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Life-Guard-Hütten in Miami Beach: Quietschbunt am Strand

Was der Eiffelturm für Paris ist, sind die Rettungsschwimmer-Buden für Miami Beach. Der Fotograf Léo Caillard lässt die psychedelisch bunten Wahrzeichen auf seinen Bildern erstrahlen.

Miami Beach: Leuchtturm für Rettungschwimmer Fotos
Leo Caillard / lumas.com

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Sie sind gestreift, geringelt und wirken wie aus Comics geklaut: die bunten Rettungsschwimmerbuden auf dem South Beach von Miami Beach. Die Gebilde aus Holz und Alu sind Dutzende Jahre alt, Salzwasser und Wind nagen an ihrem Gebälk. Und sie werden geliebt von Einheimischen und Touristen.

Der französischen Fotograf Léo Caillard hat die Ikonen vor die Linse genommen und bildet sie vor einem neutralen Hintergrund ab. Spaziergänger oder Sonnenbadende hat der 30-jährige Pariser, der von der Galerie Lumas vertreten wird, aus seiner Bildkomposition verbannt. Das Meer ist ruhig, der Himmel grau. Umso mehr können die kleinen architektonischen Kunstwerke leuchten, umso mehr sind sie die Hauptpersonen der Fotos.

Die Life-Guard-Türmchen von Miami Beach stehen auf dem Strandabschnitt South Pointe Park bis hoch zur 85th Street. Seit den Zwanzigerjahren schieben die Rettungsschwimmer von "Miami Beach Ocean Rescue" Dienst am Strand, erst 1990 erhielten sie Stelzenhütten. Schon 1992 waren alle zerstört: Hurrikan "Andrew" hatte die Küste von Florida verwüstet.

Die Stadt beauftragte damals Designer und Architekten mit Entwürfen für neue Häuschen im Stil des Art-déco-Viertels von Miami Beach. Sie wollten mehr künstlerisches Flair auch am Strand. Unter den Künstlern waren William Lane und auch Kenny Scharf aus Brooklyn, der sich von Comics der Sechziger wie "Familie Feuerstein" und "Die Jetsons" inspirieren ließ.

Manche von Caillards Aufnahmen der "Miami Houses", wie der Fotograf sie nennt, könnten schon bald dokumentarischen Wert haben. Denn einige Konstruktionen sind inzwischen brüchig, manche sind schon durch einfache, bunt gestrichene Bretterbuden ersetzt. Auch hat ein Design-Ausschuss der Stadt festgestellt, dass einige der Hütten einen "zweifelhaften Stil" hätten,. "Obwohl sie immer noch von Touristen fotografiert" würden, seien sie "dekorativ, in einem fragwürdigen Sinne".

Strandhäuschen von William Lane: Zwei Neulinge an der 10th und der 58th Street Zur Großansicht
City of Miami Beach

Strandhäuschen von William Lane: Zwei Neulinge an der 10th und der 58th Street

Anlässlich des hundertjährigen Jubiläums von Miami Beach im März wurden daher zwei Dutzend der Türmchen restauriert. Zudem erhielt der Architekt William Lane den Auftrag, Entwürfe für sechs neue Strandtürme zu liefern. Zwei davon lehnen sich an Scharfs beliebte Werke an. Die anderen sind Neuschöpfungen wie der "Airstream Diner Trailer" oder die "Sci-Fi Earth Cabana". Alle aber werden wie ihre von Caillard porträtierten Vorgänger kunterbunt.

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insgesamt 3 Beiträge
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1.
gerd.leineune 16.08.2015
Wenn die in den Mitt90erjahren gebaut wurden, wie können sie dann "Dutzende Jahre" alt sein ? Und welche Ansprüche hat Spon eigentlich an Fotoserien? Gilt es als chic 10 Photos von Alltagsbanalitäten zu machen und das als Kunst auszugeben ?
2. Und täglich grüßt...
bernd.stromberg 16.08.2015
Zitat von gerd.leineuneWenn die in den Mitt90erjahren gebaut wurden, wie können sie dann "Dutzende Jahre" alt sein ? Und welche Ansprüche hat Spon eigentlich an Fotoserien? Gilt es als chic 10 Photos von Alltagsbanalitäten zu machen und das als Kunst auszugeben ?
...und täglich grüßt der Miesepeter. Gehen Sie mal raus vor die Tür und genießen Sie etwas frische Luft :-) Nebenbei bemerkt: 1992 bis 2015 sind knapp 24 Jahre = 2 Dutzend Jahre = dutzende Jahre.
3. Geflasht...
esistzuspät 17.08.2015
Ich war auch schon mal in Miami Beach, allerdings kann ich jetzt nicht ganz verstehen warum man ausgerechnet über diese Baywatch-Hütten einen ganzen Artikel schreibt. So besonders sind die jetzt auch nicht, sie stehen nur eben nicht irgendwo an der Ostsee, sondern in Florida...
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