Zehn Jahre Burj al-Arab: Superlativ in Segelform

Größer, schöner, luxuriöser, großartiger - mit dem Burj al-Arab begann Dubais Jagd nach Superlativen und zugleich der Aufstieg der Wüstenemirats zum Treffpunkt der Reichen. Das Luxushotel ist auch zehn Jahre nach seiner Eröffnung gut ausgelastet.

Burj al-Arab: Segel von Dubai Fotos
TMN

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Dubai - Architekten sind sich sicher: Es braucht oft nur wenige Striche, um eine Ikone zu zeichnen. Eins, zwei, drei - fertig ist die stilisierte Form, zum Beispiel die des Eiffelturms oder die des Burj al-Arab. Schlagzeilen haben beide Gebäude gemacht, jedes zu seiner Zeit.

Das Burj al-Arab in Dubai wird nun im Dezember zehn Jahre alt. Das Gebäude ist zu einem Wahrzeichen des Emirats am Persischen Golf geworden - und es ist mehr als nur ein Hotel. Denn durch die bis dahin nicht gekannte Opulenz brachte die Luxusherberge Dubai vor einer Dekade weltweit ins Gespräch - und die bis dahin wenig beachtete Wüstenstadt wurde zu einem Treffpunkt der Prominenz.

"Das Hotel hat einen eigenen Mythos. Wir haben nie behauptet, dass wir ein Sieben-Sterne Hotel sind. Das hat man uns nachgesagt", erzählt Heinrich Morio, der General Manager des Burj al-Arab. Vielleicht liegt es an den 202 durchweg doppelstöckigen Suiten.

Oder an den schier endlos erscheinenden Blattgoldflächen. Vielleicht sind es auch die 1500 Mitarbeiter, die sich um die Gäste kümmern - also sieben pro Suite. Oder es liegt an den Preisen, die bei stolzen 1900 Euro pro Nacht beginnen. All das waren Alleinstellungsmerkmale des Hauses zum Zeitpunkt der Eröffnung.

"Wir beherbergen die anspruchsvollsten Gäste der Welt und daher ist die Erwartungshaltung unglaublich hoch", schildert der aus Deutschland stammende Manager. Auch in Zeiten der weltweiten Finanzkrise hat das Burj al-Arab die Übernachtungspreise nicht gesenkt und ist gut ausgelastet, heißt es.

Das Schönste, das Luxuriöseste, das Großartigste

Der Einlass in die Edelherberge ist für normale Urlauber nicht ganz einfach. Eine Brücke samt Schranke verwehrt den ungehinderten Zugang. Ohne Reservierung in einem der Restaurants oder ohne gebuchte Übernachtung bleibt nur der Blick von außen auf die 321 Meter hohe Konstruktion mit dem charakteristischen Sonnensegel.

Innen empfangen Wasserspiele den Gast im Foyer des Hauses, das zur Dubai Holding gehört. Diese ist zum Großteil in Besitz der Herrscherfamilie Al Maktum. Nach den Ölfunden vor rund 40 Jahren und den damit sprudelnden Einnahmen entschied sie: Dubai soll zum internationalen Dienstleistungs-, Finanz- und Tourismuszentrum werden.

Doch dafür musste der Ort erst bekannt werden - und zwar weltweit. Das Burj al-Arab hat dazu beigetragen, dass dies funktioniert hat. "Die Besitzer wollten das schönste, das luxuriöseste und großartigste Hotel der Welt", sagt der Hotel-Chef. Mit diesem Rückhalt waren Dinge möglich wie in nur sehr wenigen anderen Hotels in der Welt.

Dazu zählt zum Beispiel eine eigene Tierpflegerabteilung. Dort kümmert sich der Brite Warren R. Baverstock um die Aquarien des Hotels. "Vor zehn Jahren kam ich nach Dubai. Als ich am Strand lag und das Hotel gesehen habe, war ich nur noch begeistert", erinnert er sich. Für ihn war klar: Er wollte Nordeuropa mit der Hitze der Wüste tauschen.

Eine Milliarde Dollar für über 800 Meter Gebäude

Seit der Eröffnung 1999 hat sich einiges in Dubai geändert. Die Metropole ist weiter und weiter gewachsen. Konnte früher noch direkt neben dem Hotel am Strand Fußball gespielt werden, so reihen sich dort jetzt exklusive Anwesen und Hotels aneinander. Angst vor den spektakulären neuen Attraktionen wie der vor einem Jahr eröffneten ersten "Palmeninsel" haben die Mitarbeiter aber nicht.

Auch als in die Höhe ragendes Wahrzeichen steht das Burj al-Arab heute nicht mehr allein. Die Eröffnung des Burj Dubai, des höchsten Gebäudes der Welt mit mehr als 160 Stockwerken, ist für Dezember 2009 geplant. Die Spekulationen um den Turm rissen vor der Eröffnung nicht ab - das galt für die Höhe, den genauen Eröffnungszeitpunkt und auch die Art, wie er der Öffentlichkeit präsentiert wird.

Offiziell hieß es lange nur: Er ist höher als 800 Meter. Und auch die Investitionskosten wurden stolz präsentiert: Rund eine Milliarde US-Dollar (etwa 678 Millionen Euro) hat der Burj Dubai gekostet.

Sabine Kwapik, dpa

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