Sydney - Die Australier sind gerade ein bisschen verärgert. Genauer gesagt ist Col McKenzie verärgert. Und auch nicht ein bisschen, sondern ziemlich doll. Der Mann vertritt als Boss der Association of Marine Park Tourism Operators (AMPTO) die Interessen der zahlreichen Tauchtouren-Anbieter, die jährlich fast zwei Millionen Touristen das Great Barrier Reef näherbringen.
Der Grund für McKenzies schlechte Laune: Laut dem Reiseführer Lonely Planet zählt das größte Korallenriff der Erde nicht mehr zu den zehn schönsten Tauchgründen weltweit. "Es ist unglaublich, dass in unserem 2600 Kilometer langen Riff kein Tauchspot gut genug sein soll", sagte McKenzie australischen Medien.
Auf Platz eins des Rankings landete das Great Blue Hole in Belize, gefolgt von der Chuck Lagoon in Mikronesien und dem Manta Ray Village im US-Bundesstaat Hawaii. Einziger australischer Vertreter auf der Liste ist die Cocklebiddy Cave.
McKenzie bezeichnete die Top Ten als "Schwachsinn". Cocklebiddy Cave könne mit dem Great Barrier Reef nicht mithalten, da nur wirklich geübte Taucher die Unterwasserhöhle in Westaustralien erreichen könnten. Der AMPTO-Chef wirft Lonely Planet vor, das Weltnaturerbe nicht auf die Liste genommen zu haben, um eine Kontroverse anzuzetteln.
| Die Top-Tauchspots der Welt | ||
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Platz
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Tauchrevier | Land |
| 1 | Great Blue Hole | Belize |
| 2 | Chuuk Lagoon | Mikronesien |
| 3 | Manta Ray Village | Hawaii (USA) |
| 4 | Samarai Island | Papua-Neuguinea |
| 5 | Pulau Sipadan | Malaysia |
| 6 | Cocos Island | Costa Rica |
| 7 | Gansbaai | Südafrika |
| 8 | Ras Mohammed Nationalpark | Ägypten |
| 9 | Cocklebiddy Cave | Australien |
| 10 | Rainbow Warrior | Neuseeland |
| Quelle: Lonely Planet | ||
dkr
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