Mongolei: Auf eine Stutenmilch ins grüne Meer

Die Mongolei ist ein ideales Ziel für zivilisationsmüde Abenteurer - auch weil das Land als Urlaubsziel bis heute nahezu unentdeckt ist. In der zentralasiatischen Republik haben die meisten Straßen keine Namen und es leben mehr Pferde als Menschen dort.

Im Kajak oder hoch zum Pferd: Mongolen und Touristen wissen "altmodische" Fortbewegungsmittel zu schätzen

Im Kajak oder hoch zum Pferd: Mongolen und Touristen wissen "altmodische" Fortbewegungsmittel zu schätzen

Den Urlauber erwarten in der Mongolei ganz sicher keine Menschenmassen oder Gedränge an besonders schönen Stätten - sondern Wilde und Weite, grandiose Landschaften und eindrucksvolle Stille. Wer ein Gefühl für die Weite der Landschaft bekommen möchte, reist mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Zentralasien.

Urlauber können die weiten Wiesenlandschaften auf dem Rücken eines Pferdes durchstreifen, Berge und Täler durchwandern, Murmeltiere beobachten, sich ein Kamelrennen in der Wüste Gobi ansehen und sogar selbst daran teilnehmen. Wer gern fischt, kann das in der Mongolei an den größten Salzwasserseen der Welt tun - oder Kajakfahren oder Bogenschießen. Wer sich lieber motorisiert durch die Landschaft bewegt, steigt einfach in einen Jeep und düst los.

Vor allem Land- und Viehwirtschaft: Schafe sind die Lebensgrundlage vieler Mongolen

Vor allem Land- und Viehwirtschaft: Schafe sind die Lebensgrundlage vieler Mongolen

Die Mehrheit der Mongolen - das Land hat knapp drei Millionen Einwohner - sind Anhänger des tibetischen Buddhismus. Es gibt auch für Touristen die Möglichkeit, in buddhistischen Klostern zu meditieren oder den Schamanen bei ihren Tänzen zuzuschauen.

Klaus Bader, Geschäftsführer des größten Hotels der Mongolei, meint, die wertvollsten Rohstoffe des Landes seien die für westliche Touristen fast unvorstellbare Ruhe und die atemberaubende Natur. Auf einen Quadratkilometer Land kommen nur 1,75 Einwohner.

Jurten: Die weißen Zelte gehören zur mongolischen Landschaft wie Hügel und Himmel

Jurten: Die weißen Zelte gehören zur mongolischen Landschaft wie Hügel und Himmel

Wer Urlaub in der Mongolei macht, wird schnell verstehen, warum das Land auch als "Grünes Meer" bezeichnet wird: Die endlos scheinende hügelige Graslandschaft erinnert an ein Wellenmeer, in dem weiße Nomadenzelte ruhen wie Segelboote. Diese Zelte heißen "Jurten", in ihnen wohnen schon seit Jahrhunderten die mongolischen Nomaden. Die Bevölkerung lebt vor allem von der Agrarwirtschaft, produziert Fleisch und Milch und verkauft Schaf- und Kaschmirwolle. Welche Bedeutung Pferde in der Mongolei haben erkennt man spätestens dann, wenn man ein Bier bestellt: Auf Mongolisch heißt der Gerstensaft "gelbe Stutenmilch".

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