Tricks der Leichtgepäck-Gurus: Wie Reiseprofis ihren Rucksack packen

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3. Teil: Fünf Leichtgewicht-Reisetipps für Profis

Wandern mit Leichtgepäck: Mit wenigen Kilo tagelang unterwegs Fotos
Stefan Dapprich

1. Viele Extrembergsteiger verwenden statt eines kompletten Schlafsacks einen sogenannten Halfbag, der nur die Beine bedeckt. Darüber behalten sie einfach die Daunenjacke an, die sonst nachts nutzlos wäre.

2. Ein Tarp (einfacher Regenschutz aus einer einzigen Plane) kann in vielen Fällen ein Zelt ersetzen, wenn die Witterungsbedingungen nicht zu extrem sind. Damit ist man weniger isoliert von der Natur - was allerdings je nach vorhandener Tierwelt auch ein Nachteil sein kann. Wer besonders viel Gewicht sparen will (und sich an dem Knistern nicht stört), nutzt als Unterlage silberne Überlebensfolie.

3. Ein stabiler Müllsack (circa 40 Gramm), der den Rucksack innen auskleidet, macht eine äußere Regenhülle (circa 180 Gramm) überflüssig - der Stoff außen wird zwar nass, aber der Inhalt bleibt trocken.

4. US-Firmen wie Gossamer oder GoLite bieten Ultraleicht-Rucksäcke an, die entweder keine oder herausnehmbare Rückenpolster haben. Bei diesen Systemen sorgt die Isomatte für eine weiche Auflage auf dem Rücken.

5. Als leichtesten (und billigsten) Outdoor-Kochtopf der Welt empfiehlt Buchautor Mike Clelland eine oben abgesägte Bierdose.

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insgesamt 68 Beiträge
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1. Zweifelhafte Touristen
Bezahler 10.10.2011
Zitat von sysopKlopapier? Unnötig. Zweitschuhe? Braucht kein Mensch. Zahnbürste? In der Mitte durchsägen. Ultraleicht-Backpacker kämpfen mit irrwitzigem Eifer um jedes Gramm, das sie beim Gepäck sparen können. Auch Normalreisende können einiges von den Meistern der Reduktion lernen. http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,788939,00.html
Wer kein Geld hat sollte zuhause bleiben und nicht auf der Billigschiene den Leuten vor Ort deren Auskommen streitig machen. Mehr als Geiz wird vor Ort selten angenommen. Stellen Sie sich vor ,im Schwarzwald kommen nur noch Billigtouristen ,mit High-Tech Ausstattung wird maschiert,aber möglichst wenig Geld vor Ort gelassen.Dafür gibts aber im Regelfall jede Menge kluge Sprüche. Kann diese blamablen Geizkragen als nimmer sehn. Wird da mit mit Ausrüstung,welche oftmals mehreren Monatseinkommen im Gastland entspricht,an den Einfachen Leuten vorbeigetreckt anstatt sich ordentlich einzumieten und Geld da zu lassen.Einfach widerlich.
2. Blub
ethelwen 10.10.2011
Ähm, es soll vorkommen, dass Menschen tatsächlich Spaß daran haben, sich nicht irgendwo einzumieten und im Restaurant um die Ecke das gute von zuhause bekannte Wiener Schnitzel zu essen, sondern stattdessen durch Berge und Wildnis kraxeln...und seien sie beruhigt, dort gibt es dann in den seltesten Fällen Souvenirläden oder Imbiss-Stuben, die auf das Geld der Touristen angewiesen wären...
3. Nerdige Ideegeber
neubremer 10.10.2011
Vorab: Ultraleicht ist nichts für mich. Aber die Mädchen und Jungs sind ein gute Impulsgeber, um einige Kilos ohne große Komforteinbußen einzusparen. Dabei geht es vor allem um das Weglassen von vermeidlich wichtigen Gegenständen durch Mehrfachverwendbarkeit oder schlicht der Erfahrung, dass man die eigentlich nicht braucht. Bekleidung: - Früher: Baumwoll-Unterwäsche für mehrere Tage. Heute: Merino- und Mikrofaser eins an und das am trocknen (die "stinken" Variante ist nicht so mein Ding). - Früher: Separate "dicke" Sachen, die selten genutzt wurden. Heute: Zwiebeltaktik und gute Materialien (Merino) - Früher: Feste Wanderschuhe und zweites Schuhwerk für die Zivilisation. Heute: In warmen Regionen Trekking-Sandalen und Flip-Flops. In kalten: Trailrunning-Schuhe, die auch alterstauglich sind, und "Hüttenpuschen. Bei Schlafen, Kochen und Hygiene folge ich zwar auch nicht den Ultralight-Idealen: Tarp, Zip-Beutel-Futter und vernachlässigen, aber auch hier kann man gewaltig abspecken, wenn man genau guckt, was für die gewünschte Funktion ausreicht. - Mein 2-Personen-Zelt wiegt heute 2,3 statt 4,5 Kilo und bietet weiterhin Regen- UND Insektenschutz brauche, aber mein - Die Isomatte ist trotz weiterhin voller Länge heute 600 Gramm leichter als ihr Vorgänger und faltbar. - Ich koche weiterhin Gerichte (statt einfach nur heißes Wasser in Zipbeutel), aber nehme nur die wirklich sinnvollen Teile mit. Kocher, zwei Töpfe, Windschutz, Deckel (spart Brennstoff). Töpfe sind später Teller. Kein Besteck, Göffel und Taschenmeser reicht. - Hygiene ist mir weiterhin wichtig. Aber mit biologisch abbaubaren Duschseifen spart man sich einen ganzen Fuhrpark aus Schampos und Duschgels, man auch nicht an Wasserläufen nutzen sollte. Kurzum: Früher schleppte ich je nach Region zwischen 18 bis 20 Kilo auf dem Rücken. Heute sind es zwischen 10 bis 12 Kilo ohne großartigen Komfortverlust. Abgespeckt wandert es sich heute deutlich angenehmer.
4. Ah ja!
Altesocke 10.10.2011
Zitat von sysop...der Stoff außen wird zwar nass, ...
Tricks der Leichtgepäck-Gurus: Wie Reiseprofis ihren Rucksack packen Wer einen nassen Rucksack zu akzeptieren bereit ist, braucht sich um Gewichtsersparnisse im 100g Bereich nun wirklich keine Sorgen machen!
5. Titel:
ogs 10.10.2011
Zitat von BezahlerWer kein Geld hat sollte zuhause bleiben und nicht auf der Billigschiene den Leuten vor Ort deren Auskommen streitig machen. Mehr als .....
Sie gestikulieren da wild am Thema vorbei. Es geht schlicht um den sportlichen Ehrgeiz, Gewicht zu sparen. Sie dürfen davon ausgehen, dass so manche superleicht Spezialanfertigung sich ganz heftig im Geldbeutel niederschlägt.
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