Berlin - Noch in diesen Wochen sollen die Ausschreibungen für die Exponate und die geplanten Multimedia-Installationen für das erste Currywurst-Museum Deutschlands beginnen, teilte Projektleiter Martin Löwer heute mit. Geplant sei, auf 1500 Quadratmeter Ausstellungsfläche über Herkunft, Geschichte, Herstellung und kulturellen Stellenwert des Berliner Imbisses zu informieren. Die Gründer rechnen mit rund 350.000 Besuchern im Jahr, die die weltweit bekannte Spezialität vor Ort auch selbst gleich probieren können.
Der Ort für das Museum, das Ende März 2006 eröffnet werden soll, stehe noch nicht fest. "Wir werden das Currywurst-Museum in Top-Lage, entweder am Potsdamer Platz oder am Kurfürstendamm eröffnen", sagte Löwer. Derzeit stünden zehn Objekte zur Auswahl. Spätestens Ende dieses Jahres werde man sich für einen Standort entschieden haben. Die Ausstellung soll mit fünf Millionen Euro privat finanziert werden. Das Geld dafür kommt Löwer zufolge zum Teil aus Fonds, aber auch von privaten Geldgebern. Zusätzlich dazu werde sich das Museum durch Werbeeinnahmen finanzieren.
Erstmals wurde die Wurst mit der pikanten Soße der Überlieferung nach in einem Imbisswagen anno 1949 serviert. Die Currywurst-Erfinderin, Herta Heuwer, hatte ihren Wagen an der Ecke Berliner Kantstraße/Kaiser-Friedrichstraße im Stadtteil Charlottenburg stehen, wo noch heute eine Tafel an die Premiere des deutschen Snack-Klassikers erinnert. Im "Deutschen Currywurst Museum" wird daher auch ein Original-Imbisswagen zu sehen sein.
Außerdem soll "ähnlich dem Schokoladenmuseum in Köln eine Produktionsstraße die Herstellung der Currywurst zeigen", sagte die Kultursoziologin und künftige Museumsleiterin Birgit Breloh. Auch die Familienangehörigen der Currywurst-Erfinderin werden Einzelstücke für das Museum zur Verfügung stellen.
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