Nanga Parbat in Pakistan Extrembergsteiger brechen Achttausender-Winterbesteigung ab

Der andauernde Schneefall macht eine Besteigung unmöglich: Die Abenteurer Simone Moro und Denis Urubko müssen ihren Versuch aufgeben, den Nanga Parbat im Winter zu erklimmen. "Die Natur war stärker als wir", sagen die Bergsteiger.

The North Face / Matteo Zanga

Ein Erfolg im Winter am Nanga Parbat wäre eine alpinistische Sensation gewesen, doch das Wetter ließ keinen Besteigungsversuch des Gipfels zu: Die Extrembergsteiger Simone Moro (Italien) und Denis Urubko (Kasachstan) mussten nach 51 Tagen in der Kälte ihren Plan aufgeben, den Gipfel in diesem Winter zu erreichen.

In einem YouTube-Video berichtet ein sichtlich enttäuschter Moro von den Gründen für die Entscheidung: "Wir haben hier ausgehalten, aber die Natur war stärker als wir", sagte Moro. Der Wetterbericht sage für die nächsten zwei Wochen Schneefall voraus. "Deshalb haben wir beschlossen, die Expedition abzubrechen. Wir sind höhere Risiken eingegangen, mehr als sonst, aber die Situation ändert sich nicht."

Unter eisigen Bedingungen hatten Moro und Urubko zusammen mit dem Fotografen Matteo Zanga seit dem 26. Dezember an dem Berg im pakistanischen Westhimalaja Routen und drei Camps eingerichtet, das höchste auf 6600 Metern. Seit dem 27. Januar hatte das Schneewetter sie gezwungen, im Basecamp auf 4200 Metern auszuharren. Auch eine polnische Expedition wollte in diesem Jahr auf den Gipfel steigen, sie musste ebenfalls aufgeben.

Der Nanga Parbat ist 8125 Meter hoch und gilt als einer der schwierigsten der insgesamt 14 Achttausender. Er wird auch als "Schicksalsberg der Deutschen" bezeichnet, weil hier viele deutsche Bergsteiger verunglückten. Seine Erstbesteigung gelang dem Tiroler Hermann Buhl im Jahr 1953.

Winterbesteigungen von Achttausendern gelten als einer der letzten Bereiche des Alpinismus, in denen noch Lorbeeren zu erringen sind. Moro und Urubko zählen zu den erfahrensten Bergsteigern auf diesem Gebiet, im vergangenen Jahr waren sie auf dem Gasherbrum II erfolgreich. In dieser Wintersaison hatte zuvor bereits eine russische Expedition am K2 aufgegeben, weil einer der Bergsteiger im Basecamp infolge schwerer Erfrierungen gestorben war.

sto



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insgesamt 3 Beiträge
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marypastor 14.02.2012
1. Hat nicht geklappt,
Zitat von sysopCory RichardsDer andauernde Schneefall machte eine Besteigung unmöglich: Die Abenteurer Simone Moro und Denis Urubko mussten ihren Versuch aufgeben, den Nanga Parbat im Winter zu erklimmen. "Die Natur war stärker als wir", sagten die Bergsteiger. http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,815246,00.html
interessiert aber wohl kaum jemanden. Was mich aber interssiert ist, wie finanzieren diese Leute ihre Unternehmen ? Nur mal eben mit voller Ausruestung 51 Tage da rumhocken kostet ein Vermoegen.
zoon.politicon 15.02.2012
2. "Gar nicht so teuer, aber lebensgefährlich"
Zitat von marypastorinteressiert aber wohl kaum jemanden. Was mich aber interssiert ist, wie finanzieren diese Leute ihre Unternehmen ? Nur mal eben mit voller Ausruestung 51 Tage da rumhocken kostet ein Vermoegen.
So teuer nun auch nicht, der DAV-Summit-Club bietet eine Nanga-Parabat-Besteigung (47 Tage) ab/bis Frankfurt für 7950 € an. Wer bedenkt, wieviele Tote es bereits am "Schicksalsberg der Deutschen" bis zur Erstbesteigung durch Hermann Buhl 1953 gegeben hat, sollte sich aber wohl mit der Buchung zurückhalten.
sackpfeife 15.02.2012
3.
Zitat von marypastorinteressiert aber wohl kaum jemanden. Was mich aber interssiert ist, wie finanzieren diese Leute ihre Unternehmen ? Nur mal eben mit voller Ausruestung 51 Tage da rumhocken kostet ein Vermoegen.
Kein Spitzenbergsteiger kommt ohne Sponsoren aus. Dazu schreiben sie oft Bücher und halten Vorträge. Reich wird dabei keiner. Zudem stehen sie unter ungeheurem Druck, weil die Sponsoren Erfolge sehen wollen. Das wird aber immer schwieriger, weil schon alle Berge bestiegen und alle Routen geklettert sind. Dann versucht man sowas eben im Winter.
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