Von Petra Truckendanner
Paris - Der New Yorker Street-Art-Künstler Kurt Perschke tourt mit seinem "Red Ball" seit zwölf Jahren durch die Welt. In Abu Dhabi setzte er den riesigen Luftballon auf die Spitze einer alten Festung und beförderte ihn durch die Wüste. In Barcelona zwängte er ihn zwischen Hausfassaden. Sein knallroter Ball war auch schon in Chicago, Taipeh, Sydney und London zu sehen. Jetzt rollt er durch Paris.
"Paris hat mich besonders gereizt", sagt Perschke. "Ich spiele gern mit Architektur und der Historie der Stadt." Die französische Metropole sei schließlich schon immer Anziehungspunkt für Künstler aus aller Welt gewesen. "Zudem ist die Stadt ein wichtiges Zentrum für Street-Art."
Seit vergangenem Donnerstag tourt die aufblasbare Skulptur durch Paris. Der riesige Ballon soll insgesamt sieben Tage an sieben verschiedenen Stellen auftauchen. Die knapp 210 Kilo schwere Kugel ist mit einem Durchmesser von 4,6 Metern kaum zu übersehen. Endstation in Paris ist der Luxemburg-Garten am Sonntag.
Perschke beobachtet die Reaktionen der Passanten, die bislang überall auf der Welt stets wie magisch angezogen auf seinen roten Ball zusteuern. Die meisten begnügen sich mit einem schönen Foto. Manche erkundigen sich beim Künstler nach dem nächsten Standort des "Red Balls". Andere gehen es lieber körperlich an, berühren das Objekt oder springen gar mit voller Wucht gegen den weichen Luftballon.
Kurt Perschke möchte mit seiner interaktiven Street-Art auch nach Deutschland kommen. "Berlin wäre bestimmt phantastisch." Es könne aber auch ganz woanders sein. "Noch wichtiger als der Ort ist für mich die ständige Bewegung. Das ist das Konzept meiner Kunst."
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