Curry, Laksa, Burger: Singapur feiert die Straßenküche

Ob die Jolly Jeeps auf den Philippinen, Garküchen in Bangkok, Food Trucks in Washington - in jedem Land gibt es eine typische Straßenküche. Der erste Street-Food-Kongress in Singapur will sich dem größten kulinarischen Phänomen der Welt widmen.

Street Food weltweit: Nudelsuppen, Burger und Currys Fotos
Getty Images

Nur wenige Eindrücke, die man aus einem fremden Land mit nach Hause trägt, sind so nachhaltig wie die kulinarischen. Wie der Duft von Koriander aus der thailändischen Küche etwa, die perfekte Crema eines italienischen Cappucinos oder die Schärfe mexikanischer Tacos. Jedes Land hat sein typisches Street Food - Gerichte also, die auf den Straßen der Welt auf die Schnelle zubereitet und verzehrt werden. Und die inoffizielle Hauptstadt der Garküchen ist Singapur mit seinen Hawker Centern, den Essensmärkten.

Der asiatische Stadtstaat richtet daher noch bis zum 9. Juni den ersten Kongress weltweit aus, der der einfachen Straßenküche gewidmet ist. "Es ist die größte, beliebteste und dennoch am wenigsten organisierte kulinarische Kultur der Welt", schreiben die Veranstalter. Sie sei genauso Teil des kulturellen Erbes wie Musik oder Kunst. "Wir haben den Luxus, eine blühende Küchenszene genießen zu können. Doch was tun wir dafür, das bedrohte kulinarische Erbe zu erhalten?"

Auf dem World Street Food Congress kochen 35 Köche zehn Tage lang die Spezialitäten ihrer Länder. Datuk Kenny Chan aus Malaysia etwa stellt sein Gericht Nasi Ulam vor: gedämpfter Reis mit Makrele und Garnele. Aaron Sanchez aus Mexiko serviert das Frühstücks-Taco Alhembre del Rey mit Rindfleisch und Schinken. Außerdem stellen Experten aus der Tourismusbranche, Industrie und Handel ihre Ideen, ihr Handwerk und ihre Pläne vor und diskutieren auch über kritische Aspekte der Straßenküchen.

Unter den Sprechern sind auch Spitzenköche wie Claus Meyer, Mitinhaber des Zwei-Sterne-Restaurants Noma in Kopenhagen, und Fernsehköche wie Johnny Chan aus China und Anthony Bourdain aus New York. Ziel der Veranstalter ist es, "das größte kulinarische Phänomen der Welt zu erhalten, zu professionalisieren und neue Möglichkeiten zu schaffen".

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1. Grauenvolle Fotos
earl grey 06.06.2013
Zitat von sysopGetty ImagesOb die Jolly Jeeps auf den Philippinen, Garküchen in Bangkok, Food Trucks in Washington - in jedem Land gibt es eine typische Straßenküche. Der erste Street-Food-Kongress in Singapur will sich dem größten kulinarischen Phänomen der Welt widmen. http://www.spiegel.de/reise/fernweh/street-food-singapur-feiert-die-strassenkueche-a-903967.html
Grauenvolle Fotos in der Bilderstrecke...vor allem wenn man Hunger hat und die asiatischen Garküchen allem anderen auf der Welt vorzieht... da denk ich nix Böses, klicke mich mal eben auf SPON ein und dann solche Bilder. Das ist grausam - aber auch unheimlich SCHÖÖÖÖN.
2. Alles gut und schoen.
marypastor 06.06.2013
Zitat von sysopGetty ImagesOb die Jolly Jeeps auf den Philippinen, Garküchen in Bangkok, Food Trucks in Washington - in jedem Land gibt es eine typische Straßenküche. Der erste Street-Food-Kongress in Singapur will sich dem größten kulinarischen Phänomen der Welt widmen. http://www.spiegel.de/reise/fernweh/street-food-singapur-feiert-die-strassenkueche-a-903967.html
Aber Strassenkuechen gehoeren in den Bereich Strassenhaendler. Eine oekonomische Sub-Kultur, die Strom klaut, keine Steuern zahlt, die Buergersteige blockiert und viel Muell produziert. In Mexico macht der illegale Strassenhandel fast 40 % der volkswirtschaftlichen Leistung aus.
3. Sehr gut, sehr schoen!
sonorian 06.06.2013
Marypostor...wer die kulinarischen Koestlichkeiten Asiens nicht kennt, und gleich mit Mexiko vergleicht, ist vielleicht doch besser in den sauberen teutschen Landen aufgehoben? Dort gibt's dann zur Belohnung lebenslang Currywurscht und Doener-schlapp!
4. Der letzte Absatz brachte die Erleuchtung
KuGen 06.06.2013
Da wollen wieder einmal ein paar Profis den Nektar saugen. Sie wollen "professionalisieren". Damit ist das Ende der guten Strassenküche in Sicht. m-,
5. Schon richtig.
marypastor 06.06.2013
Zitat von sonorianMarypostor...wer die kulinarischen Koestlichkeiten Asiens nicht kennt, und gleich mit Mexiko vergleicht, ist vielleicht doch besser in den sauberen teutschen Landen aufgehoben? Dort gibt's dann zur Belohnung lebenslang Currywurscht und Doener-schlapp!
Aber auf der Strasse essen ist mit hygienischen Risiken verbunden. Vor allem in tropischen Zonen. Ich habe es in Mexiko oefter gemacht, aber nach mehreren fiesen Darminfektionen schnell aufgegeben. Einen guten Taco kriegen sie auch im Nobelrestaurant. Da ist allerdings dann die Folkore weg. Und darum geht's ja wohl.
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