Außergewöhnliche Tauch-Spots: Hier gibt's Fisch!

Von Linus Geschke

Tonnenschwere Mondfische, singende Buckelwale, springende Tümmler: Als Taucher träumt man davon, Tiere wie diese einmal im Leben vor die Maske zu bekommen. Wir verraten, wo und wann die Chancen am größten sind, zehn außergewöhnliche Meeresbewohner zu sehen.

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Wenn man die Prospekte von Tauchreiseanbietern durchblättert, erscheint alles so einfach. Dann wird ein Großteil der weltweiten Destinationen zum Paradies für Großfischsüchtige; zum Ganzjahresziel, das spektakuläre Begegnungen fast mit Sicherheit ermöglicht. Doch Papier ist geduldig, und der durchschnittliche Taucher ist es anscheinend auch: Einmal vor Ort angekommen, muss er sich häufig mit der Erklärung der Tauchbasis zufrieden geben, dass "normalerweise aber immer Hammerhaie da seien" oder dass die "letzte Gruppe vor zwei Wochen aber noch einen Buckelwal gesehen hat".

Doch an welchen Orten und zu welchen Zeiten treffen Taucher mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Objekte ihrer Begierden? Das ist nicht einfach zu beantworten - selbst für ausgewiesene Experten nicht. An manchen Plätzen sind die Chancen auf solche Rendezvous jedoch besonders gut - Autoren, Fotografen und Redakteuren des Fachmagazins "Unterwasser" geben ihre Erfahrungen weiter. Und auch auf der interaktiven Weltkarte von SPIEGEL ONLINE sind solche Tipps für Lieblingsorte von Buckelwalen, Mantas oder die seltenen Mondfische zu finden.

Mondfische: Schwimmende Mühlsteine

Daniel Brinckmann hat seit 1993 mehr als tausend Tauchgänge erlebt. Jenseits der Wasseroberfläche liebt der 32 Jahre alte Redakteur und Fotograf Großfische und "weiße Flecken" auf der Seekarte.

Wie ein Ufo: Mondfische gehören zu den skurrilsten Erscheinungen der Unterwasserwelt Zur Großansicht
Daniel Brinkmann

Wie ein Ufo: Mondfische gehören zu den skurrilsten Erscheinungen der Unterwasserwelt

Mondfische gehören zu den bizarrsten Tieren, denen man im Meer begegnen kann. Mit seinen symmetrisch angeordneten Rücken- und Bauchflossen und dem Fehlen einer Schwanzflosse entzieht sich der schwimmende "Charakterkopf" sämtlichen Blaupausen der submarinen Welt. Der mit den Kugelfischen verwandte Hochseebewohner kann bis zu dreieinhalb Meter lang und hoch werden und bis zu zwei Tonnen auf die Waage bringen.

Das scheue Schwergewicht ernährt sich von Quallen, Algen und Fischlarven, gilt seinerseits aber als ungenießbar. Ein Handicap nimmt dem Mondfisch ein Stück seiner geheimnisvollen Aura: Der Hochseebewohner bringt es nur auf rund fünf Gramm Gehirnmasse - dass er den Intellekt eines Goldfisches nicht toppt, beweisen etliche Kollisionen mit Booten und Schnorchlern.

Top-Spots: Begegnungen mit den Nomaden der Meere sind bis auf wenige Ausnahmen dem Zufall überlassen. Bekanntester Platz ist die kleine Insel Nusa Penida südwestlich von Bali. Chancen auf ein Tête-à-Tête mit Mondfischen bestehen auch vor San Diego, den Azoren, vor der portugiesischen Küste und sogar im Mittelmeer; speziell im Frühjahr an der Costa Brava und dem toskanischen Archipel.

Buckelwale: Die singenden Säuger

Unterwasserfotograf Tobias Friedrich hat bislang rund 600 Tauchgänge hinter sich gebracht - und keine Begegnung hat ihn dabei so beeindruckt wie das Aufeinandertreffen mit einem ausgewachsenen Buckelwal.

