Eintritt in US-Nationalparks Nur für Touristen mit Losglück

Sie planen einen Urlaub in die wilde Natur der USA? Dann bereiten Sie sich besser rechtzeitig vor: Um den Besucheransturm in Grenzen zu halten, verlosen einige Nationalparks ihre Eintrittskarten.

imago/Schepp

Weite Prärie, zerfurchte Schluchten oder bizarre Baumlandschaften - in 59 Nationalparks können USA-Reisende die Naturwunder des Landes erleben. Doch besonders im Sommer sind die Parks oft überfüllt. Die Folge: genervte Touristen und ein gefährdetes Ökosystem.

Im April kündigte der US-amerikanische National Park Service daher eine Erhöhung der Eintrittspreise um bis zu fünf Dollar auf meist 35 US-Dollar an. Die Zusatzeinnahmen sollen dann gänzlich in den Unterhalt der Parks fließen. Ob die ab Juni gültige Regelung wirklich die Besuchermassen reguliert, ist fraglich.

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Das Innenministerium hatte zuvor vorgeschlagen, die Preise zu verdreifachen. Doch Kritiker bemängelten, dass so weniger gut verdienende Familien automatisch vom Besuch der Parks ausgeschlossen würden. Daraufhin zog die Behörde den Vorschlag zurück.

Um die Zahl der Gäste zu begrenzen, setzen einige Parks auch aufs Glück und verlosen ihre Besuchsgenehmigungen. Wer dabei sein will, der muss sich schriftlich bewerben und eine Gebühr bezahlen. Gewinnt er die Eintrittserlaubnis, werden zusätzlich der Parkeintritt sowie die Kosten für die oft vorgeschriebene geführte Tour fällig.

Wir zeigen, wo das Losglück über den Besuch entscheidet - und wo Sie besonders frühzeitig dran sein sollten:

Wer noch nicht so lange im Voraus planen will, muss nun aber nicht in Panik verfallen: Gut zwei Drittel aller US-Nationalparks sind gratis - und bleiben das voraussichtlich auch.

Tinga Horny, srt / kry

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insgesamt 11 Beiträge
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ollis.post 03.05.2018
1.
Es fehlt die Liste der Parks.
hardeenetwork 03.05.2018
2. Warteschlange
Jetzt wird die Warteschlange wohl noch viel länger. "Danke" für diese unnötigen Hinweis.
BlogBlab 03.05.2018
3.
Lieber durch Lose den Besucherstrom steuern, als durch noch höhere Eintrittspreise, wie es z. B. in Kanada im Capilano Suspension Bridge Park bei Vancouver praktiziert wird, wo der Eintritt pro Person mittlerweile $46.95 kostet.
sanfernando 03.05.2018
4. Wenn ich mich richtig erinnere,...
....scheiterte unser Besuch im Yosemite-Park daran, dass man nur - entsprechend teuere - WOCHEN-karten kaufen konnte, was mir für EINEN Tagesbesuch a) zu teuer, und b) zu ärgerlich war! Wir hatte ausserdem vergessen, uns damit zu trösten,dass diese Wochenkarte in dieser Woche für viele andere Nationalparks, auch in anderen Bundesstaaten, gegolten hätte. Ich kann mich gerade nicht daran erinnern, warum wir nicht nach Wyoming geflogen sind, um Yellowstone zu besuchen. Der Eintritt wäre bezahlt gewesen...
recluce 04.05.2018
5.
"Blog Blab" schrieb: "Lieber durch Lose den Besucherstrom steuern, als durch noch höhere Eintrittspreise, wie es z. B. in Kanada im Capilano Suspension Bridge Park bei Vancouver praktiziert wird, wo der Eintritt pro Person mittlerweile $46.95 kostet." Sie bellen hier den falschen Baum an. Die Capilano Suspension Bridge und der zugehörige "Park" sind in Privatbesitz, dementsprechend kann der Besitzer jedes beliebige Eintrittsgeld verlangen. Kurzum, eine Touristenfalle ersten Ranges. Der Eintritt in die kanadischen Nationalparks ist da deutlich günstiger. Für $134.40 gibt es ein ganzes Jahr Zutritt zu allen Nationalparks für bis zu 7 Personen (als Familie oder Gruppe), einzelne Tage kosten $ 9.80 (Einzelperson) oder $ 19.60 für die Gruppe (2-7 Personen). Aber Hauptsache meckern...
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