenbummler mit wundervollen Fotografien in ferne Länder, zeigt die kulturelle Vielfalt der Welt - und erzeugt mächtig Fernweh. Gegliedert ist das Buch in acht Kapitel, in denen jeweils bis zu 15 Routen vorgeschlagen werden. Die Themen reichen von der Fortbewegungsart (per Bahn, auf dem Schiff oder mit dem Auto) bis hin zu speziellen Interessen ("Forscher und Eroberer", "Literarische Reisen", "Pilgerrouten", "Alte Handelsstraßen").

Zwei Jahre für die Vasco-da-Gama-Route

Natürlich lässt sich nicht jede Reise in den Sommerferien erledigen: Wer den Weg nachreisen möchte, den der Portugiese Vasco da Gama zurücklegte, als er Indien suchte, der sollte sich laut "Lonely Planet" schon zwei Jahre Zeit nehmen. Andere Routen sind in zwei bis drei Wochen zu schaffen - oder auch an einem Tag.

Auf jeweils zwei Doppelseiten pro Route schaffen es die Autoren, die Geschichte zur jeweiligen Strecke zu erzählen - und zu beschreiben, was sich bis heute verändert hat. Die wichtigsten Fakten sind übersichtlich aufgelistet: Wie lang ist die Tour? Wie viel Zeit sollte man einplanen? Welche Länder kriegt man zu sehen, und wann ist die ideale Reisezeit?

Sinnvolle - und bisweilen auch ironisch gemeinte - Tipps ergänzen die Vorschläge: Wer zum Beispiel mit dem australischen Zug "Ghan" das Land zwischen Adelaide und Darwin vermessen will, der sollte Spielkarten mitnehmen - das helfe, wenn man Mitreisende kennenlernen will. Und bei der Beschreibung zur Gewürzroute von Indonesien nach Italien erfährt der Leser, dass sich mit importierten Muskatnüssen in Europa heute kein Geld mehr machen lässt.

Drei gekürzte Auszüge aus dem Buch "Berühmte Reiserouten":

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insgesamt 2 Beiträge
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1. Che Guevara: ist die Tour etwa geführt?
Hamberliner 04.01.2012
Zitat von sysopUnterwegs auf den Spuren der Händler und Entdecker: Ein neuer Bildband stellt legendäre Reiserouten*vor, von*Klassikern wie Seidenstraße oder Hippie-Trail bis hin zu weniger bekannten Touren. Fernweh ist bei der Lektüre garantiert - für manche der Reisen braucht man allerdings sehr viel Zeit. Legendäre*Reiserouten: In 74 Touren um die Welt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise (http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,805178,00.html)
Die Schilderung der Che-Guevara-Tour lässt zwischen den Zeilen befürchten, dass man als teil eines dummen, bevormundeten Pulk quasi als Schafherde nach der Trillerpfeife eines Tour Guide zu fahren hat, der entscheidet, wann wie und wo man entlang fährt, und das Reisegepäck im LKW hinterher transportieren lässt. Inklusive Zwang, dauernd anzuhalten und sich mit Historie vollblubbern zu lassen. Alles nur nicht das. Ich würde mir gerne einmal in Südamerika ein Motorrad mieten, und warum sollte ich mir nicht nach einer 700-km-Tagesetappe bei einem kühlen Bier auch die Biographie Che Guevaras durchlesen, aber bitte nicht mit Tour Guide und Konvoi.
2. Che Guevara
wsi.marketing@embarqmail. 05.01.2012
Ich wohne schon lange Zeit in Las Vegas, NV USA. Ich kann die Reise durch Argentinien auf den Spuren von Che G. eigentlich nicht empfehlen. Ich war vor zwei Jahren dort und habe praktisch das ganze Land bereist. Die Entfernungen sind riesig, die Landschaft oefters langweilig. Um was zu sehen sind Fluege angesagt. Von Buenos Aires nach Ushuaia (der Suedzipfel der Neuen Welt) z.B. ist ein Reisebus praktisch drei Tage unterwegs. Und dazu noch die schlechten Strassen, wenig Tankstellen usw. Patagonien ist vielfach menschenleer nur vereinzelte Estancias. Aber woanders gibt es interessante Stadte, riesige Weinanbaugebiete, gutes (excellentes ) Essen und spotbillig. Interessant war die Stadt "General Belgrano" Die leben noch im Dritten Reich. Che's Geburtshaus kann auch besichtigt werden. Es steht dort ein Motorrad, ich glaube eine "Norton", es ist aber nicht das Original.
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