Einmal das Wasser mit einem Buckelwal teilen: Im Oman kann dieser Traum wahr werden Zur Großansicht
Tobias Friedrich

Einmal das Wasser mit einem Buckelwal teilen: Im Oman kann dieser Traum wahr werden

Ihre vorderen Brustflossen sind bis zu vier Meter lang, ihr 15 Meter großer Körper bis zu 25 Tonnen schwer und ihre Stimmen die gewaltigsten des ganzen Meeres: Buckelwale haben den Menschen noch nie unberührt gelassen. Einst gnadenlos gejagt und am Rande der Ausrottung stehend, hat sich ihr Bestand heute wieder erholt und lockt in manchen Gebieten ganze Touristenscharen an, die ihnen auf Whale-Watching-Touren nahekommen wollen.

Top-Spots: Dem Giganten nahekommen will auch der Taucher. Der Oman bietet dabei mit der einzig standorttreuen Population weltweit eine der besten Möglichkeiten. Ebenfalls gute Chancen hat man vor den zwischen der Dominikanischen Republik und den Turks- und Caicos-Inseln liegenden "Silver Banks" (Januar bis Ende März) oder vor Moorea (Mitte Juli bis Oktober) in Französisch-Polynesien.

Weiße Haie: Mount Everest für Taucher

Lars Brinkmann taucht seit 1992 und hat in dieser Zeit Tauchgänge "irgendwo im vierstelligen Bereich" gesammelt. Drei Vorlieben hat der Redaktionsleiter von "Unterwasser" dabei für sich entdeckt: Archäologie, kristallklares Süßwasser und Weiße Haie.

Weißer Hai: Hollywood hat den Ruf des Raubfischs gründlich ruiniert Zur Großansicht
Daniel Brinkmann

Weißer Hai: Hollywood hat den Ruf des Raubfischs gründlich ruiniert

Der erste Eindruck beim Anblick eines Weißen Hais: Dieses Tier ist nicht nur groß, sondern auch erstaunlich fett. So, als ob ein VW-Bus an den Käfigstäben vorbeischwebt. Überraschend dabei ist, mit wie viel Zartgefühl die bis zu sechs Meter langen Top-Räuber ans Boot gelockt werden müssen - schon ein voreilig zu Wasser gebrachter Käfig, der die Betrachter schützen soll, kann sie verscheuchen.

Aber wenn es der ausgebrachte Köder einmal geschafft hat, das Interesse eines großen Weißen zu wecken, dann beginnt ein unvergessliches Erlebnis, das für viele Taucher das Höchste der Gefühle darstellt: Ab geht's in den Haikäfig und Blick frei auf das Tier mit dem weltweit schlechtesten Leumund! Und auch wenn Weiße Haie in der Realität nichts mit den "Mörderbestien" aus Hollywood zu tun haben - der Schutz eines stabilen Käfigs wirkt dabei mehr als beruhigend.

Top-Spots: Weltweit gibt es nur eine Handvoll Plätze, an denen Käfigtauchen mit Weißen Haien angeboten wird. Zum Beispiel Gansbaai oder die False Bay in Südafrika: Die besten Chancen auf Sichtungen gibt es hier von Juni bis September. Ebenfalls ein guter Weißhai-Spot ist die mexikanische Pazifikinsel Guadalupe, die wegen des seltenen Zusammentreffens von Weißen Haien mit hervorragender Sicht von sich reden macht. Beste Zeit hier: August bis Anfang November. Weitere Möglichkeiten finden sich in den kühleren Gewässern Australiens und Kaliforniens.

Segelfische: Sprinter der Meere

Redakteur Jörg Neisser hat lange in der Karibik gelebt und schwärmt noch heute von den Tauchgebieten dort - und dies nicht nur wegen des schnellsten Fisches der Welt.

Segelfisch: Immer der Sardine hinterher Zur Großansicht
Corbis

Segelfisch: Immer der Sardine hinterher

Segel- oder Fächerfische sind die Geparde der Meere: Die zweieinhalb bis drei Meter großen Tiere können im Sprint Geschwindigkeiten von über hundert Kilometern pro Stunde erreichen - mehr als jedes andere Lebewesen im Meer. Sie sind außerdem auch ausdauernde Langstreckenschwimmer: Forscher haben herausgefunden, dass Segelfische im Laufe ihres Lebens bis zu 300.000 Kilometer zurücklegen, theoretisch also rund achtmal um die Erde ziehen.

