Skifahren in den Rocky Mountains: Sessellift ins Schlaraffenland

Der Schnee türmt sich sechs Meter hoch, die Preise sind im Keller: In den Rocky Mountains werden Skifahrer mit weißen Pulverteppichen, pfeilschnellen Liften und frisch gebackenen Keksen verwöhnt. Zehn Gründe für einen Winterurlaub in den USA.

Skifahren in den USA: Winterparadies Rocky Mountains Fotos
Park City

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Natürlich ist ein Wintersporturlaub in den Alpen wunderbar. Doch für echte Skifans geht es immer noch ein Stück besser. Mehr Schnee, schönere Hänge, besser gepflegte Pisten: Die Rockies setzen in vieler Hinsicht noch einen drauf. Hier finden Sie zehn Argumente dafür, dass sich die lange Anreise lohnt.

1. Schnee

Powder statt Pappschnee: In den Rocky Mountains schneit es tatsächlich häufiger als in den Alpen - sechs Meter in den Hochlagen sind keine Seltenheit. Die extrem niedrige Luftfeuchtigkeit von 30 bis 40 Prozent sorgt für die Entstehung des federleichten Champagne Powder, der die Tiefschneefans um den Verstand bringt. Und: Die meisten Skigebiete liegen sehr hoch, etwa zwischen 2500 und 3500 Metern - das verspricht eine lange Saison mit Top-Schneebedingungen bis zum letzten Tag.

2. Pisten

Samtteppiche in Weiß: Auch wenn in den Alpen-Skigebieten die Qualität der Pistenpflege gewaltig aufgeholt hat, sind die Amerikaner in dieser Hinsicht noch weit voraus. Mit enormem Aufwand wird Nacht für Nacht der Schnee umgepflügt und glatt gebügelt, damit die Skifahrer am nächsten Morgen eine jungfräuliche Pulverschneepiste unter den Brettern haben. Viele Skigebiete bieten sogenannte Signature Runs an, eine morgendliche Abfahrt für Frühaufsteher auf der unverspurten Piste. Eisplatten kennt man im amerikanischen Westen dank des trockenen Schnees nur vom Hörensagen - und von den berüchtigten und vereisten Skigebieten an der amerikanischen Ostküste.

3. Service

Skibutler für alle: Keine Liftfahrt, ohne dass einem gut gelaunte Menschen ein nettes Wort mit auf den Weg geben. Die Freundlichkeit haut einen um. Auf dem Weg vom Skibus zum Lift stehen Leute, die einem ofenwarme Cookies oder einen Becher heißen Zimtapfelsaft reichen - gratis natürlich.

Die Busfahrer haben stets einen witzigen Spruch auf den Lippen, auch wenn sich der eine oder andere Skifahrer mal ungeschickt anstellt. Ihre Hilfsbereitschaft stellen die Amerikaner auch gerne unter Beweis: In vielen Hotels lassen es nette Ski Valets gar nicht erst zu, dass man seine Ski selbst trägt. Und im Skiverleih wird man von jungen Männern bestens beraten und mit dem gewünschten Leihmaterial versorgt.

4. Liftfahren

Drängelfreie Zone: Nahkampferprobte Alpen-Skifahrer werden aus dem Staunen nicht herauskommen, wenn sie in einer amerikanischen Liftschlange stehen. Alles verläuft in wohlgeordneten Bahnen. Warteschlangen sind unbekannt. Keiner steigt dem anderen auf den Ski-Enden herum.

Wird von zwei Seiten angestanden, halten sich die Skifahrer selbstverständlich an das Reißverschlusssystem. Einzelfahrer reihen sich in die Single Line ein und füllen die leeren Plätze im Sessellift. Die Fahrt wird kurzweilig - nicht nur wegen der pfeilschnellen Lifte, sondern auch weil man mit den kontaktfreudigen Amerikaner sofort ins Gespräch kommt.

5. Sicherheit

Rasern geht es an den Kragen: Der Pistenverkehr ist mustergültig geregelt. Auf den viel befahrenen Hauptpisten in Talnähe oder an den Lifteinstiegen fordern gut sichtbare Slow Zones zu vorsichtigem Fahren auf. Bei Rasern und Rowdies macht die Ski Patrol kurzen Prozess und kassiert den Skipass ein.

6. Tree Skiing

Wedeln durch den Birkenwald: Die Baumgrenze in den Rockies liegt mit etwa 3600 Metern deutlich höher als bei uns. Das heißt, dass die meisten Pisten durch breite Waldschneisen führen. Spaß hoch zehn ist also garantiert, wenn man im daunenweichen Schnee zwischen den Birken talwärts wedelt.

