Verspätung durch Enteisung Fluglinie muss Entschädigung zahlen

Ein Fluglinie muss dafür sorgen, dass das Flugzeug rechtzeitig abhebt, andernfalls wird Schadensersatz fällig. Verzögerungen bei der notwendigen Enteisung gilt dabei nicht als Ausrede.

Verkehr auf dem Flughafen in Frankfurt am Main
DPA

Verkehr auf dem Flughafen in Frankfurt am Main


Wenn sich ein Flugzeug wegen einer nötigen Enteisung deutlich verspätet, steht den Passagieren eine Entschädigung zu. Die Fluggesellschaft kann sich nicht auf außergewöhnliche Umstände berufen, auch wenn die Enteisung sich unerwartet verzögert, entschied das Amtsgericht Frankfurt am Main. Die Maßnahme gehöre zu den Pflichten einer Airline. Über das Urteil berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift "ReiseRecht aktuell".

In dem verhandelten Fall hatte die Klägerin ihr Reiseziel Mexiko erst mit einem Tag Verspätung erreicht. Der Grund: Der Zubringerflug von Frankfurt nach München hatte sich verspätet, da die Maschine vor dem Abflug zunächst enteist werden musste. Die Airline argumentierte, sie habe dies nicht beeinflussen können. Das Gericht sah das anders. Die Klägerin bekam eine Ausgleichszahlung von 600 Euro zugesprochen.

Az.: 31 C 3832/15 (83)

mik/dpa



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