Der zumeist im offenen Ozean lebende Raubfisch ernährt sich dabei bevorzugt von kleineren pelagischen Fischen wie Sardinen oder Makrelen, gerne auch von Kalmaren, wobei sich oftmals mehrere Individuen zu einer gemeinsamen Jagd zusammenschließen.

Top-Spots: Wer einen Segelfisch beim Tauchen sehen will, hat es schwer - ein Hochseebewohner, der sein Leben lang in Bewegung ist, hält sich selten länger in Riffnähe auf. Dennoch kommt es immer wieder zu Begegnungen; beispielsweise in der Karibik oder vor der Küste Floridas. Der beste Ort jedoch ist der Golf von Mexiko, wenn dort im Februar und März riesige Sardinenschwärme entlangziehen.

Fuchshaie: Meister der Eleganz

Linus Geschke taucht seit 1997 und hat bislang gut 1800 Tauchgänge absolviert. Besondere Interessen des Kölner Journalisten? Wenig erkundete Wracks und imposante Großfische.

Fuchshai: Schwanzflosse als Betäubungsmittel Zur Großansicht
Gerald Nowak

Fuchshai: Schwanzflosse als Betäubungsmittel

Fuchshaie sind äußerst scheue Haie; die Plätze, an denen Taucher sie bewundern können, sind an einer Hand abzuzählen. Aber wer den Hai mit der überlangen oberen Schwanzflosse, die ein gutes Drittel der gesamten Körpergröße ausmacht, einmal live gesehen hat, der ist ihm augenblicklich verfallen. Sanft pendelt die Flosse von einer Seite zur anderen, während der silbern glänzende Hai mit einer unglaublichen Eleganz und völlig ruhig seine Bahnen zieht.

Dabei ist der "Fuchsschwanz" nicht nur Statussymbol, sondern auch Jagdwaffe: Der Hai schlägt damit kraftvoll inmitten eines Fischschwarms und betäubt so seine Beute, die sich anschließend mühelos verspeisen lässt. Hat ein Taucher einmal die Neugierde eines Fuchshaies geweckt und verhält sich anschließend ruhig, ohne hektische Bewegungen, dann bleiben ihm diese Tiere oftmals minutenlang erhalten - Minuten, die man nie vergisst.

Top-Spots: Die besten Chancen auf eine Begegnung mit Fuchshaien hat man ganzjährig im Rahmen einer Tauchsafari zu den ägyptischen Brother Islands. Dort halten sich die rund drei Meter großen Tiere häufig oberhalb des Südplateaus in 30 bis 40 Meter Tiefe auf. Weitere Plätze, um Fuchshaien zu begegnen, sind das ebenfalls in Ägypten liegende Daedalus-Riff und die kleine Insel Malapascua (Philippinen).

Delfine: Das Klischee im Kopf

Redaktionsassistentin Martina Lindner taucht seit 2004. In dieser Zeit sind knapp 400 Tauchgänge zusammengekommen, die meisten davon in warmen Gewässern.

Große Tümmler: Delfine sind seit "Flipper" die besten Freunde des Menschen Zur Großansicht
Lutz Hoffmann

Große Tümmler: Delfine sind seit "Flipper" die besten Freunde des Menschen

Spätestens seit der Fernsehserie "Flipper" spielt sich in den Köpfen der meisten Menschen ein Klischee ab, wenn sie das Wort "Delfin" hören: Die Meeressäuger lächeln ständig, sind freundlich und hilfsbereit, retten Menschen aus Seenot und vor Haien und heilen sogar autistische Kinder.

Wie bei vielen Klischees stimmt auch dieses zumindest zum Teil: Delfine können zutraulich und verspielt sein, neugierig dazu, und ein Tauchgang mit ihnen kann zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Dass die netten Tiere auch abweisend und ruppig sein können, spricht sich allmählich herum - hat aber ihrem Image als des "Tauchers liebstem Knuddeltier" keinen Abbruch getan.

