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Großer Basar in Istanbul: So alt, so schön, so baufällig

Großer Basar: Istanbuls Wusel-Shoppingparadies Fotos
Getty Images

Hunderttausende Menschen drängeln sich jeden Tag durch den Großen Basar von Istanbul. Doch der überdachte Markt bröckelt und verfällt. Nun wird der Touristenmagnet saniert.

Kunstvoll gewebte Badetücher, Tee, Porzellan und prächtiger Goldschmuck: Der Große Basar in Istanbul ist mit bis zu 4000 Lädchen ein wahres Shopping-Dorado. Doch in seiner mehr als 500-jährigen Geschichte hat der überdachte Markt massiv unter dem Kundenansturm und den nicht immer ganz legalen Baumaßnahmen der Händler gelitten. Nun wird der Zusammenschluss aus 16 Karawansereien aufwendig saniert.

Im März würden die Arbeiten starten, sagte Nurcan Albayrak vom Bürgermeisteramt des Stadtteils Fatih. Unter anderem sollen demnach das Dach saniert und die Säulen erneuert werden. Mustafa Demir, Bürgermeister von Fatih, bezifferte die Gesamtkosten des Projekts auf umgerechnet mindestens 68 Millionen Euro. Die Sanierung werde etwa fünf Jahre in Anspruch nehmen, sagte Attila Saraç, Chef der Händlervereinigung einem Bericht des türkischen Onlinemagazins "Hürriyet Daily News" zufolge.

Der Große Basar wurde im 15. Jahrhundert von Sultan Mehmet II. angelegt. In der direkten Nachbarschaft entstanden weitere Markthallen, die später miteinander verknüpft und überdacht wurden. So entstand eine Struktur mit 64 Straßen und Gassen, in denen zwischen 20.000 und 25.000 Händler ihre Ware anbieten. Behördenangaben zufolge locken die Stände jährlich rund 92 Millionen Besucher an, täglich sind es zwischen 300.000 und 400.000.

Vor einigen Jahren hatte sich der Zustand der Bausubstanz so stark verschlechtert, dass manch einer fürchtete, der Basar könnte einstürzen. Die Planung für die nun anstehende Restaurierung von Istanbuls Touristenmagneten hat insgesamt sechs Jahre gedauert. Die letzte große Sanierung fand laut der "Hürriyet Daily News" im Jahr 1980 statt. Die Onlinezeitung nennt den Basar eines der "ältesten Shoppingzentren der Welt".

Hotelzimmer im Großen Basar

Bürgermeister Demir sagte, ein kleiner Teil der zum Basar gehörenden ehemaligen Karawansereien (türkisch: Han) solle in Hotels umgewandelt werden. Dieses Vorhaben haben Aktivisten schon während der Planung heftig kritisiert.

Bekannt ist die Sehenswürdigkeit auch durch den James-Bond-Film "Skyfall" aus dem Jahr 2012. Darin rast Bond alias Daniel Craig mit dem Motorrad über die Dächer des Basars.

Momentan haben Istanbul und andere türkische Hafenstädte wie Izmir mit einem Urlauberrückgang zu kämpfen. Nach einem Terroranschlag in der Istanbuler Altstadt im Januar änderten große Kreuzfahrtreedereien wie Aida Cruises und MSC ihre Routen - und meiden nun die Türkei.

jus/dpa

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insgesamt 7 Beiträge
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1. Kleine Korrektur!
bretone 02.02.2016
Eine Karawanserei ist auf Türkisch ein kervansaray. Ein Han ist gewissermaßen die Endstation im Großen Gedeckten Basar (so wie er dort heißt) der ehemaligen großen Handelsrouten, wie beispielsweise der sog. Seiden-, der Tuch und Gewürzstrassen. In den Hans konnten die Karawanen, nebst Tragtieren, vor der Rückkehr mit allem Wichtigen versorgt werden und vor allem rasten.
2. Restauration
cassikov 02.02.2016
Die ist auch dringend notwendig. Im letzten Sommer konnten wir auch einmal das Dach des großen Basars besichtigen. Das es dort bisher nicht zu einem Einsturz gekommen ist, grenzt an ein Wunder. Die Bausubstanz ist jedenfalls stark geschädigt.
3. Mehr
bayernmuenchen 02.02.2016
als 90% Schrott für Touristen.
4.
loeweneule 02.02.2016
Zitat von bayernmuenchenals 90% Schrott für Touristen.
Das ist wohl leider so. Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, daß es sich um ein hochinteressantes, historisch wichtiges Gebäude handelt, das absolut erhaltenswert ist.
5. Gut angelegtes Geld.
newliberal 02.02.2016
Ich war das letzemal vor einem Vierteljahrhundert in Istanbul, die Türkei war immer mein Ziel zu Oberstufenzeiten, billig per Anhalter zu erreichen, spottbillig zum Leben (Busticket 20 DM von Istanbul bis zur iranischen Grenze). Der grosse Basar war immer stark - zwar nicht so exotisch wie die Basare in Marrakesh oder Kairo- aber man konnte damals billigst Markenware (natürlich gefälscht) kaufen. Wie gesagt, eines der Highlights, neben vielen anderen, von Istanbul
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