Urlaub unter Wasser: Rocken mit den Rochen

Papageienfische tänzeln am Panoramafenster vorbei, während der Gast im Whirlpool planscht. In einem Dubaier Hotel geht für Unterwasserfans ein Traum in Erfüllung. Doch es ist nicht der einzige Ort, an dem Urlauber auf Augenhöhe mit exotischen Fischen sind - ohne selber nass zu werden.

Unterwasser-Urlaub weltweit: Wellness unter den Wellen Fotos
Atlantis

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Segeln, baden, tauchen, schnorcheln - für viele Menschen gibt es nichts Schöneres, als den Urlaub im oder auf dem Wasser zu verbringen. Ob es die raue See ist oder die Tier- und Pflanzenwelt in der blauen Tiefe - das Meer fasziniert.

Kein Wunder, dass submarine Attraktionen bei Urlaubern beliebt sind. Nicht jeder kann oder möchte sich jedoch in einen Neoprenanzug quetschen, um sich zu kunterbunten Fischen zu gesellen.

Kein Problem: Schließlich gibt es so manch eine Unterwassererkundung, bei der die Besucher trocken bleiben. Ein paar Beispiele - von Dubai bis Florida:

Wellness auf Huvafen Fushi, Malediven: Spa-Erlebnis mit Süßlippe

Unter den Händen einer Spa-Expertin fällt es leicht, sich in eine andere Welten zu träumen. Im Lime Spa auf der Malediven-Insel Huvafen Fushi versetzen Masseure und Meeresbewohner den Gast in einen meditativen Glückszustand. Während Kaiserfische und Süßlippen hinter den Panoramafenstern durch das schimmernde Wasser der Lagune ziehen und sphärische Klänge für eine entspannte Atmosphäre sorgen, bringen kundige Hände Geist und Körper in Einklang. Die Fische scheinen die Spa-Aktivitäten unter Wasser normal zu finden. Nur ein Jackfisch lugt mit Glubschaugen ins Wellness-Paradies.

Party auf dem Dhaalu-Atoll, Malediven: Da rockt der Rochen

Der DJ ist bereits mit dem Wasserflugzeug aus Malé angereist, mit Tausenden von Songs und einem Mischpult im Gepäck. Nur sein Arbeitsplatz ist noch nicht fertig: Subsix, der Club des neuen Niyama-Resorts im Dhaalu-Atoll. Zum Jahresende soll die künstliche Insel mit Lounge und Unterwasserclub fertig werden - ab dann gibt es jede Nacht Party unter den Wellen.

Wer genug vom Tanzen hat, der kann in der Insel-Lounge Edge über dem Club noch einen Planters Punch schlürfen und sich dann im Licht des Silbermonds mit dem Boot zu seiner Wasservilla bringen lassen.

Unterwasserlokal auf dem Baa-Atoll, Malediven: Nemo zum Dinner

Das Restaurant "Sea" auf Anantara Kihava im Baa-Atoll ist ein Neuzugang unter den kulinarischen Lagunentempeln - und lockt mit einer besonders schillernden Unterwasserwelt. "Ist wie eine Fischsuppe hier", erklärt Kellner Saleem und serviert Langusten in Austernsauce mit Basilikum. Für die Red Snapper und Co. muss es ein bitterer Anblick sein: Während sie hinter den dicken Scheiben des submarinen Restaurants schwimmen, verspeisen Dinnergäste die Artgenossen der Fische - fein mariniert, filetiert und mit rotem Pfeffer bestreut. Wer vor der exotischen Kulisse keinen Fisch essen möchte, kann sich auch ein Lamm mit Rosmarin bestellen oder auf einem Salzblock gegartes Rindersteak.

Meeres-Bar in Eilat, Israel: Unter den Augen der Anemonenfische

Ein "Green Shark" mit Rum und Limetten würde passen, vielleicht auch ein "Blue Lagoon" mit Curaçao und Wodka oder ein "Jacques Cousteau"? In der Unterwasserbar des "Red Sea Star"-Restaurant in Eilat am Roten Meer ist immer blaue Stunde - ideal für ein romantisches Date und überhaupt für alle Treffen, bei denen nur die Fische zuschauen sollen. Während sich die Menschen an Stehtischen näherkommen, luken Anemonenfische und Büschelbarsche neugierig durch die Scheiben und tänzeln dann in die Korallengärten zurück. Denn - und da können die Gäste sicher sein - sechs Meter unter Wasser ist die Welt diskret.

Ein Hingucker ist im "Red Sea Star" die Einrichtung: Barhocker in Quallenform, Seeigel-Lampen und Tischbeine wie Korallenblumen sorgen für eine Atmosphäre, die zum Standort passt.

Unterwassersuiten in Dubai: Schlaf gut, Walhai!

Wer eine ganze Nacht unter Walhaien verbringen möchte - und das auf keinen Fall in der Schlafkoje eines U-Boots -, der mietet sich im Fünf-Sterne-Hotel "Atlantis The Palm" in Dubai ein. Vom Bett oder aus der Whirlpoolwanne der Unterwassersuiten "Neptun" und "Poseidon" bieten 77 Zentimeter dicke Acrylglasscheiben freie Sicht auf Nemo und seine Freunde.

Rund 65.000 Fische tummeln sich in der Ambassador-Lagune. In exotisch bunten Schwärmen tänzeln die Papageienfische am Panoramafenster vorbei, Rochen schweben durchs grün schimmernde Wasser.

Nasse Kunst in Florida: Kickboxer am Schiffswrack

Bei den bisher vorgestellten Locations blieb der Unterwasserfan trocken. Für das folgende maritime Ereignis jedoch braucht es gewiss eine submarine Ausrüstung, was den passionierten Kunstliebhaber nicht abschrecken wird: Mit Tauchgerät bestückt geht er vor Key West 40 Meter in die Tiefe und sinniert dort über die Exponate des Wiener Fotografen Andreas Franke.

Dieser hat seine surrealen Werke in Plexiglas gesteckt und mit Silikon auf dem Deck des versunkenen Schiffes "General Hoyt S. Vandenberg" fixiert. Da jagt ein Mädchen mit einem Netz bunte Fische, und Kickboxer kämpfen sich durch die Wellen. So wurde Fotografie noch nie präsentiert. Doch Kunst ist vergänglich - und Eile ist geboten: Die Ausstellung bleibt voraussichtlich nur bis Oktober 2012 unter Wasser.

Jutta Lemcke/srt/jus

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