Hundertprozentige Chancen bietet die Natur nicht. Ein Gehege schon, aber die Mini-Becken in den Delfinarien dieser Welt sind ins Gerede gekommen. Bleibt die Zwischenlösung: Im Dolphin Reef im israelischen Eilat verfügen die Delfine über 14.000 Quadratmeter Auslauf, können durch eine Lücke im Zaun zwischendurch Ausflüge ins Rote Meer unternehmen und genießen dennoch das Privileg regelmäßiger Mahlzeiten.

Top-Spots: Zu Gesicht bekommt man die Großen Tümmler im Dolphin Reef immer, das ganze Jahr über. Weitere Tipps für einigermaßen zuverlässige Delfin-Begegnungen, bei denen manchmal allerdings nur Schnorcheln erlaubt ist: die Azoren, das Shaab Samadai (Dolphin House) im südlichen Ägypten, Australien (Monkey Mia), Brasilien (Fernando de Noronha), Bahamas, Florida.

Mantas: Die Raumgleiter der Meere

Heinz D. Ritter, Gründer und Herausgeber der "Unterwasser", taucht am liebsten in Korallenriff-Regionen zwischen zehn und 40 Meter Tiefe. Hier gibt es das meiste maritime Leben zu bewundern - und die meisten Mantas.

Mantas: Die größte aller Rochenarten gehört zu den mystischsten Unterwassergestalten Zur Großansicht
Daniel Brinkmann

Mantas: Die größte aller Rochenarten gehört zu den mystischsten Unterwassergestalten

Mantas sucht man nicht oder schwimmt ihnen hinterher. Mantas "fliegen" vorbei. Und man hofft, dass ein Tier sich nähert. Oft tun sie das auch, denn Mantas sind neugierig. Berichte über zutrauliches Verhalten und Freundschaften zwischen Mensch und Manta sind kaum seltener als jene über Delfine und Menschen. Es widerspricht dem heutigen Taucherethos, Tiere anzufassen oder gar auf ihnen zu reiten.

Tatsache ist aber, dass einige Mantas das Prickeln der Luftblasen aus dem Atemregler zu genießen scheinen und in seltenen Fällen tatsächlich Körperkontakt suchen und in Loopings wieder und wieder zum Taucher zurückschwimmen. Für einen Fisch hat der Manta ein ausgesprochen großes Gehirn. Andrea Marshall, eine der renommiertesten Spezialisten für die Tiere, sieht es als erwiesen an, dass Mantas ihre Tänze nicht nur als soziale Signale, sondern als einzig bekannte Fischart das Konzept von Spielen verstehen.

Top-Spots: Mantas trifft man in den Sommermonaten in den Atollen der Malediven; extrem viele in der Hanifaru Bay im Baa-Atoll. Dazu ganzjährig in Mosambik vor Tofu und Zavora sowie vor der mikronesischen Insel Yap im Pazifik.

Spanische Tänzerin: Die Rassige unter den Schnecken

Technikredakteur Alexander Kaßler taucht seit elf Jahren aus Leidenschaft zur Unterwasserwelt - und weil es sein Job ist. Der ambitionierte Unterwasserfotograf liebt farbenprächtige Motive, zu denen auch die Spanische Tänzerin gehört.

Spanische Tänzerin: Schnellste Nacktschnecke der Meere Zur Großansicht
Udo Kefrig

Spanische Tänzerin: Schnellste Nacktschnecke der Meere

Sie ist wohl eine der schnellsten Nacktschnecken unter Wasser: Bei Gefahr rollt sie ihren Körper zusammen und "wedelt" sich flugs davon. Diese Bewegung ähnelt dem Rockschwung einer Flamenco-Tänzerin und brachte ihr den Namen "Spanische Tänzerin" ein. Macht man sich tagsüber auf die Suche nach der bis zu 40 Zentimeter langen Schnecke, sollte man in erster Linie nach ihrem Gelege Ausschau halten. Die feuerroten spiralförmigen Laichbänder sind meist sehr prominent platziert und weithin sichtbar.

