Lesertipps zu Museen: Forscher unter Glas

Von der ausgedienten Fischkonservenfabrik bis zur futuristischen Biosphäre: Auf der interaktiven Weltkarte von SPIEGEL ONLINE erzählen Leser von außergewöhnlichen Museen. Hier sind zehn Tipps für Ihren nächsten Bildungsurlaub.

Interaktive Reisekarte: Die Lieblingsmuseen unserer Leser Fotos
Corbis

Ein wenig Kultur kann auch im Urlaub nicht schaden: Überall auf der Welt finden sich großartige Museen, die einen Besuch wert sind. Moderne Kunst in Tel Aviv, eine Einführung in die Imkerei im Frankenland oder die blutige Geschichte Nordirlands - es gibt mehr auf Reisen zu sehen, als den Louvre oder die Tate Gallery.

Unsere Leser sind auf kulturelle Entdeckungstour gegangen. Ihre Empfehlungen haben sie in die interaktive Reise-Weltkarte von SPIEGEL ONLINE eingetragen. Hier finden Sie eine Auswahl der besten Lesertipps - jeweils mit direktem Link zur Empfehlung auf der Reisekarte.

Arizona-Tipp von FlorianK

Die Biosphere 2 wurde zur Erforschung einer von der Außenwelt unabhängigen Biosphäre in der Wüste Arizonas erbaut. 1991 zog ein Forscherteam für zwei Jahre in das Glashaus ein. Seit einiger Zeit ist es als Museumskomplex für die Öffentlichkeit zugänglich, Führungen werden angeboten. Noch immer werden von der University of Arizona kleinere Forschungsprojekte durchgeführt.

Israel-Tipp von McMathew

Das Tel Aviv Museum of Art zählt zu den Top-Adressen für internationale moderne Kunst in Israel. Eine der größten Attraktionen ist das architektonisch sehr reizvolle Herta and Paul Amir Building mit 19.000 qm Ausstellungsfläche.

Schottland-Tipp von Mikael

In Edinburgh kann man die Camera Obscura finden. Es ist ein mittelgroßes Erlebnismuseum, dass schon lange existiert und alle Besucher begeistert. Egal ob jung oder alt, mit Kindern oder ohne, jeder kann den Aufenthalt hier genießen. Vor allem optische Täuschungen werden hier präsentiert und interaktive Ausstellungsobjekte, aber natürlich auch die Camera Obscura selber. Eintritt um die acht Euro, Gepäck kann kostenlos abgegeben werden, Personal ist sehr freundlich.

Niedersachsen-Tipp von sonnesandundmeer

Ein tolles Ausflugsziel für Familien und Wanderer ist das Nationalparkhaus Wittbülten im Osten der Insel Spiekeroog. Wenn man vorher bei Wind und Wetter am Strand entlang gestapft ist, kann man sich hier im Kaffee bei einem leckeren Kaffee, Sanddornsaft oder Kuchen wieder stärken. Vor allem aber gibt es einen hochinteressanten "Museumsteil" in dem man ein großes Walskelett und viele Informationen rund um den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer findet.

Niederlande-Tipp von jahewa

In Warffum befindet sich das Freilichtmuseum Hoogeland. Das "hohe Land" verdankt seinen Namen dem Nordseeschlick, der sich hier nach der letzten Eiszeit in mehreren tausend Jahren bei Flut ablagerte. Schließlich sollten erst im Mittelalter die ersten Deiche das Land vor Springfluten schützen, die zuvor das Land bis an die Stadtmauern Groningens überfluten konnten. Die Nordsee brachte jedoch nicht nur Gefahren für Leib und Leben mit sich, sondern auch späteren Reichtum und Fruchtbarkeit.

Franken-Tipp von spon-facebook-10000221753

Das Zeidelmuseum in Feucht ist der Geschichte der Imkerei gewidmet, denn die Ursprünge der Marktgemeinde liegen in der mittelalterlichen Waldbienenzucht - dem Zeidelwesen. Heute ist das Zeidelmuseum eines der bedeutendsten europäischen Bienenmuseen. Einmal im Jahr organisiert das Museum zusammen mit den örtlichen Geschäftsleuten einen großen Zeidlermarkt.

Irland-Tipp von Connor Larkin

Dublin hat viele tolle Pubs und tolle Einkaufsstrassen und wer sein ganzes Geld dort gelassen hat, dem empfehle ich als Bildungs- und Kulturprogramm einen Besuch im Museum. Das National Museum bietet eine Ausstellung über Handwerkskunst und eine Ausstellung über den Osteraufstand bis zur Unabhängigkeit. Die National Gallery ist das staatliche Kunstmuseum mit Bildern von Van Gogh, Rembrand u.a., sowie Sonderaustellungen. Und beide Museen kosten keinen Eintritt!

Fuerteventura-Tipp von spon-facebook-1698219662

Salinas del Carmen ist ein kleines Dorf, südlich von Caleta de Fuste gelegen. Hier befindet sich eine Museumssaline, in der man heute anschauen kann wie bis in die Mitte der achtziger Jahre aus Meerwasser Salz gewonnen wurde. Rechts vom Museo de Sal ist das Skelett eines Finnwales ausgestellt, der hier gestrandet ist.

