Drohnenvideo Fliegen Sie durch die Elbphilharmonie

Der Countdown läuft: In 26 Tagen soll in Hamburg die Elbphilharmonie eröffnen. Ein Video zeigt schon jetzt die spektakulärsten Blickwinkel aus der Drohnenperspektive.

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Sie haben keine Tickets für die Elbphilharmonie? Wenn Sie nur mal einen Blick in Hamburgs Prestigebau werfen möchten, brauchen Sie das auch nicht. Ein Drohnenflug zeigt das imposante Konzerthaus an der Elbe nicht nur von außen, sondern bietet auch Eindrücke von der großen Rolltreppe, dem Foyer, der Aussichtsplattform und am Ende vom großen Konzertsaal. Das Video ist auf einer nun freigeschalteten Website abrufbar.

Im gemütlichen Schlendertempo Adagio oder im rasanten Presto, begleitet von Klassik oder Rock geht es durch das Konzerthaus. Der Clou: Mit der Leertaste kann der Betrachter das Tempo des Drohnenflugs dramatisch erhöhen, und dazu passend wechselt die Musik. In den ersten 17 Stunden hatten bereits fast 200.000 User das Video auf Facebook angeklickt.

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Drohnenvideo: Rundflug durch die Elbphilharmonie

Nach zehn Jahren Bauzeit und Skandalen um Kostenexplosionen und Bauverzögerungen wird die Elbphilharmonie am 11. Januar 2017 eröffnet. Die Kosten für das 110 Meter hohe Konzerthaus verzehnfachten sich in diesen Jahren von 77 Millionen auf 789 Millionen Euro.

Bereits seit dem 4. November ist die öffentliche Plaza zugänglich. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt der Elbphilharmonie und bietet mit einer Aussichtsplattform auf 37 Meter Höhe einen schönen Ausblick auf den Hamburger Hafen - sofern Nebel nicht die Sicht versperrt.

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Elbphilharmonie: Schön, aber es zieht

Die Plaza ist täglich von 9 bis 24 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist prinzipiell kostenlos, die Tickets gibt es am Automaten im Eingangsbereich oder Besucherzentrum. "Zu Stoßzeiten wie am Wochenende ist es allerdings sehr voll", sagt Tom R. Schulz, Sprecher der Elbphilharmonie.

Wer sichergehen will, dass er den Teil des Gebäudes zu einer bestimmten Uhrzeit betreten kann, muss sich für zwei Euro ein Ticket kaufen. So ist der Rundgang um das Gebäude garantiert, außerdem kann man Wartezeiten umgehen.

Um eine ganze Nacht in der Elbphilharmonie zu verbringen, muss man deutlich tiefer in die Tasche greifen. Das Luxushotel "The Westin Hamburg" im oberen Gebäudeteil verlangt für seine Zimmer mindestens 230 Euro pro Nacht - viele kosten allerdings deutlich mehr. Da wäre die Eigner-Suite (3000 Euro pro Nacht, dafür 270-Grad-Blick über Hamburg) und viele andere Suiten, die für 800 bis 1200 Euro zu haben sind - pro Nacht versteht sich. Das Haus ist stolz darauf, so viele teure Schlafplätze zu bieten: Mehr Suiten bietet kein anderes Hotel der Stadt, heißt es in den Marketingbroschüren.

Werfen Sie einen Blick in die Zimmer des Hotels in der Elbphilharmonie:

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Hotel in der Elbphilharmonie: Luxus im Hafen

Ab Februar 2017 bietet die Elbphilharmonie auch Konzerthausführungen an. Für Februar und März sind diese allerdings bereits komplett ausgebucht. Der Vorverkaufstermin ab April soll noch bekanntgegeben werden.

Die Elbphilharmonie will nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder und Jugendliche auf spielerische Weise für Musik begeistern. "Die Musikvermittlung ist ein ganz wichtiges Standbein der Elbphilharmonie", sagte Intendant Christoph Lieben-Seutter am bei der Vorstellung des Programms. Schon jetzt seien alle 9000 Tickets für das Schulprogramm der ersten Saison vergeben.

In Workshops können die Kinder in sieben Studios Instrumente ausprobieren oder Klangcollagen erstellen. Höhepunkt des Programms "Zukunftsmusik" sind Treffen mit weltbekannten Künstlern. Am 29. April gastiert zum Beispiel Stardirigent Daniel Barenboim mit seinem West-Eastern Divan Orchestra in der Elbphilharmonie.

"Fertig": Zehn Jahre nach Baubeginn gab es ein Happy End

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Elbphilharmonie: Hamburg hat fertig

Viele Hanseaten konnten sich mit den enormen Ausmaßen des Gebäudes zunächst nicht anfreunden. Inzwischen kursiert der Kosename "Elbphi" - der Groll scheint vergessen. Wenn man sich dem Haus von der Elbe aus nähert - auf einer der Hafenbarkasse oder einer Elbfähre - erscheint die Fassade der "gläsernen Welle" immer wieder anders, je nachdem, wie sich das Licht und der Himmel in den markant gebogenen Fensterflächen spiegeln. Wenn graue Wolken über dem Hamburger Hafen aufziehen, wirkt das Konzerthaus dunkel und bedrohlich. Bei Schönwetter funkeln die 1096 Glaselemente.

jus/dpa

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insgesamt 20 Beiträge
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Seite 1
hansderdampfer 16.12.2016
1. Warum
Warum sollte ich durch diesen Prunk und Protz Palast fliegen sollen? Weil ich mit meinen Steuern diesen Politikirrsinn bezahlen mußte? Nein Danke wir Bürger sind einfach nur Froh das dieser Irrsinn endlich ein Ende hat!
thorsten.munder 16.12.2016
2. Palast der Republik
sieht innen genauso aus wie der Palast der Republik damals in der DDR als ich da drin war 1988 nur das der nicht so Teuer war !
isar56 16.12.2016
3. Schön......
aber dennoch Prunk und Protz aus Steuergeldern für den Herrn und die Dame, die schon alles haben und sich den Spaß leisten können.
schmuella 16.12.2016
4. Eintrittspreise
Zumindest die Kartenpreise scheinen auf dem Boden geblieben zu sein. Man kann Karten ab 20 Euro bekommen, abhängig von der Veranstaltung.
hornochse 16.12.2016
5. Ein Schickimicki Kaufhaus
Sieht genauso aus auch 50iger Jahre Prunkbauten. Völlig steril und unpersönlich. Dieses Opernhaus hat keine Seele! Die Akustik ist bestimmt super. Aber sorry a viel zu teuer, b sieht wie ein futuristisches Versammlungshaus eines ehemaligen Ostblockstaates aus und c zu steril. Es gibt viel feinere Opernhäuser in D mit denen ich mich identifizieren kann und auch einen Bezug zur klassischen Musik herstelle. In einem "Kaufhaus"schaff ich das nicht.
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