7. Fun-Faktor

Spaß statt Schönfahrzwang: Von den amerikanischen Skifahrern kann man sich einiges abschauen, unter anderem, dass der Pistenauftritt nicht immer perfekt sein muss. Wenn sie einmal einen Steilhang hinunterpurzeln, klauben sie unten ihre sieben Sachen zusammen und resümieren gut gelaunt: "That was great!" - anstatt zu grübeln, welchen Fahrfehler sie da oben nun begangen haben.

8. Wildwest-Atmosphäre

Wildwest-Feeling im Schnee: Viele der Skiorte sind ehemalige Western- oder Silberminenstädtchen, die durchaus noch den Flair der Jahrhundertwende spüren lassen. Aspen, Breckenridge, Telluride, Crested Butte oder Park City haben diesen Charme, was durch die passende Kneipenszene untermauert wird. Oder in Jackson Hole in Wyoming, wo in urigen Westernkneipen und Saloons Countrybands spielen und die Cowboys aus der Umgebung zum Feierabendtanz kommen.

9. Unterkünfte und Wellness

Vom Bett in den Whirlpool: Vergessen Sie sardinenbüchsengroße Zimmer. Meistens sind die Hotelzimmer wesentlich geräumiger als in den Alpen. Auch einfachere Anlagen verfügen über einen Whirlpool im Freien, in dem die Skifahrer ihre müden Beine wieder auf Vordermann bringen können und mit den anderen die Erlebnisse des schönen Skitags austauschen.

10. Dollarkurs

Aspen und Co. sind zurzeit erschwinglich: Der Wechselkurs des amerikanischen und kanadischen Dollars steht immer noch günstig. Das ermöglicht den Veranstaltern Arrangements mit Flug, Unterkunft und Skipass anzubieten, die mit dem Preisniveau am Arlberg oder in der Schweiz durchaus vergleichbar sind. Sieben Übernachtungen mit Skipass gibt es ab rund 700 Euro, der Flug kommt dazu.

Do you speak ski?
Auch wenn Sie gut Englisch können - diese Begriffe haben Sie in der Schule wahrscheinlich nicht gehört:

Die Hänge heißen in den USA SLOPES, zu den Abfahrten sagt man RUNS. Buckelpisten-Experten toben sich in den MOGULS aus, die plattgebügelten breiten Pisten sind GROOMED RUNS. Die HIGH SPEED QUADS sind die pfeilschnellen Sessellifte. Mit TRAM bezeichnet man eine Kabinenbahn, mit GONDOLA die Gondelbahn. Ein paar wenige Schlepplifte gibt's auch noch, die heißen dann T-BARS. An den Lifteinstiegen kann man sich an der KLEENEX CORNER kostenlos am Taschentuch-Spender bedienen. Die Leihski bekommt man im SKI RENTAL, im Mietpreis sind die POLES, die Skistöcke, meist inbegriffen. Und wer seine Skibrille vergessen hat, der kauft sich GOGGLES. AMBASSADORS sind kostenlose Skiführer, die Gästen die besten Pisten zeigen.

