Hamburg – Trunkenheit, Gewalt und Müll rund um die Reeperbahn – die Beschwerden über die Zustände im Stadtteil St. Pauli nehmen zu, berichtete der Sender NDR 90,3. Danach konsumierten jedes Wochenende Tausende Jugendliche ihren Alkohol auf der Straße. Der Stadtstaat Hamburg appelliert nun an Kioske und Tankstellen, ab 1. Januar 2008 generell keine Glasflaschen und nach 23 Uhr keinen Alkohol mehr zu verkaufen, wie ein Sprecher der Hamburger Innenbehörde heute erklärte.
"Wenn die freiwilligen Verkaufsbeschränkungen der Einzelhändler nicht funktionieren, gibt es ab 1. Mai ein Alkoholverbot", sagte Behördensprecher Reinhard Fallak. Dies werde dann von Donnerstag bis Sonntag, jeweils zwischen 23 und 6 Uhr für die Reeperbahn und Nebenstraßen im Amüsierviertel St. Pauli gelten, Ausnahmen seien Biergärten und Straßencafés, sagte Fallak. Damit folge Hamburg dem Beispiel von Freiburg, das für die historische Altstadt ab Anfang 2008 ein Alkoholverbot verhänge.
Die Einschränkung des Alkoholkonsums in Hamburg wird laut Innenbehörde von weiteren Maßnahmen begleitet. So werde die Polizei ab Januar nach 22 Uhr verstärkt U- und S-Bahnstationen kontrollieren, Betrunkene und Jugendliche unter 18 Jahren werden nach Hause geschickt. Bereits ab Mitte Dezember gilt demnach auf St. Pauli ein Trageverbot für Waffen und gefährliche Gegenstände.
abl/AP/ddp
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