"Katapult" in Queenstown Bungee-Jumping war gestern

Ein Neuseeländer hat einst das Bungee-Seil erfunden - nun gibt es auf der Südinsel eine neue Attraktion: ein "Katapult", das Adrenalinjunkies mit bis zu 100 km/h in eine Schlucht schleudert.

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Wer schon einmal einen Bungee-Sprung gewagt hat, kennt das Gefühl: Man steht vorne auf dem schmalen Steg viele Meter über der Erde, an Brustgurt und Füßen ein dickes Seil. Blick ins Leere, Arme ausgebreitet. Irgendjemand zählt von zehn abwärts - und dann muss man sich ganz schön überwinden und sich einfach fallen lassen.

"Adrenalin pur!", würden jetzt die meisten sagen. Doch da gibt es auch die, denen das noch lange nicht genug ist. Für solche gibt es jetzt noch mehr: Eine neuseeländische Firma hat ein Freizeiterlebnis erfunden, das den Springer zusätzlich noch beschleunigt wie eine menschliche Kanonenkugel.

Das sogenannte Nevis Catapult hängt über einem abgelegenen Tal in der Nähe der Stadt Queenstown auf der Südinsel Neuseelands. Abenteuerlustige Besucher schwingen an einem Gummiseil 150 Meter in die Schlucht. Dabei erreichen sie eine Geschwindigkeit von 100 km/h in 1,5 Sekunden, bevor sie wie beim Bungee-Sprung zu einem abrupten Halt kommen. Das etwa drei bis vier Minuten dauernde Abenteuer kostet umgerechnet knapp 150 Euro.

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Erfunden wurde das Katapult von der neuseeländischen Firma AJ Hackett Bungy New Zealand. A.J. Hackett machte das Bungee-Jumping vor rund 30 Jahren populär, als er ein sehr belastbares Gummiseil entwickelte, das er in den Achtzigerjahren zunächst in Neuseeland testete. 1987 sprang Hackett von der zweiten Ebene des Eiffelturms in Paris.

kry/dpa

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DerBonsai64FFM 08.08.2018
1. Jau nech...?
Nicht nur Freizeit-Vergnügen... Der kürzeste Weg nach Sylt: https://www.youtube.com/watch?v=4Z2_gZkyHKY denn man tau, nech? ;-)
n8f4ll 08.08.2018
2. Queenstown
Ist eine sehr schöne Stadt. Bitte n damals dort das erst mal Fallschirm gesprungen. Auch wenn ich sonst eher in der Natur unterwegs bin, war ein bisschen Adrenalin mal ganz spannend... Würde es wohl mal ausprobieren beim nächsten Trip runter.
RalfBukowski 08.08.2018
3. Katapult...
...naja, so ein richtiger Abschuß ist das ja nicht, mehr ein Auslösen und Fallen. Da fand ich das Sky-Katapulting am Kran in Hamburg (Heiligengeistfeld) doch interessanter. Da wurden die Menschen regelrecht nach oben geschossen... Mal abgesehen davon, dass all diese Leute einen Schuß haben.
MarkusW77 09.08.2018
4.
so ähnlich habe ich das schon 1994 mit 17 Jahren gemacht. Ok, auf unserer Kirmes, am Kran hängend, der Korb in 60 mtr Höhe. Man wird unten stehend an einem Gewicht angebunden, der Korb wurde hochgezogen und dann löste ein MA unten den Haken aus. Bin dann so gut 70-75 mtr hoch am Korb vorbeigeflogen- irres Gefühl, vor allen Dingen als es wieder runter ging, man stand so gut gefühlt 1-2 sec in der Luft :-) Warum die Fluglinie neben dem Korb her geht kann ich mir heute nicht mehr erklären, aber scheints ja noch zu geben
Wolfer 10.08.2018
5. In Neuseland erfunden . . . ?
Nein, das Bunjijumping haben sich die Neuseelaeder von den Papua Neuguinern abgeguckt. Die haben sich lange Schlingplfanzen um die Fuesse gewickelt und sind dann von hohen Holztuermen in die Tiefe gesprungen.
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