Fotos der Everest-Erstbesteigung Der Gipfelsturm des Jahrhunderts

Vor 60 Jahren stand erstmals ein Mensch auf dem höchsten Berg der Welt. Edmund Hillary und Tenzing Norgay gelang die vielleicht größte Pionierleistung ihres Jahrhunderts. Ein neuer Bildband zeigt bislang unveröffentlichte Fotos der Expedition.

The George Lowe Collection/ Knesebeck Verlag

Die ersten Worte von Edmund Hillary, als er am 29. Mai 1953 ins Hochlager 8 am Mount Everest zurückkehrte, sollen folgende gewesen sein: "George, wir haben den Bastard endlich bezwungen." Er sagte das zu seinem guten Freund George Lowe, der in den Tagen zuvor bei der Einrichtung der Route Übermenschliches geleistet hatte und als Fotograf die Expedition begleitete.

Zum 60-jährigen Jubiläum der legendären Erstbesteigung zeigt nun ein neuer Bildband teils unveröffentlichte Aufnahmen aus dem Schatz, den Lowe von der Expedition mitbrachte. Die historische Pionierleistung machte auch ihn berühmt und ließ "eine Art Mythos über meine Fähigkeiten entstehen", wie er selbst schreibt. Und das, obwohl er vorher nicht einmal professionell als Fotograf gearbeitet hatte.

Die Bilder gingen um die Welt und brachten viele Menschen dazu, ebenfalls von großen Abenteuern zu träumen. "Unsere Gipfelbesteigung war nicht das Ende der Everest-Geschichte, sondern ein neuer Beginn", schreibt Lowe, der in seinem Buch Kommentare von Zeitzeugen und Bergsteiger-Legenden versammelt.

Seit dem Mai 1953 wurde der Gipfel mehr als 6000-mal bestiegen, mehr als 3500 Menschen standen auf dem höchsten Punkt der Erde auf 8850 Metern Höhe. Längst entwickelte sich eine Art Massentourismus, weil heutzutage jedermann eine Gipfeltour buchen kann, wenn er das nötige Kleingeld besitzt. Ständig suchen Extremabenteurer nach neuen Superlativen am Mount Everest. Am Donnerstag wurde ein 80-jähriger Japaner zum ältesten Mensch, der je den Gipfel erreichte.

Mehr als 200 Menschen starben bei dem Versuch einer Besteigung, fast jedes Jahr kommen neue Todesfälle dazu, 2013 waren es bereits vier. "Ich zähle zu denen, die Glück hatten", schreibt Lowe. "Es gelang mir, wieder heil herunterzukommen."


TV-Tipp: Mehr zum Thema Everest sehen Sie am Sonntag bei SPIEGEL TV, 22.10 Uhr, RTL.

Ausstellungstipp: Die National Geographic Society widmet dem Jubiläum der Erstbesteigung eine Ausstellung in London am Oxo Tower Wharf. Bis 9. Juni werden dort historische Fotos gezeigt, darunter einige, die vorher noch nie zu sehen waren. Der Eintritt ist frei.

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insgesamt 9 Beiträge
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Gaston 23.05.2013
1.
Der Autor hat wohl die Raumfahrt vergessen. Diese beiden Herren haben nur einen (irdischen) Berg bestiegen!
pankraaz 23.05.2013
2. Etwas hirnrissig
genauso könnte man sich zum Ziel setzen, 200 m tief unter Wasser zu tauchen, ohne Sauerstoffflasche und stolz darauf sein, dann noch bla sagen zu können oder vom Hochhaus zu springen und zu überleben. Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens beinahe zu sterben - wir haben früher dazu Trips eingeworfen, war auch redht grenzwertig, tat nur nicht so weh.
kork22 23.05.2013
3. Hillary oder Tenzing
Es gab doch mal die Mutmaßung, dass nur Tenzing oben war und das Foto nicht von Hillary, sondern per Selbstauslöser aufgenommen wurde. Gibt es da eigentlich eine abschließende Klärung?
monty54 23.05.2013
4. Ist doch einfach.
Zitat von kork22Es gab doch mal die Mutmaßung, dass nur Tenzing oben war und das Foto nicht von Hillary, sondern per Selbstauslöser aufgenommen wurde. Gibt es da eigentlich eine abschließende Klärung?
Da müssen sie den CIA fragen. Die stecken sicher dahinter.
monty54 23.05.2013
5. Na prima.
Zitat von pankraazgenauso könnte man sich zum Ziel setzen, 200 m tief unter Wasser zu tauchen, ohne Sauerstoffflasche und stolz darauf sein, dann noch bla sagen zu können oder vom Hochhaus zu springen und zu überleben. Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens beinahe zu sterben - wir haben früher dazu Trips eingeworfen, war auch redht grenzwertig, tat nur nicht so weh.
Trips schlucken ist das Abenteuer der Faulen. Dazu braucht man noch nicht mal vor die Tür. Man konsumiert statt zu tun.
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