Kanada-Tipp von baerbel

North Pacific Cannery: Die älteste und am besten erhaltende Fabrik zur Lachskonservierung in British Columbia. Heute ist die Anlage mit ihren alten Maschinen und Wohnungen ein liebevoll eingerichtetes Museum. Zwei Touren bieten interessante Einblicke in das Leben und Arbeiten am Anfang des 20. Jahrhunderts.

Nordirland-Tipp von Lockbuch

Spätestens seit U2 ist der "Bloody Sunday" weltweit ein Begriff. Im Museum of Free Derry werden die Ereignisse des 30. Januar 1972, als das britische Militär 13 Demonstranten erschoss, minutiös geschildert. Auch über die nordirische Bürgerrechtsbewegung der sechziger und siebziger Jahre ist viel zu erfahren.

Und jetzt sind Sie dran: Veröffentlichen Sie mit wenigen Klicks Ihren Reisetipp auf der Reise-Weltkarte!

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insgesamt 2 Beiträge
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1. "Geheimtipp"
patras 13.05.2012
Alos, ich gucke mindestens einmal die Woche hier nach, ob die schönen Stellen, die ich kenne, schon als "Geheimtipp" genannt sind. Ich reise seit gut 30 Jahren und habe bei erneuten Besuchen die sogenannten Geheimtipps von vor einigen Jahren mit Entsetzen festgestellt, was daruas geworden ist: Überfüllt, laut, unerträglich. Ich finde diese ganze Aktion mit Wieitererzählen von den schönen Flecken der Erde ganz grauenvoll. Aber ich muss wirklich dabei feststellen, dass die meisten Tipps von Orten, die ich selber kenne, eben an den wirklich schönen Flecken haarscharf vorbei gehen. Wer die Welt entdecken will, so richtig und echten Kontakt sucht zu der dort gebotenen Natur, den Menschen, den Kulturen, der macht sich auf und läuft der Nase und dem Instinkt nach. Und das wird immer so bleiben. Für mich selbst: Ich werde niemals irgendwelchen "Geheimtipps" hinterherfahren, besonders wenn sie vor einem Millionenpublikum ausgebreitet werden. Und ich werde niemals irgendwelche Geheimtipps geben. Ein Beispiel: Vor vielen Jahren war ich auf der Insel Iraklia unterhalb von Naxos. Ein Traum, kann man nicht anders sagne. Heute fahre ich manchmal mit der Fähre zu meinen "Geheimorten" vorbei und könnte jedesmal heulen, was aus diesem Traum geworden ist. Und so wird es mit vielen Orten so gehen, die man dem Massentourismus feilbietet.
2. Griechenland...
Layer_8 13.05.2012
Zitat von patrasAlos, ich gucke mindestens einmal die Woche hier nach, ob die schönen Stellen, die ich kenne, schon als "Geheimtipp" genannt sind. Ich reise seit gut 30 Jahren und habe bei erneuten Besuchen die sogenannten Geheimtipps von vor einigen Jahren mit Entsetzen festgestellt, was daruas geworden ist: Überfüllt, laut, unerträglich. Ich finde diese ganze Aktion mit Wieitererzählen von den schönen Flecken der Erde ganz grauenvoll. Aber ich muss wirklich dabei feststellen, dass die meisten Tipps von Orten, die ich selber kenne, eben an den wirklich schönen Flecken haarscharf vorbei gehen. Wer die Welt entdecken will, so richtig und echten Kontakt sucht zu der dort gebotenen Natur, den Menschen, den Kulturen, der macht sich auf und läuft der Nase und dem Instinkt nach. Und das wird immer so bleiben. Für mich selbst: Ich werde niemals irgendwelchen "Geheimtipps" hinterherfahren, besonders wenn sie vor einem Millionenpublikum ausgebreitet werden. Und ich werde niemals irgendwelche Geheimtipps geben. Ein Beispiel: Vor vielen Jahren war ich auf der Insel Iraklia unterhalb von Naxos. Ein Traum, kann man nicht anders sagne. Heute fahre ich manchmal mit der Fähre zu meinen "Geheimorten" vorbei und könnte jedesmal heulen, was aus diesem Traum geworden ist. Und so wird es mit vielen Orten so gehen, die man dem Massentourismus feilbietet.
...war für mich am Schluss zu heulen. Selbst kurz vor der Wirtschaftskrise als es den Griechen noch scheinbar gut ging. Dies sagt jemand, der 1980, 16 Jahre alt, und mit Interrail-Ticket zum ersten mal dahin gefahren ist... Und jetzt kenne ich noch "Geheimtipps" in Süd- und Südostasien. Aber keine in Thailand mehr. Dort ists auch so wie in Griechenland geworden. Und ich war dort zum erstenmal 1990. Ko Phi Phi. Wahnsinnig schön war das. Und heute?
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