Zu viele Touristen Thailand sperrt Insel in Similan-Nationalpark

Das Similan-Archipel gilt als eins der schönsten Tauchreviere weltweit - und das hat Folgen. Auf Ko Tachai hat der Touristenandrang Schäden angerichtet, sagt die thailändische Regierung und sperrt die Insel.

Similan-Inseln
TMN

Similan-Inseln


Ab sofort ist der Nationalpark Mu Ko Similan geschlossen - wie alle Meeresnationalparks in Thailand während des Monsuns. Doch wenn am 15. Oktober die Sperre aufgehoben wird, dann bleibt Ko Tachai unzugänglich. Die kleine Insel in dem Similan-Archipel in der Andamanensee hat Schaden genommen: Zu viele Touristen besuchten die zwölf Quadratkilometer große Insel, Thailänder bauten an den Stränden unzählige Stände mit Essen und Souvenirs auf.

"Wegen seiner Schönheit ist Ko Tachai ein beliebter Urlaubsort sowohl für Thai als auch für ausländische Touristen geworden", sagte der Direktor der Nationalparkbehörde, Tunya Netihammakul, der "Bangkok Post". Dies habe zu einem zu großen Andrang und zu Umweltschäden geführt. Die Küste, die Strände und die Korallenriffe rund um die Insel werden nun für unbegrenzte Zeit zum Sperrgebiet. Die Maßnahme ist laut Tunya Teil eines Masterplans für den Schutz der Andamanensee.

Ko Tachai ist vor allem auch bei Schnorchlern und Tauchern ein beliebtes Ziel, vom Festland aus ist die Insel mit einem Schnellboot in einer Stunde zu erreichen. Zwei Tauchplätze in der Nähe bleiben zwar geöffnet. Doch Sportler sollten aufpassen, sagt Tunya: Einige Tauchanbieter hätten noch Anlandungen auf Ko Tachai ab 15. Oktober im Angebot.

abl



insgesamt 8 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
mik.a 17.05.2016
1.
Für "normale" Touristen bleibt die Insel vielleicht gesperrt. Aber sobald die "reichen" Touristen kommen und einen bestimmten Betrag zahlen, wird die Insel für sie geöffnet. Ich glaub niemals daran, dass es dort keine Touristen geben wird. Früher oder später gewinnt das Geld - wie immer
go2dive 17.05.2016
2.
Mensch, der Thailandkorrespondent lebt ja noch. Dass niemand im Spiegel über festgenommene Demonstranten und Oppositionsmitglieder, über andersdenkende Politiker die in die Umerziehungslager geschickt werden sollen, über Menschen die wegen des Posierens mit einer Plastikschüssel bestraft werden, über das Zensieren des Internets, etc. schrieb, ließ mich vermuten, dass es keinen Schreiberling für Thailand mehr gibt. Gibt´s aber offensichtlich doch noch, wenn auch nur für den Tourismusbereich. Warum sich mit dem Erdogan Südostasiens befassen, wenn das Original doch so nah ist. http://thailandtip.info/2016/05/04/die-medien-bedraengen-premierminister-prayuth-seine-maulkorbgesetze-auf-den-muell-zu-werfen/ http://thailandtip.info/2016/03/31/premierminister-prayuth-chan-ocha-gibt-der-armee-noch-mehr-macht-und-befugnisse/ http://thailandtip.info/2016/02/07/prayuth-will-direkt-gegen-negative-online-nachrichten-vorgehen/ http://thailandtip.info/2015/09/14/prayuth-will-gegen-jeden-rechtliche-schritte-einleiten-der-mit-seiner-meinungsaeusserung-fuer-unruhen-und-instabilitaet-im-land-sorgen-koennte/
hummel1 17.05.2016
3. Viel zu spät!
Da war schon vor 16 Jahren fast alles an Korallen im Eimer. Wird ja mal Zeit, dass man das schützt! Aber nur die Touris waren es auch nicht in meinen Augen. Die Fischer dort sollten Ihre Hände nicht in Unschuld waschen! Und bevor mir jemand dumm kommt ich fliege schon lange nicht mehr in die Touri Tauchgebiete sondern tauche bei uns in den Teichen in denen ich oft der Einzige bin den die Fische in der Form als Taucher jemals zu GEsicht bekommen!
pelegrino 17.05.2016
4. Zeit um das...
...Schmiergeld aus den braunen in die oliven Tasch... Sollten sich die Journalisten des Spiegel allen Ernstes der Illusion hingeben, dass auch nur ein Beamter in Thailand das Wohl der Natur im Auge haben koennte so sollte er sich in Nehandlung begeben. Eine Beschaeftigung von 30 Minuten mit Gehaltstabellen und Lebenshaltungskosten solltevals Therapie genuegen... Hier werfen Pfruende neu verteilt!
Filou2011 18.05.2016
5.
Das wurde aber auch Zeit, falls es nicht schon zu spät ist.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.