Luftfahrt-Premiere Erster Passagierjet landet in der Antarktis

Zum ersten Mal ist ein Passagierflugzeug auf dem Eis der Antarktis gelandet. Der Linienbetrieb der Verbindung nach Hobart in Tasmanien wird in der nächsten Woche aufgenommen. Der Bau der Landebahn auf australischem Gebiet verschlang sechs Millionen Euro.


Im Jahr verschiebt sich das Wilkins-Rollfeld um zwölf Meter. Nach Südwesten. Die eisige Landepiste der neuen Verbindung in die Antarktis befindet sich auf einem Gletscher. Am Montag landete zum ersten Mal ein Airbus A319 des Betreibers Skytraders auf dem tiefblauen Untergrund. Das Langstreckenflugzeug hob in Hobart auf Tasmanien am Sonntagabend um 19 Uhr ab und traf um circa Mitternacht in der Antarktis ein. Ein regulärer Flugbetrieb werde in einer Woche aufgenommen, hieß es heute.

Der Bau der 2,5 Kilometer langen und 700 Meter dicken Landebahn dauerte zwei Jahre und kostete zehn Millionen australische Dollar (6 Millionen Euro). Er erlöst Wissenschaftler und Forscher auf der rund 70 Kilometer entfernt liegenden australischen Forschungsstation Casey von der wochenlangen Reise übers Meer.

Die Flüge mit dem Airbus A319 zur Wilkins-Piste würden ausschließlichen dem wissenschaftlichen Personal vorbehalten sein, sagte Projektmanager Charlton Clark der Nachrichtenagentur AFP. Es gebe keine Pläne, die Verbindung auch für Touristen zu öffnen.

Benannt wurde die Landebahn nach dem australischen Abenteurer Sir Hubert Wilkins, der als Erster vor 79 Jahren in die Antarktis flog. Seit Jahren wird der Kontinent auch von Ländern wie Neuseeland und Südafrika angeflogen - doch immer mit Militärmaschinen.

abl



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