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Burj Chalifa: So deutsch ist das höchste Haus der Welt

Parkett aus einem nordrhein-westfälischen Sägewerk, Küchen aus Gütersloh in den Suiten, fränkisches Porzellan. Mehr als 30 deutsche Firmen waren am Bau des Burj Chalifa beteiligt. In Dubais Rekordturm kam sogar Recycling-Material aus Berlin zum Einsatz: Stahl aus Honeckers Palast der Republik.

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Burj Chalifa: Architekturwunder in Dubai
Von "Erichs Lampenladen" nach Dubai: In dem am Montag eingeweihten höchsten Gebäude der Welt, dem Burj Chalifa, wurde tonnenweise Stahl mit DDR-Vergangenheit verbaut. Denn die Stahlträger des Palastes der Republik in Berlin wurden nach dessen Abriss im Jahr 2006 eingeschmolzen und gelangten über Sachsen-Anhalt in die Türkei.

Eine dort ansässige Stahlfirma brachte das recycelte Material schließlich zur Baustelle in Dubai. So entstand auch aus Teilen eines staatlichen Prunkbaus der Vergangenheit ein Prunkbau der Zukunft: das mit 828 Metern höchste Gebäude der Welt.

Als am Montagabend der Turm mit einer großen Gala eingeweiht wurde, konnten viele deutsche Firmen mitfeiern. Mehr als 30 vor allem mittelständische Unternehmen waren an dem Giga-Bauprojekt beteiligt. SPIEGEL ONLINE zeigt, welche Aufträge nach Deutschland vergeben wurden.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 27 Beiträge
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1. Und nun?
Autofill 05.01.2010
Nun fragt sich ob alle Lieferungen schon bezahlt sind. Im Fall Dubai ist es durchaus moeglich dass es ein Fall von Bye-Bye werden kann. Speziell beim hoechsten Schuldenberg des Erbauers.
2. !
nichtwaehler_007 05.01.2010
Erichs Lampenladen geht im neuen Phallussymbol Nr. 1 auf? Ich lach mich tot.
3. Herrliches Dubai
vorspiegeln 05.01.2010
Geiler Turm! Wann bauen wir mal wieder für die Ewigkeit?
4. Interessante Frage aufgeworfen
larsmach 05.01.2010
Der Wolkenkratzer sieht in der Tat toll aus, und ich darf verraten, dass auch die Firma meines französischen Freundes beteiligt war. Deutschland, Frankreich... wen wundert das? Es ist Dubai zu wünschen, dass eines Tages Produkte von dort in der Welt zu bestaunen sind. Das müssen keine Hochhäuser werden, sondern das kann eine besonders effiziente Klimaanlage für zuhause oder eine Ingenieursdienstleistung sein - Wertschöpfung vor Ort. Leider findet zwischen der westlichen und der arabischen Welt eher einseitiger Handel statt: Technik, die im Westen entwickelt wurde (Autos, Computer, Telefone, Materialien) und die verwendet wird in der arabischen Welt, von wo neben etwas Urlaubserlebnis fast nur Rohstoffe verkauft werden - oder wurden (Dubais Förderkurve hat sich von ihrem Höchstpunkt lange verabschiedet). Ansonsten "exportieren" arabische Länder auffallend häufig ihr eigenes Volk: Millionen Menschen wandern dauerhaft aus gen Westen, ohne dass eine vergleichbare Immigration von dort stattfände. Zu guter letzt mag jener in China wenig erfolgreiche "Wandel durch Handel" in Dubai zur Einführung eines Mehrparteiensystems mit entsprechender Demokratisierung führen - das wäre dann eine echte Überraschung und eine eindrucksvolle Leistung!
5. Pfahlgründung
gotodubai 05.01.2010
Was die Durchführung der Pfahlgründung durch die Firma Bauer angeht, so stimmt es generell schon. Bauer fungierte hierbei als Subunternehmer für die in Dubai ansässige Spezialtiefbaufirma Middle East Foundations Group (MEFG). Das Baufeld wurde 50/50 geteilt. Bauer stellte die Bohrpfähle im nordöstlichen Teil, die MEFG im südwestlichen Teil fertig. Die Einrichtung der Baustelle erfolgte seitens der MEFG ab Ende Januar, der erste Pfahltest (6000 Tonnen Load Test) erfolgte Anfang April 2004 (und war erfolgreich). Mehrere deutsche Ingenieure arbeiteten damals auf Seiten der MEFG an diesem Projekt. Ich arbeitete damals als Chefvermesser für die MEFG und führte die notwendigen Vermessungsarbeiten für die Pfahlgründungen durch und koordinierte die dafür notwendigen Arbeitsabläufe auch in Zusammenarbeit mit den Consulting-Unternehmen Turner und Hyder-Consulting. Die Zusammenarbeit mit Bauer war sehr gut. Den Hauptteil der körperlichen Arbeit auf beiden Seiten realisierten jedoch Arbeiter aus Indien, Pakistan und Nepal. Die meisten dieser Leute werden den Burj jedoch nie betreten können.
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