Die eindrucksvollen Farbvariationen des Tieres reichen von Feuerrot bis Violett. Besonders schön sind ihre Kiemenbüschel am Hinterleib und die beiden großen Rhinoporen am Kopf. Da die Schnecke eher nachtaktiv ist, sind Begegnungen mit ihr immer wieder ganz besondere Momente, die sie im Schein der Tauchlampe mit ihrem grazilen Tanz perfekt macht.

Top-Spots: Die Spanische Tänzerin trifft man in vielen tropischen Gewässern an; vor allem aber im Roten Meer und im Indischen Ozean. Immer dort, wo Seescheiden und Schwämme vorkommen, ist die Wahrscheinlichkeit auf ein Date mit der rassigen Spanierin am größten: Beide gehören zu ihren Lieblingsspeisen.

Tigerhaie: Gemächliche Räuber

Seit fünf Jahren ist Autorin Nina Zschiesche in den Weltmeeren zu Hause, wo sie am liebsten auf große Fischschwärme und mächtige Räuber wie den Tigerhai trifft.

Tigerhaie: Die großen Fische vor Südafrika gehören zu den gefürchtetsten Räubern überhaupt Zur Großansicht
Martin Strmiska

Tigerhaie: Die großen Fische vor Südafrika gehören zu den gefürchtetsten Räubern überhaupt

Tagsüber durchstreifen Tigerhaie meist ruhelos das offene Meer und legen große Distanzen zurück. Sie dabei aufzuspüren, ist nahezu aussichtslos. Mit einer Köderbox jedoch gelingt das aber fast immer: Der Geruch von Fischöl und Blut lockt sie auch von weit her an. Sie können kleinste Mengen eines Duftstoffs wahrnehmen, selbst in einer Konzentration von eins zu zehn Milliarden - der berühmte Tropfen im Schwimmbecken.

Sind die Tigerhaie dann da, nähern sie sich nur langsam den Tauchern, abwartend und gemächlich drehen sie ihre Kreise. Bis sie nach einer Weile die Situation im Griff haben, mutiger werden, an der Köderbox rütteln und die Taucher aus nächster Nähe auskundschaften - ein echtes Gänsehaut-Erlebnis.

Top-Spots: Tigerhaie sind im Prinzip überall in den wärmeren Meeren anzutreffen. Eine zufällige Begegnung ist aber recht unwahrscheinlich. Die besten Chancen, sie zu sehen, hat man rund um den Riffkomplex Aliwal Shoal in Südafrika, besonders von Februar bis April. Aber das auch nur, wenn man sie mit Köderboxen anlockt. Ein weiterer guter Ort für Tigerhai-Sichtungen sind die Bahamas in den Monaten April bis Oktober. Auch hier werden Köder eingesetzt.

Walhaie: Sanfte Riesen mit Punkt

Udo Kefrig hat seit 1979 rund 2300 Tauchgänge absolviert. Eigentlich eher ein Spezialist für Wrackfotos, kann Kefrig aber auch Tieren etwas abgewinnen - gerade dann, wenn sie so imposant daherkommen wie Walhaie.

Walhai: Der größte Hai und größte Fisch überhaupt ist für den Menschen ungefährlich Zur Großansicht
Udo Kefrig

Walhai: Der größte Hai und größte Fisch überhaupt ist für den Menschen ungefährlich

Er ist vielleicht das Tier, von dem Taucher am sehnsüchtigsten träumen: Der Walhai. Die sich ausschließlich von Plankton und kleineren Fischen ernährende Haigattung ist mit Längen von bis zu 14 Meter und zwölf Tonnen Gewicht der größte Fisch überhaupt - und einer, der in fast allen tropischen und subtropischen Meeren anzutreffen ist.

Meist ziehen Walhaie dabei recht dicht unter der Wasseroberfläche entlang; in dem Bereich, wo das Planktonangebot am größten ist. Die gepunkteten Riesen sind aktive Filtrierer, das heißt, sie saugen bis zu 6000 Liter Wasser pro Minute an und pressen es durch ihre Kiemen wieder aus, in denen die Nahrung dann hängenbleibt.

