Tipps für Familien, Abenteurer, Schnorchler Fünfmal im Rausch der Tiefe

Wo tauchen Familien am besten ab? Wo finden Entdecker unberührte Unterwasserlandschaften? Und wo kommen Schnorchler und Buckelwale zueinander? Fünf Tipps für den idealen Tauchspot.

Werner Thiele

Von Linus Geschke


Für Abenteurer: Südafrika

Die Brandung ist gewaltig, der Himmel grau, das Meer eher bedrohlich als einladend: Südafrika ist kein Land für Taucher, die es relaxt und entspannt wollen, selbst an Sonnentagen nicht. Wer hier hinkommt, weiß schon vorher, was ihn erwartet - raue See, wilde Ausfahrten und Tauchgänge voller Adrenalin.

Ein paar Meilen von der Küste entfernt werden die Taucher ins Meer gelassen. Protea Banks heißt der Platz, und er ist legendär. Einer der besten Spots, wenn es um die wirklich großen Kerle geht. Bullenhaie hat Tauchbasenchef Roland Mauz versprochen, die hier "Zambezi-Sharks" genannt werden, weil sie häufig weit in den gleichnamigen Fluss eindringen.

Die Bedingungen unter Wasser sind ideal, zumindest für die Haie. Spätestens in 15 Meter Entfernung verschwimmt jede Kontur; die kräftige Strömung rüttelt an den Atemreglern. Der erste Hai, der vorbeikommt, gehört noch zu den kleineren Arten: ein Schwarzspitzenhai von vielleicht anderthalb Meter Länge, unruhig, wachsam. Dann kommen die Großen: Ein Bullenhai allein ist schon majestätisch, zwei wirken beeindruckend, drei sind furchteinflößend. Jetzt sind es fünf - und als sich noch eine lebende Wand aus Hammerhaien dazugesellt, ist der Schwarzspitzenriffhai nicht mehr der Einzige, der ein wenig unruhig wird.

"Respekt ist angebracht, schließlich sind das große Raubtiere", sagt Mauz später. "Aber Angst braucht man keine zu haben, sofern man sich vernünftig verhält." Und die Statistik gibt ihm Recht: Seit 1994 bringt die Basis Taucher zu den Protea Banks - gebissen wurde noch keiner.

Sandtigerhai vor den Protea Banks: Große Zähne, neugieriger Blick
Beo Brockhausen

Sandtigerhai vor den Protea Banks: Große Zähne, neugieriger Blick

Warum Südafrika?

Um das Tauchen vor Südafrika zu beschreiben, genügen vier Buchstaben: Haie - und zwar kommen sie in einer solchen Anzahl vor und sind mit einer solchen Zuverlässigkeit sichtbar, dass dies alle Nachteile vergessen macht. Dazu kommt, dass eine Reise nach Südafrika im Gegensatz zu anderen "Hai-Destinationen" wie Französisch-Polynesien oder Galapagos deutlich günstiger ist.

Zum Schmökern: Purzelbaum mit Delfin, Am Kap der Haie,Haie hautnah
Tauchbasis-Tipp: African Dive Adventures, bei Margate, Südafrika
Veranstalter-Tipp: Extratour Tauchreisen, Göttingen

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insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
hesekiel2517 17.04.2014
1. Wo..
Zitat von sysopWerner ThieleWo tauchen Familien am besten ab? Wo finden Entdecker unberührte Unterwasserlandschaften? Und wo kommen Schnorchler und Buckelwale zueinander? Fünf Tipps für den idealen Tauchspot. http://www.spiegel.de/reise/fernweh/tauch-spots-suedafrika-bonaire-gran-canaria-suedost-molukken-a-964607.html
.."finden Entdecker noch UNBERÜHRTE Unterwasserlandschaften".Unglaublich!
mg68 17.04.2014
2. Goldwaage
Zitat von hesekiel2517.."finden Entdecker noch UNBERÜHRTE Unterwasserlandschaften".Unglaublich!
Man sollte bei solch einem Artikel vielleicht nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, gerade bei der Molukkenfahrt -muss ja traumhaft schön sein- findet sich bestimmt bei jeder der vereinzelten Tauchreisen noch ein Fleckchen, was noch gar kein Taucher beäugt hat. Bei einem Reisepreis, wie bei Wirodiver für Ende 2014 angeboten, von mind. 6.500,-€ plus Schiffsnebenkosten/Person wundert es nicht, dass solche Gäste auch über exzellentes Fotoequipment verfügen, hoffentlich können sie sich auch tariertechnisch ordentlich benehmen.... So wird es an den dortigen Spots wohl auch weiterhin "relativ" unberührt bleiben...schlecht für normalverdienende Taucher wie mich, gut für die Natur :-)
bluemi 17.04.2014
3. Forgotten Islands
Das ist korrekt. Tatsächlich findet man gerade bei diesen abgelegenen Inseln der Molukken noch viele Plätze, wo sicher noch nie jemand getaucht hat. Und bei einem Schiff wie der Seven Seas kann man sich auch darauf verlassen, dass sich Guides und Gäste tariertechnisch ordentlich benehmen und nichts kaputtmachen. Ich war selbst drauf, allerdings "nur" in Komodo, und das läuft alles hochprofessionell.
cioddi 17.04.2014
4. Jordanien ist perfekt zum Schnorcheln
bin vor einer Woche aus meinem Jordanien Urlaub zurückgekehrt. Als absoluter Einsteiger habe ich nur geschnorchelt. Das Rote Meer ist sicherlich alles andere als unberührt aber nach ca. 3m im Wasser hatte man kleine Koralleninseln und war von tausenden Fischen umgeben. Wir haben den Urlaub bei Dahabtours gebucht und es war alles gut organisiert. Das Rote Meer hat vermutlich nicht so eine Abenteurliche Unterwasserwelt wie die Karibik. Dafür ist die Anreise deutlich günstiger und unbeschwerter.
reefresort 18.04.2014
5. Wo...schwimmen mit Walen
Sie haben den Inselstaat TONGA in der Südsee vergessen. Dort in der nördlichen Inselgruppe Vava'u kommen die Buckelwal-Kälber auf die Welt die man beim Schnocheln (fast) berühren kann.
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