Brigitte von Imhof, SRT

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insgesamt 52 Beiträge
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1. ???
janne2109 31.12.2011
Zitat von sysopDer Schnee türmt sich sechs Meter hoch, die Preise sind im Keller: In den Rocky Mountains werden Skifahrer mit weißen Pulverteppichen, pfeilschnellen Liften und frisch gebackenen Keksen verwöhnt. Zehn Gründe für einen Winterurlaub in den USA. Skifahren in den Rocky Mountains: Sessellift ins*Schlaraffenland - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise (http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,806121,00.html)
das glaube ich jetzt nicht, Spon veröffentlicht einen positiven Artikel über Amerika als (Reise)-land?? Und mit einem mal findet man die freundliche Art der "Hilfeleister" auch gut und der Schreiber regt sich nicht über die sprichwörtliche gute Laune der Mitarbeiter auf?? Was ist passiert?? Artikel stimmt mit jedem Wort, wenn auch Aspen nicht unbedingt zu den preiswerteren Orten gehört. Aber (Ski)-Spass bringen alle genannten Orte, kein Vergleich zu den vermufften Orten in Deutschland und Österreich. Ich kann jedem Skifahrer der Fun haben will nur Amerika und Kanada empfehlen.
2. Das ist nackter Wahnsinn
will-shakespeare 31.12.2011
Zitat von sysopDer Schnee türmt sich sechs Meter hoch, die Preise sind im Keller: In den Rocky Mountains werden Skifahrer mit weißen Pulverteppichen, pfeilschnellen Liften und frisch gebackenen Keksen verwöhnt. Zehn Gründe für einen Winterurlaub in den USA. Skifahren in den Rocky Mountains: Sessellift ins*Schlaraffenland - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise (http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,806121,00.html)
Der SPIEGEL wirbt dafür, zum Skiurlaub per Langstreckenflug für einen Dumpingpreis in die USA zu jetten? Für mich ist das unfassbar. Ich frage mich, welche wohlstandsüberreizte und umweltpolitisch blinde Zielgruppe der SPIEGEL mittlerweile anvisiert. Es ist grotesk und hemmungslos, aber nach den Gesetzen des geheiligten "Marktes" vermutlich konsquent, der Leserschaft so einen Totalfrevel als Schnäppchen anzupreisen. Unser (Welt)wirtschaftssystem muss in der Tat extrem krank sein, wenn so etwas überhaupt angeboten werden kann. Wenn auf der anderen Seite vor den Gefahren des globalen Klimawandels, der ja maßgeblich durch Langstreckenflüge befeuert wird, gewarnt wird,kann man sich nur an den Kopf fassen. Soll das ein Konjunkturprogramm für die "notleidende" Air Berlin sein?
3. Heißer Tipp für Skifans in Montana
sternenfan 31.12.2011
Wer über einen Skitrip in die USA nachdenkt, sollte Big Mountain / Whitefish in Montana mal genauer ansehen. Ein herrliches Skigebiet mit einem atemberaubenden Blick über das Flathead Valley und wunderbaren Schneequalitäten. Per Flugzeug schnell zu erreichen. Der Kalispell International Airport ist gerade mal 10 Kilometer entfernt. Whitefish Mountain Resort at Big Mountain in Whitefish, Montana (http://skiwhitefish.com/) Für mich immer noch ein Geheimtipp und immer gerne wieder
4.
mirrorman3 31.12.2011
Zitat von sysopDer Schnee türmt sich sechs Meter hoch, die Preise sind im Keller: In den Rocky Mountains werden Skifahrer mit weißen Pulverteppichen, pfeilschnellen Liften und frisch gebackenen Keksen verwöhnt. Zehn Gründe für einen Winterurlaub in den USA. Skifahren in den Rocky Mountains: Sessellift ins*Schlaraffenland - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Reise (http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,806121,00.html)
Wo ist der Sinn für diesen Artikel? Überbezahlte Singles und kinderlose Paare sollen schnell noch ein wenig die Umwelt verpesten mit ihrer Fliegerei?
5. Drängelfreie Zonen auch in Skandinavien
ekenkis 31.12.2011
Zitat Drängelfreie Zone: Nahkampferprobte Alpen-Skifahrer werden aus dem Staunen nicht herauskommen, wenn sie in einer amerikanischen Liftschlange stehen. Alles verläuft in wohl geordneten Bahnen...Keiner steigt dem anderen auf den Ski-Enden herum. Zitatende Von vielen Schiereisen nach Geilo, Norwegen und Åre (nahe Östersund), Schweden kann ich berichten, die einfachste Art einen Deutschen dort zu erkennen ist, wenn jemand einem auf den Skienden rumtrampelt :-) Unter Skandinaviern geht der Spruch, wenn man in den Alpen war: Ach, dann sind deine Skienden jetzt mehr verschlissen, als deine Spitzen...:-) Wenn Sie Gelassenheit in den Skiliftschlangen und relativ alkohlfreie Pisten suchen, dann versuchen Sie es mal mit Aare. Für nicht Abfahrtsläufer gibt endlose Langlaufpisten, Reitmöglichkeiten, was im Schnee seinen Reiz hat, Segelflugmöglichkeiten mit Start vom zugefrorenen See, Schneeskooterfahren, Eislochfischen und natürlich Wellness und Sauna mit im Schnee wälzen. Flug Stockholm-Östersund 2,5 h, ca 560 km, Bus Östersund-Åre 1 h, gut 100 km, März, April, gelegentlich Mai, ist die beste Zeit. Man spricht kein Deutsch, aber mit Englisch kommen Sie gut zurecht. Mal auf "Åre " googeln. Abfahrten gibts für alle, mit schon und noch nicht gerissenen Kreuzbändern. Hier Pistenkarten. Piste map - Skistar.com (http://www.skistar.com/en/Are/Skiing/Pistemap/) Die skandinavische Gelassenheit, und damit Entschleunigung, wiegt die oftmals in unseren europäischen Augen eher hektische amerikanische Freundlichkeit und die auf Trinkgeld basierte Dienstbeflissenheit des Servicepersonals auf. Give it a try :-)
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