Top-Spots: Es gibt viele Plätze, an denen Taucher gute Chancen auf eine Begegnung mit den sanften Großfischen haben: Beispielsweise die Malediven (Ari-Atoll), Mosambik (Tofu) oder Mexiko (Yucatán, insbesondere zwischen Juni und August). Der momentan wohl beste Ort jedoch ist die abgelegene Cenderawasih Bucht in West-Papua, in der eine standorttreue Population von Walhaien lebt - hier sind gleich mehrere Treffen im Rahmen eines einzigen Tauchganges möglich.

Und jetzt sind Sie dran: Welche tollen Tauch-Spots kennen Sie? Veröffentlichen Sie Ihre Tipps auf der interaktiven Reise-Weltkarte von SPIEGEL ONLINE!

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1.
Gerd J.Lindner 17.04.2012
Als Taucher rate ich von jedem " geplanten " Versuch des speziellen Suchens nach seltenen Fischen ab. Es gibt weltweit viele Ueberraschungen unter Wasser. Auf die sollte man ruhig warten, Sie kommen so oder so! Meine Erfahrung! G.J.L.
2.
Kokeldil 18.04.2012
Wahrhaftig schöne Wesen und vermutlich wundervolle Tauchspots, von denen ich leider nur einen kenne. Wie auch immer, "außergewöhnliche Tauchspots" zeichnen sich nicht undbedingt für jeden durch deren Fischreichtum oder deren Biodiversität aus - ich z.B. bin ein absoluter Fan von Steilhängen und Unterwassertopographie im allgemeinen und besonderen - gerade auch die unbelebten, oder sagen wir die nicht offensichtlich belebten Unterwasserwelten können absolut atemberaubend sein.
3. Das Monster vom Baggersee
old_spice 18.04.2012
warum nur die Großen der Meere ? Ich habe immer meinen Spass daran, andere Taucher zu den Welsverstecken zu führen. Exemplare von 1,6 bis knapp 2,0m Länge sind bei den Sichtverhältnissen im Baggersee schon sehr beeindruckend. Meistens liegen diese im flachen Wasser einfach unter einem Überhang, gerne auch auf ins Wasser gefallene Bäume. Manchmal nehmen sie den Taucher auf einen Ausflug ins Freiwasser mit, in gemächlicher Geschwindigkeit ziehen sie dann ihre Runde - und landen meist nach 15-20 Minuten wieder dort, wo die Reise begonnen hat.
4. Ich liebe es zu tauchen
spon-facebook-10000351197 19.07.2012
Zitat von sysopDaniel BrinkmannTonnenschwere Mondfische, singende Buckelwale, springende Tümmler: Als Taucher träumt man davon, Tiere wie diese einmal im Leben vor die Maske zu bekommen. Wir verraten, wo und wann die Chancen am größten sind, zehn außergewöhnliche Meeresbewohner zu sehen. http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,827852,00.html
Ich liebe es zu tauchen. Das ist meine Welt Antennarius pictus, Korallenriff, Bilder von Korallenriff, Korallenriff Fotos (http://www.nature-pictures.org/de/foto/462/5625/)
5. Das ist meine Welt
spon-facebook-10000351197 19.07.2012
Zitat von sysopDaniel BrinkmannTonnenschwere Mondfische, singende Buckelwale, springende Tümmler: Als Taucher träumt man davon, Tiere wie diese einmal im Leben vor die Maske zu bekommen. Wir verraten, wo und wann die Chancen am größten sind, zehn außergewöhnliche Meeresbewohner zu sehen. http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,827852,00.html
Ich liebe es zu tauchen. Das ist meine Welt. Antennarius pictus, Korallenriff, Bilder von Korallenriff, Korallenriff Fotos (http://www.nature-pictures.org/de/foto/462/5625/), und gruselig Zitronenhai, Zitronenhai Bilder. Zitronenhai Fotos (http://www.animal-planet.org/de/foto/2104/)
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