Flughafencheck Vancouver Fast zu schön zum Abheben

Beeindruckende Skulpturen und ein riesiges Aquarium in der Wartehalle: Der Flughafen von Vancouver wurde mehrfach zum besten Airport Nordamerikas gekürt. Hier vergeht die Zeit bis zum Start wie im Flug - mit Hilfe der folgenden Tipps.

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Von Ole Helmhausen


Bei dieser Landung ist ein Fensterplatz Gold wert: In einer schwungvollen 180-Grad-Kurve nähern sich die Maschinen dem Flughafen auf Sea Island, zwölf Kilometer von Vancouvers Innenstadt entfernt. Den Passagieren liegen die Metropole und die schneebedeckten Berge zu Füßen und die Vulkane der Cascade Range beim Nachbarn USA.

Diese Eindrücke wirken auch in den Terminals des Vancouver International Airport noch nach, denn seine weitläufige Architektur spielt auf die Reize von British Columbia an: Die Farben von Meer, Land und Himmel dominieren die Inneneinrichtung. Die Fliesen im lichtdurchfluteten Graham Clarke Atrium symbolisieren die Flüsse und Ströme der Provinz.

Auch die einheimische Kunst spielt eine wichtige Rolle. Im internationalen Terminal begrüßen zwei fast vier Meter hohe "Welcome Figures" des indigenen Künstlers Joe Davis die Passagiere. Und das "Jade Canoe", eine mit Jade ausgelegte Bronzeskulptur von Bill Reid, ist noch immer der attraktivste Hingucker auf dem Flughafen, der nach Toronto das höchste Passagieraufkommen in Kanada verzeichnet.

SPIEGEL ONLINE hat sich umgeschaut - und gibt Tipps für eine angenehme Wartezeit auf dem Flughafen, der in diesem Jahr in einer Passagierumfrage zum vierten Mal in Folge zum besten Nordamerikas gekürt wurde.

Essen und Trinken

Wer ein paar Stunden totschlagen muss, kann die Zeit leicht in einem der auf die drei Terminals verteilten rund 50 Restaurants, Bars, Cafés und Fastfood-Lokale verbringen. Bei Letzteren gibt es neben den üblichen Verdächtigen auch einige mit Wow-Faktor. Im Wok n' Roll werden chinesische Klassiker geköchelt, im Toshi Teppanaki gleich daneben gibt es frisches Sushi und Tempura.

Für die Freude dicker Klöpse gibt es sogar echtes Lokalkolorit: Vera's Burger Shack begann als ambulanter Burgerbrater an den Stränden von Vancouver und bringt jetzt auch hier mit Bio-Rindfleisch (Motto: "No oink here") gute Vorsätze ins Wanken. Wer es gerne etwas anspruchsvoller hat, mag im Vino Volo, einer Kreuzung aus Restaurant, Lounge und Wein-Boutique, an Weinen aus British Columbias berühmtem Anbaugebiet Okanagan nippen und dazu Räucherlachs-Rollen verzehren.

Ein Neuzugang am Flughafen ist die Canucks Bar & Grill. Hier flimmern die Vancouver Canucks nonstop über die Bildschirme - ein Genuss für alle Eishockeyfans. Sandwiches, Salate und Burger sind ganz ordentlich, spielen hier aber eher eine Nebenrolle.

Shopping in letzter Minute

Kunsthandwerk made in British Columbia bringt ein bisschen Pazifik und Nordwestküsten-Kultur nach Hause. Bei Taraxca Jewellery gibt es Schmuck-Unikate von indigenen Haida- und Tsimshian-Künstlern sowie ins Handgepäck passende Skulpturen und Holz und Silber.

Wer weiß, dass er innerhalb der nächsten sechs Monate wieder hier vorbeikommt, kann bei Pacific Coast News einen Bestseller kaufen, das gelesene Buch später wieder abgeben - und 50 Prozent des Einkaufspreises kassieren.

Wer überhaupt keine Idee für ein Mitbringsel hat, der mag auf Thinking Canadian zurückgreifen: Das weltweit für Friedenstruppen und kanadische Höflichkeit stehende Ahornblatt-Emblem veredelt hier alles von T-Shirts bis Klopapier.

Tea Time anytime

Zwischen 10 und 16.30 Uhr zelebriert das Fairmont Vancouver Airport im internationalen Abflug-Terminal mit dem traditionellen Nachmittagstee das britische Erbe British Columbias. Gerne testen: den von den Fairmont-Leuten eigens für Reisende kreierten "Jetsetter Tea".

Kostenlos surfen

W-Lan heißt hier WiFi - und ist überall auf dem Flughafen gratis. Ohne Wenn und Aber.

Die Ruhe vor dem Boarding

Die Annehmlichkeiten der in allen drei Terminals angesiedelten Plaza Premium Lounge - Buffet und Salatbar, alkoholische Getränke, Magazine, Fernsehen, Duschen und komfortable Sitzgelegenheiten - können von allen Passagieren gegen Bezahlung in Anspruch genommen werden. Zwei Stunden kosten 35, drei Stunden 45 kanadische Dollar.

Viel Platz für Kinder

Für den Fall, dass die lieben Kleinen überflüssige Energie verbrennen müssen, gibt es überall auf dem Flughafen mit Spielzeug ausstaffierte "Children's Play Areas". Im Rennen um die Gunst des Nachwuchs bewährt ist auch das 114.000-Liter-Aquarium im internationalen Terminal mit seinen 21 Fischarten aus dem Pazifik.

Planespotting

Ein unverstellter Blick auf das Kommen und Gehen auf den Runways, ein Landschaftsmodell von Sea Island, Teleskope und ein Flugsimulator namens BC Explorer: Das im Domestic Terminal untergebrachte Aussichtsdeck ist eine Attraktion für sich.

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insgesamt 28 Beiträge
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Seite 1
Askan 09.10.2013
1. optional
Man kann ja schon über einen Flughafen schreiben, den man als besonders angenehm empfindet. Aber das hier ist keine Information, das ist PR pur
cdn 09.10.2013
2. @Askan
wohl noch nicht dort gewesen? Ich schon... und kann das Schwärmen durchaus nachvollziehen, ich war sehr beeindruckt vom Flair und der Herzlichkeit des Personals. Ein krasser Gegenpol zu Frankfurt oder San Francisco..
wywy 09.10.2013
3. schön ist er nicht
schlechte Architektur, schlechte Kunst, Schopping-Mall-Food-Court Ich bin mir sicher, dass sich dort viele wie zu Hause fühlen. Ich denke aber zur Inspiration für die Verbesserung der doch sehr langweiligen Flufhäfen in Deutschland sollte man nach Asien blicken.
der_horst 09.10.2013
4. warten
ich war da neulich, die schlangen vor all den kontrollen sind genauso lang wie überall sonst.
lotharbongartz 09.10.2013
5. Themen-Flughafen
Ich bin vor kurzem über Vancouver nach D geflogen: https://picasaweb.google.com/108173066733985639005/DeutschlandZurHochzeit#5923589702345825810 Auf dem Rückweg gab es in Singapur noch mehr zu fotografieren: https://picasaweb.google.com/108173066733985639005/DeutschlandNachHochzeit#5925889547842972578 Viele Grüße aus Neuseeland, wo wir in Auckland natürlich auch einen schönen Themen-Flughafen haben. Natürlich geht es immer um den Tourismus. Nur die deutschen Flughäfen sind da etwas nüchterner.
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